Simone Paganini wurde 1972 in Busto Arsizio bei Mailand geboren. Er ist verheiratet mit der Philosophin Claudia Paganini und ist Vater von drei Kindern. Katholische Theologie und Philosophie hat er in Florenz, Rom und Innsbruck studiert. Nach seiner Doktorarbeit hat er in Wien und an der evangelischen Fakultät der Universität in München seine Habilitationschrift verfasst. Er war Assistent in Wien und in Innsbruck, sowie Research Fellow an den evangelischen Fakultäten der Universität in München und in Pretoria. Seit 2013 ist er Professor für Biblische Theologie an der RWTH Universität in Aachen.

Er ist Autor einiger wissenschaftlichen Monographien und mehrerer populärwissenschaftlicher Bücher, sowie zahlreicher Aufsätze in Fachzeitschriften. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind das Buch Deuteronomium und das Buch Jesaja, sowie die Handschriften vom Toten Meer. Im Bereich der Lehrerausbildung experimentiert er mit neuen Methoden der technikgestützten Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte wie »Blended Learning«, »Gamification« und »Flipped Classroom«.

Nicole Oesterreich hat in Leipzig und Jena evangelische Theologie studiert. Im Anschluss schrieb sie ihre Doktorarbeit über kognitions- und neurowissenschaftliche Erkenntnisse und ihre Anwendung auf biblische Visionstexte an der Universität Leipzig. Seit 2024 leitet sie eine Forschungsgruppe an der Sächsischen Akademie der Wissenschaft zu Leipzig. Das Projekt der Forschungsgruppe ist die Erstellung eine Kommentarreihe zum Neuen Testament auf der Basis antiker, frühjüdischer Texte. Ihr Habilitationsprojekt beschäftigt sich mit Paulinischer Eschatologie des 1. Korintherbriefes auf dem Hintergrund frühjüdischer Texte.

Neben der Literatur des antiken Judentums, antiker Visionsliteratur, Emotionen und der kognitiven Narratologie liegt ein weiterer Forschungsschwerpunkt ihrer Arbeit auf neueren Ansätzen der Paulusauslegung. Nicole Oesterreich beschäftigt sich außerdem mit Informationstechnologie, insbesondere damit, wie Sprachmodelle in der Bibelwissenschaft eingesetzt werden können, und mit den digitalen Geisteswissenschaften. Im Ehrenamt ist sie als Prädikantin in der Sächsischen Landeskirche tätig.

Manfred Oeming hat evangelische Theologie, Philosophie und Pädagogik studiert. Nach einer Doktorarbeit über die Frage, warum das vorchristliche und insofern nicht-christliche Alte Testament Bestandteil des christlichen Kanons ist, habilitierte er sich im AT über die theologische Bedeutung der Stammbäume im Buch der Chronik, und wurde Pfarrer und Privatdozent in Bonn. 1993 wurde er Professor für alttestamentliche Theologie in Osnabrück und seit 1996 in Heidelberg.

Er ist Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze in Fachzeitschriften. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Psalmen und das Buch Hiob, das Nachdenken über die modernen Auslegungen der Bibel (Hermeneutik), der christlich-jüdische Dialog sowie alljährliche archäologische Ausgrabungen in Jerusalem und Aseka. 2002-2006 war er kommissarischer Leiter der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg. Außerdem ist er Mitbegründer der Heidelberger „Inspirationen am Abend“ die seit 1998 an der Peterskirche stattfinden.

Heinz-Dieter Neef studierte in Marburg und Tübingen evangelische Theologie und orientalische Sprachen. Seit 1981 ist er als wissenschaftlicher Angestellter für Hebräisch, Aramäisch und Syrisch an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen tätig. Nach seiner Promotion und seiner Habilitation war in den Jahren 1999 und 2000 als Vertretungsprofessor an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Hamburg tätig, bevor er im Jahr 2000 als außerplanmäßiger Professor für Altes Testament und biblische Sprachen an die Evangelisch-theologische Fakultät der Universität Tübingen gerufen wurde.

Heinz-Dieter Neef hat Lehrbücher zu »Biblisch – Hebräisch« und »Biblisch – Aramäisch« verfasst. Darüber hinaus publizierte er zahlreiche Veröffentlichungen zum Richterbuch, zur Prophetie bei Hosea und Zephanja und zur Theologie des Alten Testaments, insbesondere zum Bund, Glauben und zur Gottesvorstellung. Bei der Orientalistischen Literaturzeitung ist er als Spartenredakteur für Altes Testament und Judaistik und als Rezensent tätig.

Gerold Necker hat katholische Theologie und Judaistik in Tübingen, Köln, Berlin und Jerusalem studiert. Er promovierte über mittelalterliche jüdische Mystik der sogenannten deutschen Frommen und habilitierte über die spanischen Schriften eines jüdischen Kabbalisten im barocken Amsterdam. Seit 2009 ist er außerplanmäßiger Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die verschiedenen Schulen der Kabbala in ihrer historischen Entwicklung, Beziehungen zwischen jüdischer und christlicher Mystik sowie das erzählerische Werk des israelischen Literatur-Nobelpreisträgers Samuel Josef Agnon. Er ist Mitbegründer und -herausgeber der Reihe »Studies in Magic and Kabbalah« und veröffentliche zahlreiche Übersetzungen, Aufsätze und Monographien, darunter eine Einführung in die lurianische Kabbala.

Ilse Müllner, geboren 1966 in Wien, hat in Wien und Tübingen Katholische Theologie studiert und in Münster mit einer Arbeit zur Erzählung von Tamar und Amnon aus dem zweiten Buch Samuel und damit zum Thema sexualisierte Gewalt in biblischen Texten promoviert. Nach Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Erich Zenger und Studienrätin im Hochschuldienst an der Universität Essen ist sie seit 2004 Professorin für Biblische Theologie mit dem Schwerpunkt Altes Testament an der Universität Kassel. In der Lehre liegt ihr Hauptaugenmerk auf der Ausbildung von Lehramtsstudierenden im Bereich der Bibelwissenschaften.

Ein besonderes Anliegen ist ihr die Verknüpfung von fachwissenschaftlicher Arbeit mit gestalterischen Zugängen zu den Texten (Musik, Graphik, freies Erzählen et cetera). Ihre Ausbildungen im Bereich Psychodrama und Systemische Biographiearbeit bringt sie ebenfalls in die bibeltheologische Arbeit mit Gruppen ein. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Feministische Theologie und Genderforschung, biblische Narratologie und biblische Ethik. Sie schreibt einen Kommentar zum zweiten Buch Samuel in der Reihe Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament. Gemeinsam mit dem Neutestamentler Ansgar Wucherpfennig arbeitet sie an einem Projekt zur gesamtbiblischen Ethik.

Matthias Morgenstern hat evangelische Theologie und nach einem zweijährigen Aufenthalt in Israel Judaistik studiert. Nach Abschluss seiner Doktorarbeit über die Kritik am Zionismus bei dem Philosophen Isaac Breuer, einem der wichtigsten Vertreter der deutsch-jüdischen Orthodoxie, war er zunächst Pfarrer in der Württembergischen Landeskirche. Anschließend habilitierte er sich über das Verständnis der neueren jüdischen Geschichte bei dem israelischen Dramatiker Joshua Sobol.

Seit 1999 lehrt und forscht Matthias Morgenstern am Institutum Judaicum der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Tübingen. Zu den heutigen Schwerpunkten seiner Arbeit gehört die rabbinische Literatur (vor allem der Jerusalemer Talmud), die jüdische Bibelauslegung (Midrasch) in der Zeit der Kirchenväter und die Geschichte der jüdisch-christlichen Beziehungen seit dem »Auseinandergehen der Wege« von Juden und Christen bis in die Gegenwart. Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 hat er die »Judenschriften« Martin Luthers in modernes Deutsch übersetzt und kritisch kommentiert.

Asher Mattern ist orthodoxer Rabbiner und Dozent für Jüdische Theologie an der Universität Tübingen. Nach dem Studium der Philosophie, Politikwissenschaft sowie Volkswirtschaft an deutschen und französischen Universitäten promovierte er an der Hebräischen Universität in Jerusalem und lehrte dort an den Fachbereichen Germanistik und Romanistik. In Deutschland vertrat er an verschiedenen Universitäten Professuren für Jüdische Philosophie, Kultursoziologie sowie Rabbinisches Denken und Religionswissenschaft.

An der Universität Tübingen leitet er zusammen mit Prof. Fahimah Ulfat die Jüdisch-Islamische Forschungsstelle und engagiert sich auch darüber hinaus für die jüdisch-muslimische Verständigung. Er ist zudem Mitarbeiter des Instituts für interreligiöse Forschung der dortigen Katholischen Fakultät. Seine Forschungsschwerpunkte, zu denen er zahlreiche Schriften veröffentlicht hat, liegen im rabbinischen Denken sowie in der Philosophie der Antike und der Gegenwart, insbesondere auch in den Korrespondenzen zwischen philosophischer und rabbinischer Reflexion.

Andreas Malessa studierte evangelische Theologie in Hamburg, ist ordinierter freikirchlicher Pastor, arbeitete von 1982 bis 2013 für den Deutschlandfunk Köln, von 1986 bis 2015 beim SWR Hörfunk und Fernsehen Stuttgart in eigenen Sendereihen und seit 1998 für hessischen Rundfunk in Frankfurt.

Er war 20 Jahre als Musiker des Duos »Arno & Andreas« unterwegs und schrieb die Musicals »Amazing Grace« und »Martin Luther King«. Als Autor von Sachbüchern, Biografien und satirischen Kurzgeschichten sowie als Kolumnist dreier Zeitschriften ist er ein gefragter Referent und Moderator, wenn es um die aktuelle Relevanz biblisch-theologischer, ethischer und kultureller Themen geht.

Heidrun Mader hat evangelische Theologie in Oberursel, Heidelberg und Cambridge studiert. In ihrer Dissertation hat sie sich mit frühchristlichen Prophetinnen und Propheten des 2. Jahrhunderts beschäftigt. In ihrer Habilitationsarbeit über Markus und Paulus, den beiden frühesten erhaltenen Autoren des Christentums, hat sie deren theologische Entwürfe miteinander verglichen. Dabei sieht sie das Markusevangelium in wichtigen Themen von paulinischer Theologie beeinflusst.

Heidrun Mader war von 2005 bis 2013 im Vorstand des Collegium Oecumenicum in Heidelberg tätig. Von 2013 bis 2016 vertrat sie im Research Council der Geisteswissenschaften der Universität Heideberg die Juniorfakultät. Derzeit ist sie Privatdozentin im Neuen Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg.

Martin Leuenberger studierte evangelische Theologie in Zürich und Tübingen. Seine Promotion erfolgte mit einer redaktionsgeschichtlichen und theologischen Arbeit zu Konzeptionen des Königtums Gottes im Psalter, seine Habilitation beschäftigte sich mit der Religions- und Theologiegeschichte der Segensvorstellungen im alten Israel. Von 2008 bis 2012 war er Professor für Altes Testament mit dem Zusatzschwerpunkt Biblische Archäologie an der Universität Münster. Seit 2012 ist er an der Universität Tübingen Professor für Altes Testament.

Seine Arbeitsschwerpunkte bilden die Religions-, Theologie- und Literaturgeschichte sowie die theologischen Konzeptionen des Alten Testaments. Nach einer Studie zum Monotheismus bei Deuterojesaja und einem exegetischen Kommentar zu Haggai ist 2024 eine theologiegeschichtliche Monographie zu »Gott in Zion. Geschichte der Zionstheologien im alten Israel mit Schwerpunkten auf den Psalmen und dem Jesajabuch« erschienen.

Georg Langenhorst hat katholische Theologie, Germanistik und Anglistik studiert. Er promvierte über das Weiterleben der Hiobgsgestalt in der Gegenwartsliteratur und habilitierte sich über die Frage, ob und (wenn möglich) wie man »trösten lernen« kann. Nach dem Referendariat war er zwei Jahre lang als Gymnasiallehrer in Koblenz tätig. Nach vier Jahren als Akademischer Rat an der Pädagogische Hochschule Weingarten und fünf Jahren als Professor an der Universität Erlangen/Nürnberg ist er seit 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik des Katholischen Religionsunterrichts und Religionspädagogik an der Universität in Augsburg.

Er hat zahlreiche Bücher publiziert, darunter zwei religiöse Kinderbücher und einen Kriminalroman. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen zum einen im Überschneidungsfeld von »Theologie und Literatur«, im Feld von religiöser Kinder- und Jugendliteratur. Seit 2011 ist er Mitglied der Jury des katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises. Zum anderen beschäftigt er sich mit mit Frage, wie religiöses Lernen heute funktionieren kann. Er ist Schriftleiter der Zeitschrift »Relgionspädagogische Beiträge«.