Christina M. Kreinecker studierte Katholische Theologie, Philosophie und Klassische Philologie in Salzburg und Rom und promovierte in Theologie und Klassischer Philologie. Anschließend war sie an der Universität Salzburg, der University of Chicago (USA), der University of Birmingham (UK) und der Universität Augsburg tätig. Seit 2019 ist sie Professorin für Neues Testament an der KU Leuven in Belgien. Sie ist an internationalen Forschungsprojekten beteiligt, darunter den Papyrologischen Kommentaren zum Neuen Testament (PKNT) und dem »International Greek New Testament Project« (IGNTP).

In ihrer wissenschaftlichen Forschung widmet sie sich zum einen biblischen Handschriften auf Griechisch, Latein und Koptisch und untersucht die Textüberlieferung des Neuen Testaments. Zum anderen erforscht sie Alltagstexte aus der Antike auf Papyri, Ostraka und Holztäfelchen in ihrer Bedeutung für ein zeitgemäßes Verständnis des Neuen Testaments.

Rainer Kessler, Jahrgang 1944, war von 1993 an Professor für Altes Testament in Marburg, seit 2010 ist er im Ruhestand. Er hat evangelische Theologie in Mainz, Hamburg und zuletzt Heidelberg studiert. Dort wurde er 1972 zum Dr. theol. mit einer Arbeit über die Quellenscheidung in den fünf Mosebüchern promoviert. Nach Zeiten im Pfarramt habilitierte er sich 1991 an der Kirchlichen Hochschule Bethel in Bielefeld mit einer sozialgeschichtlichen Studie zu Staat und Gesellschaft im antiken Juda.

Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen auf den Büchern der Zwölf Propheten (Kommentare zu Micha und Maleachi, ein weiterer zu Amos ist in Vorbereitung) und auf der Sozialgeschichte der biblischen Zeit („Sozialgeschichte des alten Israel. Eine Einführung“; „Studien zur Sozialgeschichte Israels“). Das Bestreben, die Relevanz der alttestamentlichen Texte für die Gegenwart herauszustellen, schlägt sich in der Ethik des Alten Testaments nieder, die 2017 unter dem Titel „Der Weg zum Leben“ erschienen ist.

Christine Jacobi hat evangelische Theologie und Kunstgeschichte in Berlin und Heidelberg studiert. Gegenwärtig ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Berliner Humboldt-Universität. Ihre Dissertation zu »Jesusüberlieferung bei Paulus« beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung der irdische Jesus und seine Lehre für den Apostel Paulus besaß und wie sich paulinisches Christentum auf das Christusereignis bezog. Ihre Interessen umfassen neben früher Jesusrezeption und paulinischer Theologie auch außerkanonische, apokryphe Evangelien sowie Soteriologie und Auferstehungsvorstellungen in den ersten drei Jahrhunderten des frühen Christentums.

Christine Jacobi ist unter anderem Mitglied des traditionsreichen »Berliner Arbeitskreises für koptisch-gnostische Schriften«, in dem antike christliche Texte gelesen, diskutiert und ediert werden. Sie ist Mitherausgeberin zweier Handbücher, die sich mit dem aktuellen Stand der Jesusforschung und der Rezeption Jesu bis ins 4. Jahrhundert befassen.

Theo Heckel hat evangelische Theologie, Philosophie und Alte Geschichte in Erlangen, Kiel und Tübingen studiert. Nach seiner Promotion und Habilitation ist er seit 2005 außerplanmäßiger Professor für Neues Testament an der Universität Erlangen. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Entstehung des neutestamentlichen Kanons, der Jakobusbrief, die Petrusbriefe, die Johannesbriefe und der Judasbrief. Dies korrespondiert auch mit seinem Interesse des Einflusses griechischer Philosophie auf frühjüdische Schriften bis hin zu Paulus.

Heckel ist Mitglied der »Studiorum Novi Testamentum Societas«, einer internationalen Gesellschaft von Neutestamentlern und ist Gemeindepfarrer in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern.

Thomas Hieke hat katholische Theologie in Bamberg und Innsbruck studiert. Nach seiner Dissertation über Psalm 80 und die Klagelieder des Volkes (mit Blick auf die Methoden bibelwissenschaftlicher Exegese) habilitierte er sich im Fach Altes Testament über die Genealogien des Buches Genesis an der Universität Regensburg. 2007 wurde er Professor für Altes Testament an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2014 veröffentlichte er einen umfangreichen Kommentar zum Buch Levitikus in der Reihe Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament (HThKAT). Derzeit arbeitet er an einem Kommentar zu den Büchern der Chronik für die Zürcher Bibelkommentare (ZBK).
Er ist Autor mehrerer Bücher zu biblischen Themen (u.a. Tod und Auferstehung, Maleachi, Esra-Nehemia) und Aufsätze in Fachzeitschriften (Levitikus, Opfer, Priester, Abraham usw.). Seine Arbeitsschwerpunkte sind das Buch Levitikus, das Buch Genesis, die Psalmen, das Buch Esra-Nehemia und die Bücher der Chronik sowie die Diskussion über die angemessene Auslegung (Methodik und Hermeneutik) des Alten Testaments. Für die universitäre Lehre verfasste er zusammen mit Benedict Schöning eine Einführung in die Methoden alttestamentlicher Exegese. Zusammen mit Konrad Huber gab Thomas Hieke das Buch „Bibel falsch verstanden“ heraus: eine erfolgreiche Zusammenstellung von allgemeinverständlich geschriebenen Richtigstellungen klassischer Fehldeutungen biblischer Texte. An der Universität Mainz leitete er von 2016 bis 2019 das Gutenberg Forschungskolleg. Er ist Mitglied in mehreren nationalen und internationalen Organisationen zur Bibelwissenschaft und derzeit vorsitzendes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der katholischen deutschsprachigen Alttestamentlerinnen und Alttestamentler (AGAT).

Katja Hess hat katholische Theologie und Germanistik in Freiburg im Breisgau und München studiert. Nach einer Doktorarbeit über die Bildungsthematik in der lukanischen Paulusdarstellung, habilitierte sie sich 2022 im Fach Neutestamentliche Wissenschaft über die Rezeption antiker Freundschaftstopik im Johannesevangelium und wurde akademische Oberrätin am Lehrstuhl für Neutestamentliche Wissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seit dem Wintersemesterr 2024 lehrt und forscht Katja Hess als Professorin für Neues Testament an der renommierten Catholic University of America in Washington DC.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind das Bildungsthema in den biblischen Schriften, das lukanische Doppelwerk, das Johannesevangelium sowie der kultur- und philosophiegeschichtliche Hintergrund der neutestamentlichen Schriften. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt bildet die Reich-Gottes-Botschaft in den synoptischen Evangelien.

Susanne Hagen hat Klavier am Konservatorium Schaffhausen und an der Musikakademie Basel studiert und ihr Konzertdiplom an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich abgelegt. Außerdem schloß sie ein Gesangsstudium an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau ab und diplomierte dort in Lied- und Oratoriengesang und Gesangspädagogik. Die Freiburger Opernschule absolvierte sie 2011 als Sopran.

Sie arbeitet als Gesangs- und Klavierlehrerin sowie als Ensemble- und Chorleiterin in Deutschland und der Schweiz, gibt Kammermusikkonzerte und korrepetiert in Ungarn, der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland. Konzerte führten sie als Solosängerin mit verschiedenen Orchestern und Jazzformationen in die Schweiz, durch Deutschland, nach Kroatien, China und in die USA. Seit 2016 ist sie als Dozentin und Studiengangsleiterin des Bachelorstudiengang Theologie und Musik am Theologisches Seminar St. Chrischona tätig.

Wilfried Härle war von 1977 bis 2006 theologischer Hochschullehrer für Religionsphilosophie, Dogmatik und Ethik an den Universitäten Groningen (NL), Marburg und Heidelberg. Von 1998 bis 2010 war er Vorsitzender der Kammer der EKD für Öffentliche Verantwortung, von 2002 bis 2005 Mitglied der Enquetekommission des Deutschen Bundestages für Ethik und Recht der modernen Medizin und von 2005 bis 2008 Mitbegründer und Leiter des Interdisziplinären Forums für Biomedizin und Kulturwissenschaften in Heidelberg. Als Referent ist er bei Worthaus 4.

In seinem Ruhestand ist er als Autor allgemeinverständlicher Werke über Grundthemen des christlichen Glaubens und Lebens (“Dogmatik”, “Ethik”, “Menschenwürde”, “Gott”, “Gemeindewachstum”), als Vortragsreisender bei Pfarrkonventen und Gemeindeabenden sowie nebenamtlich als Seelsorger an einem Stuttgarter Seniorenwohnstiift tätig.

Jörg Frey hat Evangelische Theologie in Tübingen, Erlangen und Jerusalem studiert und in Tübingen bei seinem neutestamentlichen Lehrer Professor Martin Hengel 1996 promoviert und 1998 habilitiert. Jörg Frey war Professor in Jena und München und ist seit 2010 Professor für neutestamentliche Wissenschaft mit Schwerpunkten Antikes Judentum und Hermeneutik in Zürich. Kernbereich seiner Arbeit ist seit der Dissertation das Johannesevangelium, über das er viel publiziert hat und einen umfangreichen Kommentar vorbereitet. Seine weiteren Arbeitsgebiete sind das Antike Judentum, insbesondere die Schriftrollen vom Toten Meer, die frühjüdische und frühchristliche Apokalyptik, die Paulusforschung und die frühchristlichen Apokryphen. Dabei ist es ihm ein Anliegen, dass biblisch-theologische Einsichten auch im weiteren theologischen Umfeld wahrgenommen werden.

Jörg Frey ist Herausgeber einer der wichtigsten neutestamentlichen Monographienreihen und einer Fachzeitschrift, Herausgeber zahlreicher Tagungs- und Themenbände und Betreuer und Berater zahlreicher Doktoranden und Habilitanden. Sein biographisch-spiritueller Hintergrund liegt im Pietismus und im Luthertum. Er hat ein Vikariat in Württemberg absolviert und ist ordinierter Pfarrer der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Bayern. Er nimmt regelmäßig Predigtdienste und Aufgaben in der kirchlichen Weiterbildung wahr.

Christian Frevel hat katholische Theologie, Orientalistik und Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn studiert. Nach seiner Habilitation im Fach Exegese des Alten Testaments war er von 2000 bis 2004 war als Professor für Biblische Theologie an der Universität zu Köln tätig. Seit November 2004 ist Christian Frevel Inhaber des Lehrstuhls für Altes Testament an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2015 ist er zudem außerordentlicher Professor für Altes Testament an der Universität Pretoria.

Die Arbeitsschwerpunkte von Christian Frevel reichen von der (Religions-)Geschichte des antiken Israels und seiner Umwelt über die Exegese des Pentateuch und der Klagelieder bis zur Biblischen Anthropologie. Seit 2010 ist er der alttestamentliche Fachherausgeber der Studienbücher Theologie im Verlag Kohlhammer und seit 2011 der Reihe »Herders Biblische Studien« des Herder Verlages. Darüber hinaus arbeitete Frevel an der Revision der Einheitsübersetzung mit.

Marco Frenschkowski (1960 in Hamburg geboren) ist evangelischer Theologe und Religionswissenschaftler. Nach einer Tätigkeit als Pfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Promotion (1994) und Habilitation (2001) arbeitete er an verschiedenen Universitäten. Seit 2011 hat er einen Lehrstuhl für Neues Testament an der Universität Leipzig.

Seine Forschungsschwerpunkte sind das frühe Christentum und seine Umwelt, antike Religionen, neue religiöse Bewegungen und moderne Religionskulturen. Daneben ist er Experte für magische und esoterische Subkulturen und für phantastisch-imaginative Literaturen. Zu diesen Bereichen hat er diverse Bücher und Studien publiziert. Er ist Mitarbeiter zahlreicher Nachschlagewerke und Enzyklopädien.

Nach der Ausbildung zur Volksschullehrerin studierte Irmtraud Fischer katholische Theologie in Graz. Mit ihrer 1993 veröffentlichen Habilitation »Untersuchungen zur theologischen Relevanz der Frauentexte in den Erzeltern-Erzählungen« wurde sie zur ersten habilitierte katholischen Theologin in Österreich. Von 1997 bis 2004 war sie Professorin für Altes Testament und Theologische Frauenforschung an der Universität Bonn. Seit 2004 ist sie Professorin für Alttestamentliche Bibelwissenschaft an der katholischen Fakultät der Universität Graz.
2017 wurde ihr von dem Fachbereich der Geschichts- und Kulturwissenschaften der Universität Gießen aufgrund ihrer außerordentlichen Forschungsleistung und ihres internationalen Engagements für ein kulturwissenschaftliches Verständnis der Theologie ein Ehrendoktorat verliehen.

Irmtraud Fischer war mehrere Jahre Mitglied der Redaktion der internationalen Zeitschrift Concilium in der Sektion feministische Theologie, gehörte dem Übersetzungskreis der Zürcher Bibel an, war Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für theologische Forschung von Frauen sowie Mitglied des Beirates für das Übersetzungsprojekt »Bibel in gerechter Sprache«. Seit 2005 ist sie Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen katholischen Alttestamentlerinnen und Alttestamentler. Darüber hinaus ist sie Vorsitzende der Curriculakommission für die interfakultäre Studienrichtung Jüdische Studien am Centrum für Jüdische Studien in Graz und ist Mitherausgeberin der exegetisch-kulturgeschichtlichen Enzyklopädie »Die Bibel und die Frauen«.