Paulus und die Weisheit: Zwischen griechischer Philosophie und göttlicher Offenbarung | 15.6.3
Fragt man nicht-religiöse Menschen, wie sie sich einen gläubigen Christen vorstellen, dann haben sie meist eine klare und eher unsympathische Vorstellung: politisch radikal seien die, wissenschaftsfeindlich und ziemlich naiv. Fundamentalistisch eben.
Wenn man Paulus so liest, könnte man tatsächlich den Eindruck bekommen, die Gläubigen sollten ihr Gehirn an der Kirchentür abgeben. Er schreibt davon, dass die Nachfolger Jesu ihre Weisheit ablegen müssen, dass die frohe Botschaft den Nicht-Gläubigen albern vorkommt, er fordert Gehorsam und Unterordnung.
Gibt es also nur entweder – oder? Gläubig oder vernünftig? Torheit oder Weisheit? Thorsten Dietz erklärt, was Paulus unter Weisheit verstand, was die Bibel über Weisheit sagt und warum fundamentalistische Christen die Bibel verraten.