Wie ist die Erzählung von Adam und Eva grundsätzlich zu verstehen? Ich habe ja mehrere Vorträge darüber gehalten, wie die einzelnen Verse zu interpretieren sind. Also ich habe versucht, soweit es in der Zeit mir möglich war, allen einzelnen Versen und Worten gerecht zu werden. Ich gehe auch mal davon aus, dass ihr gespürt habt, dass ich diese Erzählung liebe, sie achte, viele Jahre Fleiß und Schweiß darauf verwendet habe, diese unglaublich gute Erzählung für heutige Menschen zu erschließen. Ich hoffe, dass Sie gemerkt haben, dass ich diese Erzählung nirgendwo geringschätze oder gar verachte. Und auf der Basis dieser Einzelinterpretation, die ihr ja jetzt mitgekriegt habt,
versuche ich jetzt auf einer Metaebene, auf einer anderen Ebene, einiges ganz Grundsätzliche zu dieser Erzählung zu sagen. Diese grundsätzlichen Hinweise sind eine Bildungsfrage. Sie sind tatsächlich eine Frage der Bildung. Bildungsfeindliche Gruppen tun sich hier sehr schwer. Mit Bildung meine ich nichts Arrogantes und Elitäres. Ätschä Gäbele, i ben gebildet und du bisch en einfacher Mensch. Diese arrogante Form der Bildung gibt es leider sehr viel, aber ich meine mit Bildung etwas Sachliches. Wir brauchen Bildung, um besser helfen zu können. Also Bildung ist für mich nur ein Mittel zum Zweck, ein Werkzeug, das wir alle brauchen.
Und es darf nicht dazu führen, dass einer den anderen abwertet. Es geht nicht um Vergleiche, aber grundsätzlich, ganz grundsätzlich ist Bildung eine wertvolle Sache. Und ihr werdet merken, wenn ihr bestimmte Dinge erfahrt und wisst, dass ihr die bisher nicht gewusst habt, verändert es sofort euer Denken. Nicht von heute auf morgen, alles braucht seine Zeit. Der Engländer sagt, take your time. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Das ist ein Recht. Und es ist auch dein Recht, jetzt gegenüber mir skeptisch und vorsichtig zu sein. Ich möchte euch nicht überreden. Das darf ich auch nicht und will ich gar nicht. Ich will euch anregen, den Tellerrand ein bisschen anstoßen und im besten Fall überzeugen. Die Erzählung von Adam und Eva ist deswegen so besonders wichtig,
weil sie eben am Anfang der Bibel steht, mit dem ersten Kapitel zusammen. Es gibt viele Gründe zu sagen, so wie man die Erzählung von Adam und Eva versteht, so versteht man auch die gesamte Bibel. Das heißt, an den ersten drei Kapiteln der Bibel entscheidet sich wahnsinnig viel. Das sind nicht irgendwelche Kapitel, es sind grundlegende Kapitel. Und es ist eine Daueraufgabe der christlichen Erwachsenenbildung, die wichtigsten Basisinformationen zum Verständnis dieser grundlegenden Erzählungen in der Christenheit weiterzugeben. Die Aufgabe der christlichen Erwachsenenbildung, eine Predigt genügt dazu nicht. Die Predigt ist sehr wichtig. Es gibt evangelistische Predigten, die liebe ich auch. Ich bin gerne evangelistisch tätig. Es gibt die seelsorgerliche Predigt, auch sehr wichtig.
Und es gibt die Lehrpredigt. Aber selbst die Lehrpredigt ist eine Predigt. Und ja oft auch von einer gewissen zeitlichen Struktur, weil es anders nicht geht. In den Volkskirchen ja oft sehr knapp 20 Minuten. Da kann man solche Dinge nicht behandeln. Es ist vollkommen ausgeschlossen. Und deswegen ist die Erwachsenenbildung gefragt. Dann kann man ganze Wochen und Abende sich mit diesen Fragen beschäftigen. Also den Vortrag, den ich jetzt halte, der liegt auf der Ebene der christlichen Erwachsenenbildung. Ein erstes Kapitel. Ich sag mal die Überschrift von diesem Kapitel, und dann geht's los. Die Überschrift heißt, die Bedeutung des Begriffs Anfang hat sich seit ungefähr 200 Jahren ganz stark verändert.
Ich sag's noch mal. Der Bedeutungsinhalt des Wortes Anfang hat sich in der modernen Zeit grundlegend geändert. Wir haben heute ein anderes Verständnis von dem Wort Anfang wie in der Antike. Und das ist das Erste, was man klären muss. Christliche Ausbildungsstätten, die diesen Punkt, den ich jetzt kläre, nicht klären, können die schweren Missverständnisse, die ein moderner Mensch gegenüber den biblischen Anfangserzählungen hat, nicht verhindern. Dieser Punkt ist unüberspringbar und der erste Punkt, der geklärt werden muss. Seit ungefähr 200 Jahren beschleunigt sich der geschichtliche Wandel. Und das ist der entscheidende Einstieg. Die Welt hat sich immer schon gewandelt, die Gesellschaft, die Ägypter und Griechenrömer.
Aber ganz langsam, es hat sich auch die Welt, ich meine mit Welt immer die Gesellschaft, die Kultur, auch zwischen 3500 vor Christus und 3000, ja, da gibt's auch einen geschichtlichen Wandel. Und sagen wir mal, zwischen 800 vor und 300 vor auch und zwischen 200 nach und 700 nach auch. Aber zwischen 1500 und 2000 hat sich die Welt auf eine Weise gewandelt, wie niemals zuvor. Das ist die Entwicklung der modernen Gesellschaft. So viel, wie sich zwischen 1500 und 2000 gewandelt hat in diesen 500 Jahren, hat sich noch niemals, auch nicht mal fünf Prozent, die Welt in früheren 500-Jahres-Abschnitten gewandelt. Es kam also zu einer enormen Beschleunigung
des geschichtlichen Wandels. Ich sag manchmal den Studierenden, das ist ein bisschen übertrieben, das ist ein kleiner Joke, aber er hat einen echten Kern, wenn ihr euch informieren wollt, ihr 20- bis 25-Jährigen über den Musikgeschmack der 13-Jährigen, da müsst ihr schon eine Fachzeitschrift lesen. So ändert sich der Musikgeschmack der 13-Jährigen bis zu den 22-Jährigen. Und so was hat es aber in der Antike nicht gegeben. Ich will mal feststellen, wie kommt diese Beschleunigung, die es noch nie vorher gegeben hat? Also, ich sag mal noch mal mit anderen Worten, den geschichtlichen Wandel hat es schon immer gegeben. Aber er war früher jahrtausendelang so langsam, dass man ihn innerhalb einer Lebensspanne zwischen Geburt und Tod nicht gemerkt hat. Die Lebenserwartung war ja früher auch viel geringer, 35 bis 40 Jahre. In einer Spanne von 40 Jahren
konnte der Mensch den geschichtlichen Wandel nicht spüren. Deswegen waren ja auch die älteren Menschen, die Alten, die Autoritäten, denn sie hatten am meisten Erfahrung. Heute haben es die alten Menschen schwer, weil sie kapieren die Welt ihrer Enkel nicht mehr. Das war aber früher gerade andersrum. Gut, wie kam das? Es hat zwei Ebenen. Also, alles, was ich jetzt sage, könnte man sagen, was hat denn das mit dem Thema zu tun? Da darf ich dir sagen, entscheidend viel war es nur ab. Also, wie setzt sich dieser Wandel in Gang? Das sind zwei Ebenen. Einmal ist es die Ebene der Entdeckungen und Erfindungen. Und die andere Ebene ist die politisch-gesellschaftliche Veränderung. Und das hängt miteinander zusammen. Die Ebene der Entdeckungen und Erfindungen und dann der gesellschaftliche Wandel. Ich will mal ganz kurz zu der Ebene der Entdeckungen und Erfindungen.
Im späten Mittelalter entdeckte man die Brille. Dann entdeckte man den Kompass. Und dann entdeckte man die mechanische Uhr. Jetzt überlegt euch mal kurz, was das für Folgen hat. Also, ich sage es noch mal. Man entdeckte zum ersten Mal in der Welt die Brille. Da bin ich persönlich aber froh für diese Entdeckung. Dann entdeckte man den Kompass. Und nur mit dieser Entdeckung wird eine Hochseeschifffahrt möglich. Man hätte sonst auch Amerika gar nicht entdecken können. Und man entdeckte die mechanische Uhr. Jetzt gibt es an den Kirchtürmen eine Uhr. Und der Bauer auf dem Feld, der bisher nur eine Sonnen- oder eine Sanduhr in der Nacht hatte, konnte jetzt sehr exakt die Pünktlichkeit lernen. Dann geht es weiter.
Diese drei Entdeckungen stoßen mittel- und langfristig an. Dann aber kommt die Entdeckung des Buchdrucks Guttenberg 1453. Und dann die Entdeckung Amerikas. Dann aber gar 1492, 1993. Dann gar nicht viel später, 50 Jahre, was sind 50 Jahre im Vergleich zu früheren Jahrtausenden, entdeckte Copernicus, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Nicht die Sonne um die Erde. Das hat noch niemals ein Mensch gewusst. Das ist eine Entdeckung. Das ist die copernikanische Wende. Dann geht es aber weiter. Wir müssen jetzt mal ins Militär rein. Denn die Kriege haben die Welt auch sehr verändert. In dieser Zeit, es wird jetzt immer schneller, immer gleichzeitiger,
es wurden auch früher Dinge entdeckt, aber im 500-Jahres-Abstand oder im 100-Jahres-Abstand. Aber diese Entdeckungen sind dermaßen so was wie Copernicus, Galilea, Galilei, Kepler. Jetzt gehen wir mal in die Militärgeschichte. Es wurden in dieser Zeit drei militärische Entdeckungen gemacht, die die Welt vollkommen verändert haben. Man entdeckt erstens das Schießpulver. Und damit konnte Kolumbus mit 40 Leuten gegen 10.000 Azteken, hatte er keine Probleme. Die sind panisch davongelaufen. Die haben gegen 20 Gewehre nichts machen können mit ihren Pfeilen. Reichen ja gar nicht so weit. Dann aber kommt die Entdeckung der Granate, die Attillerie. Man entdeckt das Geschützrohr. Damit hat Napoleon sechs Geschütze gehabt. Damit hat er aber in Ägypten sofort gewonnen, gegen 30.000 Leute.
Weil die wussten gar nicht, was eine Granate ist. Die explodiert, die sind in Panik. Die Türken standen zweimal vor Wien. Aber mit der Entdeckung der Granate und der Attillerie hat man die Türken, das meine ich ganz türkenfreundlich, ich habe ja ein freundschaftliches Verhältnis zum Islam. Also mit der Entdeckung der Granate und des Geschützrohrs hat man die Türken aus Europa hinausgeballert. War nichts gegen Attillerie, kommt's nicht an. Dann entdeckt man den Blutkreislauf. Hat noch nie ein Mensch vorher gewusst. Natürlich, wenn man verletzt, fließt Blut raus. Aber ein Blutkreislauf, das hat keinen Sinn. Das entdeckt ein italienischer Arzt, die weiß nicht genau, so um 1600 herum, zum ersten Mal. Ihr müsst euch mal vorstellen, was das für medizinische Folgen hat.
Dann entdeckt man die Narkose. Dann entdeckt man die Maschine, die Turbine. Jetzt entsteht das Maschinenzeitalter, die Industrialisierung, die Dampfschifffahrt. Man entdeckt die Fotografie. Könnt ihr euch vorstellen, was Fotografie, was das für eine Bedeutung hat? Man entdeckt den elektrischen Strom, die Eisenbahn, das Telegramm, das Radio. Ja, das ist der historische Wandel. In einem Tempo. Ihr kapiert ja auch schon die neuesten Internet-Sachen nicht mehr. Ändern sich ja heute alle drei bis fünf Jahre. Und es wird sich immer noch weiter beschleunigen. Also, das Wesen der modernen Welt, wenn ihr wirklich an eurer Welt mit Verstehen teilnehmen wollt, das Wesen der modernen Welt liegt in der Beschleunigung des historischen Wandels.
Gehen wir mal auf die gesellschaftspolitische Ebene. Ungefähr um 1850 wohnten in Deutschland zum ersten Mal in der Weltgeschichte mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Hat's noch niemals gegeben. England und Frankreich ähnlich, die entwickeln sich ungefähr, England sogar am weitesten, am schnellsten. Also, durch die Industrialisierung kommt die Verstätterung. Jahrtausende lang lebten 95 Prozent der Menschen auf dem Land und lebten von der Landwirtschaft. Weil es gab keinen Kunstdünger, keine Bewässerung, nicht diese moderne Möglichkeit der Bewässerung und diese moderne Technisierung der Landwirtschaft mit Traktor, Eisenflug, Gewächshäuser. Heute können 20 Bauern 100.000 Leute bald ernähren. Aber früher ernährten 200 Leute auf dem Land halt 200 Leute auf dem Land. Aber durch die Technisierung der Landwirtschaft
genügt es, wenn wir fünf Prozent Bauern haben, die können die anderen 95 Prozent ernähren und die können in die Stadt ziehen. Es entsteht das allgemeinbildende Schulsystem. Zum ersten Mal in der Weltgeschichte gehen alle Jungen und sogar Mädchen in die Schule. Jahrelang. Dann gibt's eine Berufsschule. Dann entsteht aus der Großfamilie die Kleinfamilie, die in Mietwohnungen in der Stadt lebt. Ja, das hat es jahrtausendelang nicht gegeben. Es entstehen die Parteien, es entstehen die Gewerkschaften, es entsteht die Presse, es entsteht die Kriminalistik, es entsteht die Zivilgesellschaft, es entstehen Menschenrechte, es entstehen Verfassungen. Und zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte können alle Menschen, alle erwachsenen Menschen ihre politischen Führer wählen und auch wieder abwählen.
Ja, das hat's auch noch nie gegeben. Also, ich hör mal so auf. Ohne, dass ihr das Gewicht dieser Hinweise angemessen würdigt, könnt ihr die ersten drei Kapitel der Bibel unmöglich verstehen. Sag ich euch gleich, warum. Es ist wirklich eine Bildungsfrage. Durch diese Veränderungen, die ich jetzt nur ganz kurz skizziert habe, ändert sich das Verhältnis des Menschen zur Vergangenheit. Bisher, jahrtausendelang, waren alle Gesellschaften Traditionsgesellschaften. Sie lebten von der Vergangenheit. Die Vergangenheit war der Speicher, wo die Erfahrungen der Väter und der Vorväter gesammelt wurden. In der Tradition wird gesammelt, was sich bewährt hat. Und die ganze Erziehung war immer an der Tradition.
Tradition ist nur ein anderes Wort für Vergangenheit, meint aber, die Vergangenheit ist die Grundlage. Die Gegenwart ist wackelig, und die Zukunft weiß man nicht. Die schwierige Gegenwart wurde bewältigt. Man hat das Leben bewältigt in der Kraft der Vergangenheit. Die Vergangenheit war die Grundlage. Nicht nur ein zeitlicher Abstand, sondern die Grundlage. Das ist der Unterschied. In der Kraft der Vergangenheit hat man die Gegenwart bewältigt. Jetzt aber wird die Vergangenheit zu der Zeit, wo es noch keine Fotografie gab, kein Telegramm gab, keine Gewerkschaften gab, keinen Buchdruck gab. Was war denn das für eine beschissene Zeit? Die Schüler sagen immer, da hat der Cäsar in der Zeitung gelesen. Es gibt halt noch keine Zeitung beim Cäsar. Jetzt müssen die Schüler immer lernen, diese blöde Vergangenheit, was war denn das für eine dumme Zeit?
Der moderne Mensch fühlt sich der Vergangenheit natürlich überlegen. Es entsteht der gastige historische Graben. Die Vergangenheit rückt immer weiter weg. Bisher waren die ganz dicht beieinander. Man muss sogar so sagen, die Vergangenheit ist die Grundlage. Und da drauf war die dünne Gegenwart. Aber jetzt ist die, wo ist sie denn? Ach so, da hinten, da ist die Vergangenheit. Also die Vergangenheit ist jetzt aber wirklich vergangen. Also es ändert sich das Verhältnis des Menschen zur Vergangenheit. Das müsst ihr kapieren. Bisher war die Vergangenheit ein Schutz, eine Stärke. Sie vermittelte Geborgenheit. Aber jetzt kann die Vergangenheit nicht mehr die Hilfe sein, die sie bisher war. Denn die Vergangenheit ist so weit weg, es hat sich so viel seitdem geändert. Wer zu spät kommt, der verpasst das Leben. Und wer zu arg an der Vergangenheit hängt, der kapiert die Gegenwart nicht mehr.
Denn es beschleunigt sich immer schneller der Wandel. Und das verändert unsere Erzählformen. Jahrtausende lang erzählte man Ethologien, Legenden, Sagen, Märchen und Fabeln. Jetzt aber kommt die Reportage, die Recherche, der Bericht und der Roman. Also schauen wir, das ist ein Wandel. Warum erzählt man jetzt eigentlich nicht mehr die Geschichte? Warum erzählt man jetzt eigentlich nicht mehr Märchen, Sagen, Legenden und Fabeln? Gibt schon noch so, aber hat nicht mehr diese tragende Bedeutung. Warum? Weil in Märchen, Legenden und Sagen gibt es keinen geschichtlichen Wandel. Märchen erzählen die Welt, als ob sie immer die gleiche bleibt. Und deswegen kann man in Märchen, Sagen und Legenden
die moderne Welt nicht mehr interpretieren. Denn in den Märchen, Sagen und Legenden gibt es noch nicht das Phänomen des geschichtlichen Wandels. Jetzt komme ich auf unsere Erzählungen. Die Vergangenheit war also jahrtausendelang die Grundlage. Wenn wir heute das Wort Anfang benutzen, als Menschen, die im beschleunigten Wandel stehen, da ist Anfang jetzt zeitlich gemeint. Wir sagen jetzt, ohne dass euch das bewusst ist, es gibt eine Entstehung der Welt. Wie ist die Welt entstanden? Und wir meinen das zeitlich. Das sagen jetzt manche vor 6000 Jahren oder vor sechs Milliarden Jahren. Das Wort Anfang ist zeitlich geworden. Doch früher gab es mal einen Anfang, einmalig, unwiederholbar. Und je länger die Zeit geht, desto weiter ist der Anfang zurück. Das ist das moderne Verständnis von Anfang. Das gibt es aber erst seit 150 Jahren.
In der Antike, in der Bibel, bei den Griechen, bei den Römern, bei den Lateinern ist Anfang was anderes. Es ist die Grundlage. Anfangsgeschichten sind Grundlagengeschichten. Da geht es gar nicht um die Entstehung der Welt, sondern es geht um die Grundlagen der Welt. Das ist doch viel wichtiger. Also gehen wir mal zum Hebräischen. Im Hebräischen heißt im Anfang Bereshit. Und Bereshit meint die Grundlagen. Rehshit kommt von Roch, Roch HaShanah oder so. Und Roch heißt das Haupt. Der Anfang ist das Haupt und gemeint ist, und so war es ja auch in der Tradition, in der Überlieferung der Väter, das ist das, was sich bewährt hat. Die Vergangenheit ist die Grundlage, nicht irgendein fernes Event. Die Vergangenheit wird viel mehr geschätzt. Alt war in jeder Hinsicht positiv.
Wisst ihr die Worte veraltet oder altmodisch? Ja, die kann es erst seit 100 Jahren geben. In der Antike wäre ein Wort wie veraltet vollkommen undenkbar. Denn je älter, desto wichtiger, desto grundlegender. Also ein völlig anderes Verhältnis zur Vergangenheit. Respekt, niemand hat sich überlegen gefühlt über frühere Generationen. Die sind ja die Grundlage. Im Griechischen heißt Anfang Arche. Da kommt zum Beispiel unser Wort Archäologie her. Archäologie gibt es in der Antike gar nicht. Da wird nicht nach Fossilien gegraben, die wissen gar nicht, was die Interesse... Es gibt es einfach nicht. Archäologie entsteht so 1780. Ist nämlich zeitlich gemeint. Archäologie fragt wirklich zeitlich, wie hat es historisch begonnen?
Das historische Denken gibt es aber auch erst seit 200 Jahren. Mit dem beschleunigten Wandel, ohne eine Beschleunigung des Wandels, die man im eigenen Leben leibhaftig erfährt. Neue Entdeckungen, jetzt gibt es vor allem eine Fotografie, und jetzt gibt es da in Nürnberg eine Eisenbahn. Jetzt spürt man wirklich den Wandel. Also in Archä wird der Wandel noch in erster Linie nicht zeitlich verstanden, sondern als Grundlage. Zum Beispiel Robert Jung verwendet Archä für archätypisch. Das sind archätypische Bilder. Das sind nicht Bilder, die vor langer Zeit mal irgendwann in einem bestimmten zeitlichen... Nein, das sind grundlegende Bilder. Die Bilder, die überdauern Jahrtausende. Archätypische Bilder, für die sind tausend Jahre gar nichts. Sie bilden die Grundlage unserer Fantasie und unserer Bilderwelt archätypisch. Aber noch viel wichtiger ist das Wort Architektur.
Da geht es nicht um Archäologie, sondern um Grundlagen. In der Architektur, wir haben ja Architekten unter uns, die interessieren sich für Fundamente, auf die man dann wirklich was aufbauen kann. Und deswegen heißt es in der Bibel, vor Grundlegung der Welt. Was hat denn das mit Entstehung der Welt zu tun? Eigentlich gar nichts. Darum geht es gar nicht in den Geschichten. Die Anfangsgeschichten der Bibel erzählen von den Grundlagen der Welt. Denn die Vergangenheit ist die Grundlage. Es heißt, es geht da nicht darum, wann und wie ist schon mal vor tausenden von Jahren was entstanden. Darum geht es gar nicht. Sondern worauf baut sich das Haus der Welt auf? Was sind wirklich die Grundlagen? Worauf kannst du dich verlassen? Was hält das Leben am Leben?
Das sind die Fragen. Was sind die Grundlagen der Welt? Was trägt dich? Was trägt dich? Worauf kannst du dich verlassen? Was hält das Leben am Leben? Das sind die Fragen, wenn antike Menschen nach dem Anfang fragen. Denn der Anfang ist nicht zeitlich gemeint, sondern qualitativ. Und wenn das durch Bildung nicht vermittelt wird und wenn bestimmte Kreise sich davon abschotten, dann darf man sich nicht wundern, welche Missverständnisse. Wenn diese Basisinformation nicht wirklich mit Engagement einfach und leidenschaftlich weitergetragen wird, kann man die ersten drei Kapitel der Bibel zwangsläufig nur missverstehen. Ich will noch an dem Punkt ein paar weitere Dinge ergänzen. Also die biblische Rede von Anfang heißt, vor Grundlegung der Welt.
Da kann ein Naturwissenschaftler nicht viel damit anfangen. Ich will jetzt mal belegen, biblisch, ich will ja versuchen, ob es vielleicht gelingt, dass ihr irgendwann mal biblisch werdet. Also ich meine, ich bin auch noch nicht so richtig biblisch, aber ich bin schon ein bisschen mehr wie vor 20 und 40 Jahren. Und ich arbeite leidenschaftlich daran, die biblische Botschaft so zu verstehen, wie sie gemeint ist und nicht wie wir gern hätten, dass sie für uns an unserem religiösen Gebäude bitteschön so... Ich hätte gern die Bibel, meine fromme Bedürfnisse, sagen, ich möchte mal bitte eine fehlerlose, klare Bibel, mein frommes Herz verlangt es. Das ist ja eigentlich eine Herrschaft über die Bibel. Also in der Bibel steht zum Beispiel folgender Satz, und zwar am Anfang im Buch der Sprüche. Das ist praktisch das Thema des Buches der Sprüche. Dieser Satz kommt auch zweimal wörtlich vor und der heißt,
die Gottesfurcht oder besser gesagt, die Furcht Gottes ist der Anfang der Weisheit. Das ist ein antiker Satz, das ist ein hebräischer Satz. Die Furcht Gottes ist der Anfang der Weisheit. Meint ihr, dass es bloß was für Anfänger ist? So in einer kleinen zeitlichen Anfangsphase, also die Gottesfurcht ist was für Anfänger. So sagen ja wir, das Wort gibt es in der Antike nicht, Anfänger. Das setzt ja ein zeitliches Verständnis voraus. Nein, was ist dann für Fortgeschrittene? Was ist denn besser als Gottesfurcht? Gar nichts, denn in der Bibel ist völlig klar, die Gottesfurcht ist die Grundlage aller Weisheit. Nicht der Anfangsphase. Also ich habe jetzt wenig Zeit, ich könnte euch 50 Stellen vorstellen, wo man genau merkt, wenn das Wort Bereschit Anfang oder Reschit Anfang kommt,
das ist fast immer Grundlage gemeint. Die Gottesfurcht ist die Grundlage der Weisheit. Oder wir sagen in den landeskirchlichen Gottesdiensten ganz oft, evangelisch und katholisch, wie es war im Anfang, jetzt und immer da. Komisch. Man müsste doch sagen, wie es war im Anfang und seitdem nie wieder. Weil wir verstehen doch der Anfang als, da war mal früher, schon lange ist her, irgendein Ereignis, aber das kommt nie wieder, so war es ja nur am Anfang. Wenn man das zeitlich denkt, dann ist der Anfang ein einmaliges, unwiederholbares Ereignis, das immer weiter wegrückt. Nein, wie es war im Anfang, jetzt und immer da. Denn der Anfang ist die Grundlage. Gut, das ist der erste Baustein. Eine christliche theologische Ausbildungsstätte,
die diesen ersten Baustein ihren Schülern vorenthält, kann keine Bildung vermitteln. Jetzt kommt der zweite Baustein. Wir müssen uns dem hebräischen Wort Ha-Adam zuwenden. Es ist ein hebräisches Wort. Was bedeutet das Wort Ha? Das ist der Artikel. Es gibt im Hebräischen einen Artikel, einen einzigen, der heißt Ha. Und Adam ist dann das Substantiv. Kleingeschrieben, bitte nicht großschreiben. Und bitte auf der zweiten Silbe betonen. Die hebräischen zweisilbigen Worte betont man in aller Regel auf der zweiten Silbe. Apa, Apa ist eine schwedische Popgruppe. Amen, David. Thora, bitte sagt nicht Thora. Es heißt ja auch Moschee.
Ihr sagt ja nicht Moschee. Es heißt ja auch Koran. Ihr sagt ja nicht Koran. Also sagt bitte auch nicht Thora. Okay, Adam, Ha-Adam. Was bedeutet dieses Wort? Das wollen wir jetzt mal klären, weil das müssen wir klären. Sonst können wir die Geschichte, diese Anfangsgeschichte von der Grundlage der Menschheit, es ist eine Geschichte vom Anfang der Menschheit, in unsere Sprache übersetzt, die Grundlagen des Menschseins. Darum geht es. Also ich muss jetzt einiges zur hebräischen Sprache sagen. Die europäische Intelligenzia, die europäische und nordamerikanische Elite-Bildungsgruppe, kennt leider kein Hebräisch. Wir lernen Englisch, wir lernen Französisch, wir lernen Spanisch, wir lernen Portugiesisch und wir lernen Russisch und neuerdings auch Chinesisch.
Ich bin da auch dafür. An den Gymnasien der Bundesrepublik lernt man am häufigsten Englisch. Sehr oft Französisch, man lernt auch Latein, man kann aber auch Spanisch lernen, man kann Russisch lernen und es gibt auch schon Chinesisch-Kurse. Aber wo lernt man eigentlich Hebräisch? Die Kenntnis der hebräischen Sprache gehört leider, leider nicht zur europäischen Bildung. Und das rächt sich gleich mal bei Ha-Adam. Also gehört es zu den großen Aufgaben der christlichen Erwachsenenbildung, dass die Christen wissen, was Ha-Adam bedeutet. Und das versuche ich jetzt mal in 10 bis 15 Minuten. Das ist schon mal mehr wie nichts, aber ihr wisst, ich habe jetzt wenig Zeit. Also, jetzt ereignet sich für manche etwas, was sich für viele PH-Studenten ereignet hat
und bei mir auch. Ich weiß heute noch, als ich das zum ersten Mal im Leben hörte, was Ha-Adam bedeutet. Das vergesse ich nie wieder. Nur in der Universität habe ich das gehört, niemals vorher. Und ich habe sofort gemerkt, allein wenn man das weiß, das setzt einen Lernprozess in Gang. Gut, also ich sage euch jetzt mal vier Basisinformationen zu Ha-Adam. Ha-Adam ist kein Name, es ist eine Gattungsbezeichnung, weil es hat ja ein Artikel. Namen haben im Hebräischen, im Griechischen, im Italienischen, im Lateinischen und im Deutschen kein Artikel. Ich sage ja nicht, ich bin der Siegfried. Kinder sagen das manchmal. Man sagt nicht Ha-David, Ha-Hiskia. Nein, Namen stehen immer ohne Artikel.
Gattungsbezeichnungen haben aber einen Artikel. Jetzt Ha-Adam kommt im Alten Testament viel öfters vor, als ihr vermutet. Wenn ihr das Alte Testament nicht hebräisch lesen könnt, könnt ihr das leider nicht erkennen. Ich will jetzt nicht sagen, ihr armen Säcke, ich habe es ja auch nicht gewusst. Aber deswegen muss man es ja in der Erwachsenenbildung... Ich kann ja auch nichts dafür. Es ist ja keine Arroganz, wenn ich das sage. Es ist eine Aufgabe der Erwachsenenbildung. Das Ha-Adam kommt im Alten Testament genau 560 mal vor. Davon in der Erzählung Genesis 1 bis 3 32 mal. Von 560. Das weiß kein Bibelleser. Woher soll er es auch wissen? Dass Ha-Adam viel mehr außerhalb der Erzählung von Adam und Eva vorkommt,
wie innerhalb der Erzählung. Die Vorkommnisse in Genesis 1 bis 5, da nehme ich jetzt sogar die Geschlechtsregister dazu. Die Zahl, das sind 32 Belege von... Entschuldigung, vielleicht habe ich einen Fehler gesagt. 32 mal in Genesis 1 bis 5 und 24 mal in der Erzählung von Adam und Eva. 32 mal in Genesis 1 bis 5. Das sind aber nur 6%, 6% der Vorkommnisse von Ha-Adam. Also, warum merkt man das nicht? Weil außerhalb der Erzählung von Adam und Eva. Das hört sich dann an, wie wenn... Ich kenne eine Frau, die heißt Eva sowieso. Ich will ihren Namen nicht sagen. War nicht die geliebte Eva Braun von Hitler? Oder Adam Harasiewicz. Erst nach der Bibel werden diese Auströge zu Namen, zu Personennamen, zu Vornamen.
Das hat überhaupt nichts mit der Bibel zu tun. Viel später entsteht sowas. Also, viel häufiger außerhalb der Erzählung von Adam und Eva. Und das kann man deswegen nicht erkennen, weil außerhalb der Erzählung von Adam und Eva und außerhalb der Geschlechtsregister, das sind auch nur 3 Stellen, wird in jeder Bibelübersetzung Ha-Adam mit Mensch übersetzt. Und deswegen merkt man gar nicht, dass jeder Mensch Adam ist. Also, das kann man im Deutschen, im Englischen, im Französischen, im Spanischen, im Portugiesischen und im Russischen nicht erkennen. Man kann es nur im Hebräischen erkennen. Ich kann nichts dafür. Gut, also die erste Erkenntnis ist, Ha-Adam kommt 560 mal vor. Nur 6% davon in den Anfangskapiteln der Bibel.
Zweitens, einen speziellen Personennamen Adam für eine bestimmte Einzelperson gibt es nicht. Diese Person in der Erzählung von Adam und Eva heißt genauso Adam wie an 1000 anderen Stellen. Es steht immer das gleiche Wort Ha-Adam. Warum sollte es hier was anderes bedeuten wie in 500 anderen Stellen? Dann also, wenn Adam mit Artikel steht, kann es gar kein Name sein, sondern es ist eine Gattungsbezeichnung. Es gibt im Alten Testament 8 Stellen, wo Adam ohne Artikel steht. 8 von 560. Aber das sind spezielle Fälle, die sind alle gründlich untersucht. Keine Sorge, man untersucht ergebnisoffen, denn man will ja herausfinden, was es bedeutet. Also die Stellen, ich könnte die auswendig sagen, sie sind, manchmal weiß man es gar nicht genau. Es könnte sogar auch mal ein Versehen sein, Schreibfehler, dass man es vergessen hat,
könnte bei manchen Stellen sein und bei anderen kann man das schon erklären. Aber wir halten uns jetzt mal nicht mit diesen 8 Stellen auf. Sie heben auch das nicht auf, was ich sage, von den 552 anderen Stellen. Wenn im Hebräischen ein bestimmter Einzelmensch gemeint ist, also nicht nur irgendein Einzelmensch, sagen wir mal, ein Mensch, der leichtsinnig über die Straße geht, handelt leichtsinnig. Da ist ja, wenn man sagt, ein Mensch, nicht ein bestimmter biografischer Einzelmensch, sondern irgendein Mensch, das kann Ha-Adam schon bedeuten. Also Ha-Adam kann einen einzelnen Menschen bedeuten, aber irgendeinen einzelnen Menschen, nicht einen bestimmten, ein Exemplar der Gattung. Aber Adam kann auch viele Menschen bedeuten und Ha-Adam kann auch die ganze Menschheit bedeuten. Es heißt immer Ha-Adam. Ha-Adam kann man nicht in Plural setzen, er steht immer in Singular, es ist ein kollektiver Singular.
So wie du auch, ja, ist ja egal. Gut, und dann, man kann Ha-Adam auch nicht deklinieren. Es heißt einfach immer Ha-Adam. Jetzt möchte ich euch mal ein paar Stellen, die habe ich mehr oder weniger zufällig ausgewählt. Ich könnte die Stellen auch verzehnfachen. Julia liest euch jetzt mal vielleicht so fünf oder zehn Stellen, ich höre mir das mal an. Und ihr kriegt jetzt also irgendwelche Sätze außerhalb der Erzählung von Adam und Eva bewusst. Und da steht genauso Ha-Adam wie in der Erzählung. Und ich übersetze jetzt mal Ha-Adam nicht, sondern ich lasse es so hebräisch stehen, weil nur dann könnt ihr spüren, ach so, das heißt im Hebräischen auch Ha-Adam. Julia, ich bleibe mal in der Nähe, weil ich will es kommentieren. Und es geschah, als sich Ha-Adam auf der Erde zu vermehren begann und ihnen Töchter geboren wurden,
da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter Ha-Adam waren. 1. Mose 6, Vers 1. Das ist also gar nicht weit weg von der Erzählung 1. Mose 6, da kommt es zu merkwürdigen Verbindungen zwischen Menschentöchtern und irgendwelchen anderen. Also, ließt mal diesen Satz, achtet mal auf Plural, gell. Und es geschah, als sich Ha-Adam auf der Erde zu vermehren begann und ihnen Töchter geboren wurden, Also, es geht einfach weiter, als sich Ha-Adam zu vermehren begann und ihnen, jetzt heißt es einfach ihnen, es können ja Tausende sein, oder es ist ja schon sechs, da gibt es schon ganze Städte und so, und ihnen Töchter geboren wurden, ja, ich rede nochmal. Da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter Ha-Adam waren. Die Töchter Ha-Adam, also man muss übersetzen, die Töchter der Menschen. Und so übersetzt es auch jede Bibel und deswegen merkt ihr nicht, dass da Ha-Adam steht, gell.
Da kam alles Fleisch um, das sich auf der Erde regte, an Vögeln, an Vieh, an wildem Getier und an allem, was da wimmelte auf Erden und alle Ha-Adam. 1. Mose 7, Vers 21. Alle Tiere, alle Vögel und alle Ha-Adam. Wer das Blut von Ha-Adam vergießt, dessen Blut soll durch Ha-Adam vergossen werden. 1. Mose 9, Vers 6. Es steht natürlich in jeder Bibel, wer das Blut eines Menschen vergießt, aber es ist kein bestimmter Mensch, sondern es gilt für jeden Menschen. Wer das Blut Ha-Adam vergießt, dessen Blut soll durch Ha-Adam vergossen werden. Wieder, auch durch einen Menschen, ja. Kein Ha-Adam kann Gott schauen und am Leben bleiben. 2. Mose 33, Vers 20. Kein Ha-Adam kann Gott schauen. Kann ja nicht eine bestimmte Einzelperson sein.
Wer einen toten Ha-Adam berührt, der wird sieben Tage unrein. 3. Mose 19, Vers 11. Also, es kann eine Einzelperson sein, wer einen toten Ha-Adam berührt, aber es ist kein bestimmter, biografisch unverwechselbarer. Gott ist kein Ha-Adam, das er lügt. 3. Mose 23, Vers 19. Gott, ihr lest in der Bibel, Gott ist kein Mensch, das er lügt. Heißt aber im Hebräischen, Gott ist kein Ha-Adam. Ha-Adam sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an. 5. Mose 16, Vers 7. Ich kenne jeder Christ, der Mensch sieht, was vor Augen ist. Heißt im Hebräischen Ha-Adam sieht, was vor Augen ist. Salomo war weiser als alle Ha-Adam. 1. König der Fünf Wettel. Julia, das hast du super gut gemacht. Salomo war weiser als alle Ha-Adam. Applaus
Okay, also, ich will mal zusammenfassen. Erster Baustein, die Bedeutung des Wortes Anfang hat sich grundlegend geändert. Und das müssen wir ins Blickfeld bringen, wenn wir die Anfangserzählungen der Bibel verstehen wollen. Ich möchte noch ergänzen, dass ich nicht unpräzise werde. Es gibt im Griechischen schon auch das Wort Reshit oder Archä im zeitlichen Sinne, aber nur so in Alltagsgeschäften. Also, der Anfang einer Reise, das ist wirklich zeitlich gemeint. Oder der Anfang eines Buches, ich fange an, ein Buch zu lesen, oder ich fange jetzt an mit meiner Erntearbeit. Da ist Anfang zeitlich so im Alltagsgeschäft, da geht man ja jetzt nicht in die Grundlagen des Lebens. Aber sobald, also in Vertragstexten, in kaufmännischen Texten, da kann Anfang auch zeitlich gemeint sein.
Also, es ist schon möglich. Aber sobald es um grundlegende religiöse, philosophische Texte geht, wo es um die Grundlagen des Lebens geht, da heißt Anfang Ha-Adam. Und jetzt zweitens heißt Anfang Grundlage. Und das zweite Wichtige ist, Ha-Adam ist keine Einzelperson, sondern eine Gattungsbezeichnung. Ich will noch was anderes nachschieben, weil es ein gutes Beispiel ist. Es gibt also, im Hebräischen heißt Anfang Reshit, im Griechischen heißt Anfang Archä. Jetzt will ich aber noch aufs Lateinische kommen, weil da kann man das besonders gut illustrieren. Das Lateinische hat im Unterschied zum Hebräischen und zum Griechischen zwei Begriffe für Anfang. Nämlich, das Lateinische unterscheidet tatsächlich Anfang im qualitativen Sinn, Grundlage, und Anfang im zeitlichen Sinn, Beginn einer Sache. Anfang im Sinne der Grundlage heißt im Lateinischen in principio.
Anfang im Sinne des zeitlichen Beginns heißt in initio. Da kommt unser Wort Initialzündung, Initiative, das heißt initio. Und aus in principio entwickelt sich im Europäischen das Wort Prinzip. Jetzt ist interessant, wie übersetzt die lateinische Übersetzung, die Vulgata, die stammt aus dem fünften Jahrhundert, hat nun wirklich nichts mit moderner Theologie zu tun, wie übersetzt die Vulgata, die selber ein antiker Text ist, den hebräischen Satz, im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Das ist interessant. Die Vulgata übersetzt in principio creavit Deus, calum et terran, in principio, als Grundlage. Ist auch interessant, das Johannes-Evangelium,
im Anfang war das Wort, heißt in der Vulgata in principio erat verbum. Jetzt gehen wir mal ins Markusevangelium, da heißt es Anfang des Evangeliums von Jesus Christus. Und das ist hier zeitlich gemeint, weil jetzt kommt gleich Johannes, der Täufer, und mit dem geht es geschichtlich los. Also der erste Satz im Markusevangelium heißt Anfang des Evangeliums Jesu Christi, heißt in der Vulgata initio Jesu Christi, Evangelii, Evangelii Jesu Christi, initio Evangelii, Evangelii Jesu Christu. Also hier ist zeitlich gemeint. Also im Markusevangelium, völlig richtig, hier Ronimus, der die Vulgata übersetzt hat, war ein Sprach, ein großer Fachmann der Sprache, selber ein antiker Mensch, der wusste schon, was das bedeutet. Der erste Satz der Bibel in principio.
Ein Anfang im Sinne von principio kann man nicht datieren. Er ist gar nicht als Datum gemeint. Gut, also das sind so echte satte Belege und Argumente. Wer sie nicht wahrhaben will, beschädigt sich selber. Jetzt kommt der dritte Teil meines Vortrags. Ich mache mal eine Probe aufs Exempel. Überlegen wir mal, ob die Erzählung von Adam und Eva, die ich ja relativ gut kenne, ich glaube, dass ich das sagen kann, ich habe mich mit der Erzählung beschäftigt, ich weiß nicht, wie lange du dich damit beschäftigt hast, aber ich habe mich immer damit beschäftigt. Also jetzt mache ich mal wirklich den Versuch, also ein Christ sagt mir, also Siegfried, diese Erzählung, es sind historische Tatsachenberichte, denn die Erzählungen der Bibel, wenn sie über die Vergangenheit sind,
das sind historische Tatsachenberichte und wer es so nicht liest, der nimmt die Bibel nicht ernst. Also dann sage ich, gut, lieber Bruder, wir machen mal die Probe aufs Exempel. Bei Sintflut haben wir es ja gemacht. Wir machen es jetzt mal hier auch. Wir stellen jetzt mal historische Fragen an diesen Text. Mal gucken, was passiert. Weil man kann sehr leicht allgemein sagen, die Erzählung von Adam und Eva ist historisch, das glauben wir und das ist erst Bibeltreue, das kann man leicht sagen. Aber jetzt gehen wir mal Vers für Vers durch. Kann das sein? Das machen die Christen gar nicht. Sie sagen einfach so von vornherein, das will ich so, das ist mein Gebäude. Aber jetzt machen wir mal wirklich die Probe aufs Exempel. Es gibt in der gesamten Erzählung von Adam und Eva, lest nach,
eigentlich nur eine einzige historische zeitliche Angabe. Also abgesehen von der Überschrift. In der Überschrift heißt es ja Antage als Jahwe Elohim. Und Antage kann auch bedeuten in der Zeit, weil der Hebräer hat so konkrete Begriffe. Also es ist auch keine normale Geschichtsangabe. Es geht ja um die Schöpfung. Also die Überschrift, klammern wir, jetzt ist ja auch keine genaue Zeitangabe, wann war es denn? Das würde mich historisch interessieren. Da rechnen manche Christen die Geschlechtsregister durch. Ja, warum steht es denn nicht hier? Wenn das eine historische Tatsachenerzählung ist, warum nennt dann der Erzähler nicht die historischen Daten? Mit der Geschlechtsregister, das ist ein anderes Kapitel, ich kann das nicht an einem Vormittag alles. Lassen wir mal die Geschlechtsregister für sich, die verdienen eigene genaue Untersuchungen. Aber ich erwarte von einer historischen Tatsachenbericht,
dass auch historische Daten genannt werden. Ist aber nicht. Und gucken wir die ganze Erzählung durch, dann heißt es einmal in der Abendkühle. Mehr Zeitliches gibt es nicht. Und das soll ein historischer Bericht sein? Merkwürdig. Ich frage jetzt mal zeitlich. Man kann übrigens noch sagen, noch nicht, noch nicht, noch nicht. Aber das ist nun mal, was viele leider nicht wissen, orientalische Erzähltechnik. Gibt es ja überall. Könnt ihr nicht einfach, das sind keine historischen Angaben. Also jetzt frage ich mal diesen Bericht wirklich historisch. Passt mal gut auf, ich nehme jetzt den Bericht wirklich ernst. Ich stelle jetzt an diese Textsorte historische Fragen. Genauso wie bei der Sintflutgeschichte. Und jetzt passt mal auf, was da passiert.
Wie lange, historisch, lebte eigentlich Adam im Garten Eden? Ich darf euch sagen, das würde mich historisch wirklich interessieren. Da erwarte ich auch von einem historischen Bericht eine echte Auskunft. Lebte Adam im Garten Eden ein Tag, eine Woche, ein Monat, ein Jahr, zehn Jahre? Weiß man nicht. Dann würde mich interessieren, wie lange lebte Adam im Garten Eden, bis er die Tiere erschuf? Also wie lange lebte er eigentlich ohne Tiere? Ein Tag, eine Woche, ein Monat, ein Jahr, zehn Jahre? Weiß man nicht.
Wie lange lebte Adam im Garten Eden, bevor er Eva bekam? Wie lange lebte er allein, ohne Frau? Wie lang? Ein Tag, eine Woche, ein Monat, ein Jahr, zehn Jahre? Könnt ihr mir das bitte sagen? Das würde mich interessieren, wenn es ein historischer Bericht ist. Aber jetzt wird es noch viel wichtiger. Viel wichtiger. Jetzt wäre es wirklich interessant. Wie lange lebte Adam und Hava, bevor sie gesündigt haben? Das wäre historisch interessant. Wie lange lebten sie denn ohne Sünde? Und mich würde historisch wirklich interessieren, wie lebt man denn ohne Sünde? Streitet man dann? Das wäre doch sowas von interessant. Wie war das eigentlich ohne Sünde?
Wie lange, wenn es doch um einen zeitlichen Anfang geht, historischer Tatsachenbericht, dann will ich ihn jetzt aber auch mal ernst nehmen. Wie lange lebten sie, bevor sie gesündigt haben? Ein Tag, eine Woche, ein Monat, ein Jahr, zehn Jahre? Weiß man nicht. Schade. Schade. Und das soll ein historischer Bericht sein? Glaubt ihr das wirklich? Gut, so weit zu den Zeitangaben. Ich kann nur sagen, mager, mager, extrem mager. So stelle ich mir eigentlich einen historischen Bericht nicht vor. Da werden ja die wichtigsten Angaben alle vergeigt. Der Bericht antwortet nicht, wenn man historische Fragen stellt. Weil diese Fragen wären so, wie wenn man ein Gedicht über den Wald fragt, wie viel Euro kostet ein Quadratmeter Tannenholz?
Der Bericht antwortet auf solche Fragen nicht. Diese historisch elementaren, wichtigen, berechtigten Fragen interessieren diese Textsorte nicht. Jetzt gehen wir mal zur Erschaffung des Menschen, historisch. Wir machen die Probe auf den Senkel. Also wenn du das schon bei mir behauptest, dann nehme ich deine Behauptung aber jetzt mal ernster wie du selber vielleicht. Jetzt, wo war denn die Erschaffung des Menschen? Wie lange hat sie gedauert? Wie weit stand Gott weg von Adam? Stellt euch so... Nämlich jetzt rattert es in den Köpfen, dass der Gott völlig vermenschlicht wird. Irgendwie schafft er doch ziemlich ähnlich wie so ein normaler menschlicher Töpfer. Man stellt sich das schon so vor. Ich habe auch ältere Menschen gefragt, die ja ein Leben lang... Ja, also Gott steht da irgendwie daneben und dann schafft er an dem Kerl da rum. Und so stellst du dir Gott vor.
Wie viel Erde hat er denn genommen? Ich meine, das würde mich historisch schon interessieren, wäre ja nicht uninteressant. Dann die Bäume. Stehen da also wirklich zwei aus Holz aufragende Bäume und die haben, der Baum der erkennt es, der hat eine Frucht. Und wenn man da reinbeißt, historisch reinbeißt, dann geben einem die Augen auf. Das ist aber eine eigenartige Frucht. Ich würde mal, wie sieht die aus? Dann der Garten Eden. Mich würde schon interessieren, wo war er denn? Ja, im Osten. Geht es auch ein bisschen genauer? Im Osten. So stellt er euch einen historischen Bericht vor. Ja, und wie groß war denn der Garten Eden? Also hatte er 1 Quadratmeter, 40 Quadratkilometer. Wo ist er denn?
Der Text antwortet nicht darauf. Und in diesem Garten fließt ein Strom. Also ich stelle mir so vor wie Mississippi, Nil, Wolga, in dem Garten ein Strom. Und der Strom, ich habe gelernt, der Niger teilt sich tatsächlich, aber es ist ja extreme Ausnahme, aber hier ist ganz klar, der Strom teilt sich. Und dann kommen Flüsse, aber Euphrat und Tigris sind ja gar nicht, entspringen ja gar nicht an einem Ort. Die Quellgebiete von Euphrat und Tigris sind 200 bis 300 Kilometer auseinander. Und man wusste sie ja auch gar nicht, weil sie hoch in Gebirgen liegen, wo kein Mensch nachguckt. Also ich sage euch, da müsst ihr schon schwer ackern. Jetzt gehen wir mal zur Erschaffung der Tiere. Wo fand die Erschaffung der Tiere statt? Wie viele Tiere waren es? Das würde mich aber schon interessieren. Ist ja auch mein Recht, wenn das ein historischer Text ist. Wie viele Tiere waren es eigentlich?
800, 8000, 80.000 oder 8 Millionen? Es geht ja um alle Tiere, alle Vögel des Himmels. Ja, wie viele waren es denn? Der Text meidet peinlich genau jede Auskunft. Wie lange hat es denn gedauert, die Erschaffung der Tiere? Und die Tiere führt Yahweh dann alle zu Adam. Also stellt euch das schon mal vor, 44.187 Vögel, Schnecken, Grashüpfer, Hyänen. Kommt, kommt. Adam, guck, das sind die Tiere. Also ich frage euch, bibelgläubigen Christen, ernsthaft. Stellt ihr euch das wirklich so vor? Meint ihr, dass dessen Gottesdienst ist, wenn ihr so denkt? Meint ihr, dass ihr der Bibel ein Gefallen tut? Meint ihr, dass das bibelgläubig ist? Dann die Erschaffung von Hawa aus einer Rippe.
Wo ist sie denn? Misst ihr fehlen? Und er baut wirklich. Dann gehen wir mal zur Schlange. Ja, die Eva spricht doch einfach mit der Schlange. Wisst ihr, von der Textsorte her, Gott kann ja alles. Ist schon klar, Gott kann alles. Es kommt die Methode, mit der kriegt man das wieder hin. Aber wisst ihr, Gott kann alles. Aber mich interessiert trotzdem, warum wundert sich Eva nicht mal, dass da eine Schlange spricht? Die spricht mit der Schlange so wie ich mit Julia. Das ist einfach das Normalste auf der Welt. Die Eva spricht mit der Schlange. Das ist in der Textsorte so. Das ist so. Und dann, der Mann wird Vater und Mutter verlassen. Adam hat doch, wenn er historisch genommen wird, gar kein Vater und Mutter. Wieso will denn der Kerl überhaupt kapieren, was ein Vater und Mutter ist? Wieso sagt Gott ausgerechnet zum einzigen Mann der Welt,
der kein Vater und Mutter Erfahrung hat, dass er Vater und Mutter verlassen soll? Könnt ihr mir das bitte ernsthaft erklären? Und dann geht Gott in der Abendkühle und Adam hört ihn. Er hat Gott ein Körpergewicht. Knirscht es, wenn er mit seinen Füßen, hat Gott Füße? Braucht Gott die Abendkühle? Also ich will mal an der Stelle sagen, die Erzählung von Adam und Eva hat sehr viele Anthropomorphismen. Das heißt, vermenschlichende Bilder von Gott. Die fehlen übrigens vollkommen in Genesis 1. Genesis 1 hat überhaupt keine Anthropomorphismen, also vermenschlichende Bilder von Gott. Aber in Genesis 2 pflanzt Gott, formt Gott, geht Gott, haucht Gott. Er wandelt in seiner Schöpfung. Er redet mit Adam.
In Genesis 1 redet Gott schon auch. Er schafft ja durch sein Wort ohne Material. Aber wenn Gott redet, weie hi ohr, es werde Licht, redet er nicht jemand an. In Genesis 1 ist Gott sehr transcendent. Er schafft nur durch sein Wort. Er hält sich nie in seiner Schöpfung leibhaftig auf. Verwandelt sich da Gott in eine Gestalt oder wie? Nein, sondern in der Erzählung von Adam und Eva zu dieser Textsorte gehören Anthropomorphismen. Das ist eine Stileigentümlichkeit dieser Ethologie. Gott besucht die Leute in der Schöpfung in seinem Garten. Und das, meinen Sie, ist historisch. Aha. Außerdem ist ja alles im Garten Eden bis heute wichtig. Weil wo ist denn da eine ferne Vergangenheit? Inwiefern ist denn Genesis 2 weit entfernt? Denn dass wir erschaffen sind, dass wir einen Lebensraum brauchen,
dass die Unterscheidung zwischen förderlichem und schädlichem die menschliche Unterscheidung ist, dass unser Verhältnis zu den Tieren wichtig ist und dass die Geschlechterfrage, wie verhält sich man und Frau, wichtig ist und wie das mit dem Schamgefühl eigentlich ist. Was ist denn da eine ferne Vergangenheit? Also deswegen möchte ich an dieser Stelle sagen, versucht doch, biblisch zu werden. Die Textgattungen ernst zu nehmen. Entwickelt auch ein bisschen Selbstkritik. Sucht nicht die Fehler nur bei den anderen. Niemand kann was für seine Tradition, ich nicht und du nicht. Wir konnten uns unsere Eltern nicht raussuchen. Wir konnten uns unsere religiöse Tradition nicht einfach raussuchen.
Jeder darf zu der Tradition stehen, zu der Kindheit und zu der Entwicklung, die er hat. Gott versteht unsere Entwicklung. Gott versteht jede Entwicklung. Und wir dürfen alle davon ausgehen, dass er barmherzig ist. Deswegen, du darfst gerne, ich auch, wir sind alle gleich, wir dürfen unsere Kindheit und unseren religiösen Werdegang schätzen. Die Menschen, die uns begleitet haben, haben es wirklich gut gemeint. Unsere Eltern haben es gut gemeint. Unsere Prediger haben es gut gemeint. Unsere Jugendkreise haben es gut gemeint. Aber jetzt müssen wir doch solche wichtigen, erwachsenen, bilderischen Informationen, müssen wir schon verarbeiten. Wenn wir jetzt abschotten, Regelmantel haut, juckt mir alles nicht, mag ich nicht, ist mir unsympathisch,
da müsste ich ja jetzt umlernen.
Kann die Erzählung von Adam und Eva historisch gemeint sein? | 3.5.2
Am Ende spricht Siegfried Zimmer über den Anfang. Er geht ans Eingemachte, macht sich ans Grundsätzliche, unternimmt einen sprachlichen Ausflug zu den Grundlagen der Welt. Ist die Geschichte von Adam und Eva, ist der biblische Schöpfungsmythos eine Abhandlung, die historisch-naturwissenschaftlich verstanden werden will? Oder geht es vielmehr um die Grundlage des menschlichen Lebens, um das grundsätzliche Verhältnis von Gott und Mensch und Welt? Zimmers These: Wie man diese Fragen beantwortet, ist entscheidend für das Verständnis der restlichen Bibel. Adam ist nicht Adam – Adam ist jedermann, ist jeder Mensch. Die Tür, die diese Erkenntnis öffnet, ist vielleicht erst einmal das Tor zu einer anderen Galaxie, aber letztlich das Tor zu unserer Galaxie und zu einem angemessenen Umgang mit den Texten der Bibel.