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Ich freue mich, dass Sie zusehen und zuhören bei einem Vortrag, der sich beschäftigen wird mit einem manchmal etwas anstrengenden, in Form und Inhalt anstrengenden und manchmal sogar direkt ärgerlichen Thema. Ich freue mich, dass Sie sich mit uns in diesem Vortrag befreien. Ich freue mich, dass Sie sich mit uns in diesem Vortrag befreien. Ich freue mich, dass Sie sich mit uns in diesem Vortrag befreien. sometimes somehow even pleased and sometimes kind If you look at it in more detail, this can be very interesting and also very relevant. I will talk about the next few minutes, hours or years about the bibleく Joshua book in the next few minutes, hours or years about the戎 The bible the bible of Joshua Mit this big interpretive content I tried to define three big blocks in side that I will discuss in my story in the next video come abhandeln werde. Ich werde beginnen mit den Inhalten. Ich stelle ganz knapp das Buch in einem Satz vor und versuche dann etwas ausführlicher Inhalte und vielleicht auch den Aufbau und so

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die ganz wichtigen Kompositionsstrukturen erst mal darzustellen, dass sie wissen, wo wir sind und was so das Thema ist und wie die einzelnen Teilthemen auf sich zu einem großen Thema oder zu großen Gesamtthemen für sich fügen können. Dann möchte ich einen kleinen Blick in die Geschichte werfen, also die Geschichte hinter dem Josua-Buch, der Story, die Geschichte hinter dem Josua-Buch, was das Werden des Textes angeht und vielleicht auch einen ganz kurzen Blick auf die Geschichte des Buches, nachdem es geworden ist. Also das, was zwischen dem Entstehen des Buches und uns heutigen Leserinnen und Lesern geschieht mit diesem Buch. Und als letzter großer Punkt sind einige wichtige theologische Fragestellungen. Das sind auch die Punkte, die vielleicht ärgern können, wenn man das Buch erst mal sieht und mit denen man sich dann ja auch mal intensiver beschäftigen muss und dir auch helfen mit dem Buch irgendwie von der ärgerlichen zur interessierten Seite zu kommen

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und vielleicht auch am Ende dann eine gute Antwort auf die Frage zu finden, warum soll ich das Buch eigentlich lesen? Ich finde, es ist ein ganz spannendes Buch und Sie sollten es lesen. In gewisser Weise möchte ich mit diesem Vortrag auch Werbung für dieses Buch machen, dass Sie vielleicht nachher das Buch auch gerne zur Hand nehmen, wenn Sie diesen Vortrag gehört haben. Ja, das ist ungefähr das Programm und ich fange jetzt einfach an. Der erste große Punkt war Inhalt, Inhalt und Aufbau. Inhalte. Wenn ich das Buch Josua in einem Satz zusammenfassen soll, also die ganz kurze Inhaltsangabe, dann würde ich vielleicht den folgenden Satz formulieren. Das Josua-Buch ist das jene biblische Buch, das davon erzählt, wie aus dem Land Kanan das Land Israel, hebräisch Eretz Israel wird. Zum Beispiel dadurch, dass Israel das 40 Jahre in der Wüste gewesen ist, am Ende seiner Wüstenzeit in Jordan so etwas wie die Grenze zum Land überschreitet, das Land in

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einer Reihe von militärischen Aktionen und Feldzügen in Besitz nimmt und dann Josua, der auch der Anführer dieser Militäraktionen war, der titelgebende Held des Josua-Buches ist, dieses gewonnene Land dann an die Stämme, Sippen und Familienverbände Israels verteilt, also tatsächlich Israel in Besitz des Landes kommt. Eine Geschichte, die in gewisser Weise eine Fortführung der Bücher ist, die Sie, wenn Sie die Bibel von vorne lesen, schon gelesen haben, wenn Sie beim Josua-Buch angekommen sind, nämlich der Fünf-Bücher-Mose, die ja so als durchgehenden Erzählfaden oder als einen durchgehenden Rupenfaden, der die Erzählung immer wieder vorantreibt und an dem sich die Erzählung aufheben kann, dieses Thema der Landverheißung hat. Ganz am Anfang der Genesis verheißt Gott den Vorfahren Israels Abraham, Isaac und Jakob, das Land Kanarien, in dem diese als

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Fremde leben und dann geht Israel aus dem Land, ist in Ägypten, wird von dort gerettet und bewegt sich durch die Wüste zurück zu diesem Land. Das Land bleibt immer im Fokus und am Ende stirbt Mose, der große Held der Toraien, Anführungsstrichen, auf dem Bergen Nebo, kurz außerhalb des Landes, mit Blick auf das Land und dieser Erzählfaden. Israel ist auf dem Weg zum verheißenen Land, Gottes Verheißung, dieses Landes gilt es einzulösen, bleibt am Ende der Tora offen und das Josua-Buch setzt genau an der Stelle ein und bringt eine erste Realisierung dieser Verheißung. Also eben, wie mit meinem einen Satz, Josua zusammengefasst, das Buch erzählt davon, wie aus dem Land Kanar an, er jetzt Israel, das Israel-Land wird. Wenn Ihnen dieser eine Satz zu kurz ist, dann habe ich jetzt eine etwas ausführliche Darstellung des Inhaltes dieses Buches für Sie. Und zwar, ich habe gerade

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schon, als ich so kurz zusammengefasst und meinen Satz ein bisschen erläutert habe, im Grunde zwei verschiedene Dynamiken oder Bewegungen angedeutet, die Sie im Josua-Buch repräsentiert finden können. Das ist einmal so ein militärisches Vorgehen, das Land oder Israel geht ins Land, das Land wird erobert militärisch. Das realisiert sich in einem ersten großen Hauptteil dieses Buches, den Sie in den Kapiteln zwei bis zwölf finden können. Also auch mathematisch gesehen, das Josua-Buch hat 24 Kapitel, sind die Kapitel zwei bis zwölf sehr genau eine erste Hälfte. Und das zweite große Thema ist dann, dieses eroberte in Besitz genommene Land an Israel zu verteilen, an die Stämme und Sippen, also sozusagen die kleineren Einheiten des Volkes, jeder Einheit ihr kleines Stück, zu gehen. Und dieses Thema der Verteilung des Landes, das beschäftigt dann eben den zweiten Hauptteil des

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Buches, den Sie in den Kapiteln 13 bis 21 finden können. Und jetzt haben Sie gemerkt, ich habe nicht bei eins angefangen und ich höre auch nicht bei 24 auf. Das heißt, es gibt noch einen Anfang und einen Schluss, ein Einleitungskapitel, Josua 1, das eigentlich so die großen thematischen Linien antippt und das ungeheuer hilfreich ist. Also wenn Sie Josua lesen, fangen Sie beim ersten Kapitel an. Das klingt banal, aber es ist eine ganz wichtige Aussage, denn dieses Kapitel setzt sozusagen die, ja wie soll ich sagen, die inhaltlichen, auch die theologischen Luftmarken, die Ihnen dann helfen, sich in diesem Buch zurecht zu finden. Und es gibt einen relativ ausführlichen Schluss, dann am Ende drei Kapitel von 22 bis 24, auf den ich dann später auch noch mal eingehen werde. Und die Einleitung und dieser ausführliche Schluss, die bilden dann eben so eine Art Rahmen um diese beiden gleich starken Hauptteile, die dann das Zentrum, eben die Erzählung, wie aus dem Land Kana an, das Land Israel wird, ja eben ausführen. First things first. Wir fangen vorne an mit Josua 1.

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Wie gerade schon gesagt, ein großes, gewünschte Einleitungskapitel. Das Josua-Buch beginnt mit einer Gottesrede, also auch relativ, mit prominenter Stimme sozusagen. Also die Figur mit der höchsten Autorität, die dieses Buch zu bieten hat, meldet sich gleich zu Beginn dieses Buches zu Wort. Und ich hoffe, Sie sind mir nicht böse, wenn ich Ihnen diesen Text einfach vorlese. Denn ich denke, an der Stelle ist es wichtig, dem biblischen Text selber Raum und Stimme zu geben. Was ich jetzt gern tun werde, ich lese Ihnen Josua 1, 1 bis 9 vor. Es geschah nach dem Tod des Mose, des Knechtes des Ewigen. Da sprach der Ewige zu Josua, dem Sohn des Nun, dem Diener des Mose, folgendermaßen. Mose, mein Knecht, ist gestorben. Jetzt aber erheb dich, zieh hinüber über diesen Jordan da, du und

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dieses ganze Volk in das Land, das ich selbst ihnen, den Söhnen Israels, hiermit gebe. Jeden Ort, auf den eure Fußsohle tritt, euch habe ich ihn gegeben, wie ich zu Mose geredet habe. Von der Wüste und diesem Libanon bis zum großen Strom, dem Strom Euphrat, das ganze Land der Hethiter bis zum großen Meer in Richtung Sonnenuntergang. Das soll euer Gebiet sein. Vor dir wird niemand zustandhalten alle Tage deines Lebens. Und wie ich mit Mose da gewesen bin, so will ich mit dir da sein. Ich werde dich nicht fallen lassen und ich werde dich nicht verlassen. Sei stark und sei fest, denn du sollst diesem Volk als Erbesitz das Land zuteilen, von dem ich ihren Vätern gestohlen habe, es ihnen zu geben. Sei nur sehr stark und sei sehr fest, zu bewahren zu tun gemäß der ganzen Thora, die Mose, mein Knecht, dir befohlen hat. Weiche nicht ab von ihr nach rechts oder links,

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damit du Erfolg hast in allem, wohin du auch gehst. Nicht weiche diese Buchrolle der Thora aus deinem Mund. Murmle darin am Tag und bei Nacht, damit du bewahrst zu tun gemäß allem, was darin geschrieben ist. Denn dann wirst du gelingen lassen deine Wege und dann wirst du Erfolg haben. Habe ich dir nicht befohlen, sei stark und sei sehr fest. Erschreck nicht und hab keine Angst, denn mit dir ist der ewige dein Gott überall, wohin du auch gehst. Mit dieser Gottesrede beginnt das Josua-Buch. Und die Gottesrede ist geprägt durch Aufforderungen an den Josua. Und diese Aufforderungen schwuren in gewisser Weise die großen Hauptteile des Buches und die zentralen Themen des Buches vor. Das heißt, wenn man diese Rede aufmerksam liest, weiß man eigentlich schon von vornherein, worauf man jetzt im Folgenden gefasst sein muss. Und man bekommt zugleich ein paar so interpretatorische Hinweise, wie man das, worauf man gefasst sein muss, die zentralen Inhalte einzuordnen hat und einordnen kann. Die erste Anweisung an den Josua ist, über diesen

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Jordan da zu ziehen, also über die Grenze zu Land. Und zusammen mit dem Volk Israel ist mit ihm gezielt. Und zwar in einem Land, das Gott ihnen hiermit gibt. Also Gott gibt quasi in dem Moment, wo Israel über den Jordan geht, dieses Land, das Israel dann betritt, zusammen mit dem Josua an Israel. Und das bereitet natürlich den ersten Teil des Buches vor, die Übergabe des Landes, die aber hier nicht als militärisch abgeschildert wird, sondern eigentlich als eine souveräne Schenkung, ein Übergeben, das Gott leistet in dem Moment, wo Israel kommt. Und es wird ein Konstituieren dieses Israel-Landes dadurch angedeutet, dass, wenn Israel über den Jordan gegangen ist mit Josua, Israels Fuß auf das Land tritt und jeder Ort, auf den Josuas und Israels Fuß tritt, der soll Israel gehören. So formuliert es Josua 1.3. Also das große Thema des ersten

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Hauptteils dieses Buches, das uns aber im Kopf ein bisschen weggenkt von dem, was wir als erstes sehen, wenn wir diese Kapitel lesen, denn wir sehen, wenn wir diese Kapitel lesen, Kriegserzählungen. Israel führt Krieg gegen verschiedene Völker des Landes. Hier wird diese Thematik eigentlich weggeblendet und eine andere Deutung draufgelegt, es ist eine souveräne Übereignung dieses Landes durch Gott an Israel und ein Konstituieren eines Israel-Landes durch das Betreten aus Draufschälen, nicht militärischer Ober. Also eine andere Wahrnehmung, die der Text uns andeutet. Der zweite Auftrag an Josua, dieses Land, das sich dann konstituiert hat durch den Fußdraufschäl an Israel zu übereignen und ein Land, das von vornherein markiert wird als das jene Land, das mit der Verheißung Gottes an die Väter Israels verbunden ist und das sozusagen

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diese Verheißungsthematik hier gleich nochmal mit reingenommen ist. Und das spurt den zweiten Hauptteil des Buches vor, in dem genau das realisiert werden wird, nämlich das Konstituieren eines Erdbesitzes der einzelnen Stämme durch diesen Akt der Übereignung. Ja, und dann gibt's noch ein Thema, einen dritten Appell, wo man jetzt erwarten wird, ja dann müsste es einen dritten Hauptteil geben, den es nicht gibt. Ein Thema, das eigentlich durch alle Kapitel und Teile des Josua-Buches durchgezogen wird und das hier am Anfang ganz vehement gesetzt wird, nämlich in der Aufforderung an Josua, sich an die Thora zu halten. Also sehr stark und fest zu sein, zu bewahren und zu tun, gemäß der ganzen Thora, die Mose, mein Knecht, ihr befroren hat. Das ist die Aufforderung. Also der Josua wird an die Thora des Mose gebunden, an die göttliche Weisung. Und es wird ihm klar erklärt, dass das Tun, Befolgen und Bewahren dieser Weisung, das tägliche Studium, Tag und Nacht, soll er drüber murmeln, dass das die Grundlage seines Erfolges sein wird.

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Also mit diesem ganz klaren Appell, Israel hat Erfolg, wenn es die Thora tut. Und man könnte an einer klaren mitdenken und wenn nicht, dann nicht, oder? Und das ist vielleicht so ein starker Impuls und Impetus, der das ganze Buch immer wieder begleitet, so eine Art Werbestimme, die das ganze Buch durchzieht. Ihr müsst die Thora halten, ihr könnt an Josuas Beispiel sehen, was es bringt, wenn ihr es tut. Und das ist so eine Dynamik, die das Buch tatsächlich als Generalbass immer mithörbar begleitet. Und so würde ich fast meinen einen Satz, indem ich das Josua-Buch mal am Anfang zusammengefasst habe. Das Josua-Buch ist das Buch, das davon erzählt, wie aus dem Land Kana und das Land Israel wird, was modifizieren wollen angesichts dieses Befundes aus dem ersten Kapitel. Nämlich das Josua-Buch ist dasjenige Buch, das davon erzählt,

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wie durch das Tun der Thora aus dem Land Kana an das Land Israel wird. Ja, das war Josua 1. Ich bin da lange hängen geblieben, weil es wichtig ist. Also wenn Sie anfangen zu lesen, lesen Sie unbedingt dieses Kapitel. Das nächste Kapitel, das dann aber kommt, ist genauso spannend, oder der nächste Teil. Nach dem ersten Kapitel beginnt der erste große Hauptteil des Buches. Also das wäre Josua 2 bis 12. Und innerhalb dieses ersten Hauptteils könnte ich nochmal einen Teilabschnitt markieren, die erst einmal von, ja vielleicht von Josua 3 bis 9 bis 8 geht, aber wo Kapitel 2 als Einleitung davor steht. Und zwar ein Kapitel, das noch außerhalb des Landes beginnt und vor der Eroberung des Landes spielt. Josua schickt Kundschafter aus. Israel ist noch jenseits

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des Jordan außerhalb des Landes, das Land, in das man jetzt gleich gehen soll, sich anschauen sollen. Und die gehen über den Jordan ins Land hinein, sie kommen in die Stadt Jericho, die direkt an der Grenze liegt und die dann auch im weiteren Verlauf der Erzählung wichtig werden wird für Israel. Sie betreten die Stadt, kommen in das Haus einer kananäischen Frau, die in Jericho wohnt, die heißt Rahab und sind auch dem Moment eigentlich auf der Flucht, weil sie entdeckt werden und sich verstecken müssen vor dem König von Jericho, der sie suchen lässt. Ja und dann ist es die Rahab, die Frau, zu der sie sich geflüchtet haben, die die beiden erst einmal in Sicherheit bringt. Und spätestens in dem Moment ist der Leser verpüft, denn die Rahab in dem Moment, wo sie eingeführt wird, hat Etiketten auf ihrer Stirn. Sie ist eine kananische Frau, sie ist eine Bewohnerin von Jericho. Noch dazu bezeichnet der Text sie als, im Hebräischen heißt es Isha-Sonar, was ich vielleicht

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mal etwas freier im Deutschen als Prostituierte übersetzen würde. Also eine verführerische Frau, eine Fremde, eine Kananärin, eine Götzendienerin, weil es Kananärin ist, die archetypische Götzendienerin. Also jemand, der ganz sicher Israel zum Götzendienst verführen wird und ganz gefährlich ist und ganz anders als wir. Also eigentlich eine Antifigur. Von vornherein durch die Etiketten, die sie auf der Stirn hat. Und dann taucht diese Antifigur in eine Szene ein, in der sie die beiden auf der Flucht befindlichen Spione, die Josua über den Jordan geschickt hat, also zwei israelitische Männer, erst einmal vor ihrem eigenen König, also vor dem König von Jericho rettet. Also auf ihrem Hausdach versteckt, später in der Nacht dann auch aus der Stadt heraus an einem Seil die Stadtmauer hinunter hinaus bringt, weil der König von Jericho die Stadt abschließen lässt, um die Gesuchten einzusperren und die Rahab ihnen dann auch noch Tipps gibt, wie sie den Verfolgern am besten

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entkommen und in ihr heimatliches Lager Israels auf die andere Seite des Jordan zurückkehren können. Also die gefährliche Fremde, die sich aber eigentlich als Retterin der beiden Spione impugt, die Josua geschickt hat. Und im Zentrum dieser Perikopel eine Szene, die in der Nacht auf dem Hausdach der Rahab spielt, kurz bevor es die beiden dann aus der Stadt begleitet oder herausführt, die enthüllt dann auch in einem Dialog, warum Rahab das eigentlich tut. Und in dem Dialog offenbart Rahab, dass sie von Israel gehört hat. Sie weiß vom Exodus, sie spürt die Angst, die die Völker Kaner Angst haben angesichts des Volkes Israel, das vor den Toren des Landes lagert und sie kann dieses Wissen, das sie von Israels Geschichte hat und diese Angst, die sie spürt, für sich selber theologisch einordnen und kommt im Grunde zu einem Bekenntnis zum Gott Israels,

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den sie als einzigen geschichtswirklichen Gott erkennt. Und ihre Schlussfolgerung ist, sie muss solidarisch zu dem Volk sein, dass diesen Gott verehrt. Erwartet sich dann aber auch umgekehrt Solidarität und erwartet, dass sie dann, wenn jährlich erobert wird, ja nicht getötet wird, sondern gerettet wird. Was ihr die beiden Spione in ihrem Haus zusagen, bevor die Rahab sie aus der Stadt bringt und damit in Sicherheit bringt. Ein ganz spannender Einstieg, weil wenn sie jetzt erwarten, naja da wird ein Land erobert, dann haben sie eigentlich so im Kopf, ja da geht es um wir gegen die anderen, oder? Also wir gut und gerecht und auf der richtigen Seite die anderen, vermutlich alle böse, eine klare Grenze dazwischen hell und dunkel. Und die erste große Erzählung, also dieses Rahab-Kapitel in Joshua 2, das bringt ihnen dieses Weltbild schon durcheinander,

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weil es ihnen zeigt, da ist sozusagen die Person, die Figur in der Erzählung, die wie gesagt auf ihrer Stirn das Etikett hat, ich bin ganz fremd, gefährlich, anders, die das plötzlich gar nicht ist, sondern so redet und so handelt, als ob sie eine von uns wäre, obwohl sie es ihrer Herkunft nach nicht ist. Wo wir also merken, die Grenzen sind komplizierter als wir es erwarten und das verspricht aber auch beim Lesen, dass die Erzählung spannender wird, als wir sie erwarten, weil wir immer wieder schauen müssen, wo wir eigentlich die Grenzen gezogen haben werden. Aber jetzt müssen wir über die Grenze gehen und das große Thema des Übergehens der Grenze, des Überschreitens der Grenze, das ist dann das große Thema der nächsten Kapitel des Joshua-Buches, eben der Kapitel 3 bis 8, in denen, wenn sie den hebräischen Text lesen würden, ihnen auffallen würde, dass immer wieder das gleiche Wort kommt, das Wort Erwahre, dass sowas wie Überschreiten oder auch Herumgehen, verschiedene andere Bewegungen eigentlich ausdrücken kann. In den meisten deutschen

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Übersetzungen können sie es, weil es an verschiedenen Stellen immer wieder anders übersetzen müssen, dass es gutes Deutsch wird und nicht immer erkennen, dass es wieder mal dieses Wort da ist. Dieses Wort Erwahre, das Übergang taucht auf in den Kapiteln 3 bis 4, wenn Israel über den Jordan geht, in das verheißene Land hinein, aus der Wüste heraus. Wobei ganz richtig, ehrlich gesagt, die Erzählung gar nicht so stark im Fokus hat, dass Israel über den Jordan geht. Eigentlich ist es die Erzählung davon, wie die Lade, also dieses Symbol der göttlichen Gegenwart und Israel, getragen von den Priester, über den Jordan geht. Und Israel geht so mehr oder weniger mit. Also die Erzählung fokussiert eigentlich auf die Lade und sie erzählt ein Wunder. Also man könnte sagen, eigentlich kann ich durch den Jordan ohne ein Wunder gehen, denn das ist kein echter Fluss, das ist ein bisschen Wasser. Da kommt man auch so drüber. Es wird aber nicht so ganz brosaisch simpel erzählt. Man benutzt auch keine Brücke und man schwimmt erst recht nicht. Schwimmen

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wäre ein Wunder bei diesem Gewässer. Es ist zu wenig Wasser darum zu schwimmen. Aber was tatsächlich passiert ist, dass in dem Moment, als die Priester, die die Lade tragen und die vor dem Volk hergehen mit der Lade, mit ihren Füßen den Rand des Flusses betreten und erreichen und sozusagen die erste Zehe ins Wasser stecken wollen, die Wasser in einer guten Entfernung vom Ort des Geschehens einfach stehen bleiben werden, weil der Jordan trocken fällt und dann Israel auf trockenem Boden durch den Jordan ziehen kann. Die Priester mit der Lade bleiben in der Mitte des ausgetrockneten Flussbettes stehen. Das Volk zieht hinüber und am Ende ziehen auch die Priester hinüber. Also ein Wunder, ein Wasserwunder, das sie bestimmt sofort an das andere große Wasserwunder der Gründungsgeschichte Israels erinnert, nämlich die Rettung am Schilfmeer, wo Israel auch durch ein trockengelegtes Gewässer hindurchzieht und danach das Wasser wieder zurückkehrt, als Israel auf der anderen Seite

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sicher angekommen ist. Also eine bewusste Wiederholung eigentlich dieses großen Wunders vom Anfang und diese großen göttlichen Rettungstat vom Anfang jetzt am Ende der Wüstenzeit oder am Anfang der Zeit Israels in seinem verheißenen Land. Und bevor sozusagen die Lade den Fluss verlässt und damit alles geschafft ist, gibt es noch eine kleine Besonderheit, auf die ich hier kurz eingehen möchte, weil sie später braucht. Joshua gibt den Befehl, zwölf Steine mitzunehmen von dem trockengelegten Flussbett. Also von der Stelle, die man sonst nicht mehr betreten kann. Die werden dann mitten über auf die andere Seite genommen und Joshua selber baut ebenfalls zwölf Steine zu einem Kreis am Boden des Flusses an der Stelle, wo die Priester mit der Lade immer noch stehen. Und dann verlässt man den Fluss. Und wenn Israel auf der anderen Seite angekommen ist, wird aus den zwölf mitgenommenen Steinen ein ähnlicher Steinkreis gebaut in Israels ersten Lagerort, der heißt

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Gilgal. Und dieser Steinkreis in Gilgal, der gut sichtbar und einsehbar sein soll und so wie die Erzählung es will lange steht, weil sich viele Generationen in Israels immer wieder fragen, was heißen diese Steine da eigentlich? Und das Joshua Bucher hat eine Antwort formuliert. Die Steine sollen erinnern an die anderen zwölf Steine, die unsichtbaren Grund des Flusses stehen da, wo die Lade Gottes mal auf trockenem Boden stand, als Israel über den Jordan gegangen ist. Also ein Ort, der erinnern soll an einen unzugänglichen, aber ganz relevanten Ort am Boden des Jordanflusses. Und der dieses Wunder eigentlich durch die Generationen tradierbar machen soll. Damit ist der erste Übergang geschafft. Und jetzt kommt gleich ein zweiter. Der zweite Übergang, wenn ich erzähle den Josa 5 in einer sehr komischen Geschichte, da kriegen sie als Einleitung gesagt,

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naja, Beschneidung war ja doch mal ganz wichtig. Das ist ja das Zeichen des Bundesgottes mit Abraham. Aber irgendwie haben die in der Wüste die Beschneidung vergessen. Aber jetzt, wo wir im Land sind, müssen wir es nachholen. Also werden dort alle beschnitten, alle männlichen Israeliten, an dem gleichen Ort, an dem auch die zwölf Steine stehen. Das heißt, die zwölf Steine erinnern auch noch daran, dass Israel diesen Bund mit den Vätern ganz bewusst wieder auf sich genommen hat. Und noch immer am gleichen Ort feiert Israel kurz nachdem es über den Jordan gegangen ist, dort auch das Pessach, also das Fest, an die Erinnerung an den Exodus, an den Auszug aus Ägypten. Und auch diese Exodus-Erinnerung bekommt dann quasi einen Sitz an diesem Ort. Der Exodus ist sozusagen ins Land geholt. Und am Tag nach dem Pessach endet das Manna. Also das kommt nicht mehr. Die Gabe, die

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Speise, die Israel in der Wüste ernährt hat, 40 Jahre lang, die bleibt ab da aus. Und der Text formuliert dann, dass Israel auch da die Früchte des Landes ist. Also der Übergang ist geschafft, man ist aus der Wüste weg, man merkt es auf dem Teller. Was esse ich? Ich esse nicht mehr die Nahrung der Wüste, sondern ich esse die Früchte des Landes. Ich bin im Land angekommen. Das wird also inszeniert. Eigentlich drei Kapitel, drei, vier und fünf, die fast liturgisch gegenwärtigend dieses Hinübergehen ins Land inszenieren und auch ganz heftig markieren und spannenderweise verbinden mit konstitutiven Elementen von Israels religiöser Identität. Wir werden an den Bund mit den Vätern, mit dem Zeichen der Beschneidung erinnert. Wir werden mehrfach erinnert an den Exodus und an die Feier des Pessach als Vergegenwärtigung des Exodus und so weiter. Also man merkt, dass die Israels Geschichte und Vergangenheit die begründen. Die Geschichte wird buchstäblich mit

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ins Land geholt, nimmt das Volk mit und gibt dieser Geschichte einen festen Ort an seinem ersten Lagerplatz im verheißenen Land. Ein erster Überblick. Und ein zweiter, da wird es dann wirklich militärisch und ich glaube, das ist der Punkt, wo viele das Jusor-Buch dann plötzlich sehr gut kennen, wenn man die Story einfach im Blick hat. Das ist dann schon in Kapitel 6 die Eroberung von Jericho. Die Posaunen von Jericho sind, glaube ich, so eine feste Redewendung bei uns geworden und die spielen tatsächlich eine große Rolle. Und sie hängen damit zusammen, dass diese Stadt angegriffen und auch erobert wird, aber das nicht militärisch geschieht. Zumindest nicht so klassisch militärisch, wie wir uns sozusagen eine Eroberung und Belagerung einer Stadt vorstellen, mit Belagerungsmaschinen und viel Gekämpfe und so weiter, gar nicht. Sondern es ist eher ein Gottesdienst, eine Prozession. Katholiken würden sagen, es ist eine Leichnamsprozession. Also mit viel Auswand

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und Pomp zieht man um die Stadt Jericho. Mit der Bundeslade, mit den Priestern, die die Trompeten blasen, mit dem ganzen Volk, das hinterherzieht. Also eine feste Marschordnung, wo man umkreist sieben Tage lang die Stadt. An den ersten sechs Tagen, je einmal pro Tag, am siebten Tag sieben mal. Also die heilige Zahl sieben taucht da ganz oft auf. Und bei der letzten Umrundung der Stadt, am letzten Tag kommt von Joso der Befehl, jetzt Lärm zu machen. Also alle blasen die Trompeten, das Volk schreit. Und die Mauern der Stadt stürzen dann, die bekannte Szene, die alle kennen, von oben hier ein, also quasi von Gott gewirkt. Der Schloss kommt von oben, unsichtbar, die Mauern fallen zusammen. Israel kann in die Stadt eindringen und Israel tötet alles, was in der Stadt ist. Alle Menschen, alles Vieh und alles, was man nicht töten kann, wird entweder verbrannt oder wenn es nicht brennt, Edelmetall zum Beispiel in den in Anführungsstrichen Tempelschatz, obwohl es noch kein

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Tempel gibt, also in den Schatz des Hauses Gottes, wie es der Text formuliert, gebracht, also Gott übereignet. Die einzige kleine Ausnahme ist die Rahab und ihre Familie. Sie erinnern sich, das war die Frau aus Jericho, die die Kundschaft der Israels gerettet hat und sich das Versprechen gesichert hat, dass sie verschont bleibt und sie bleibt verschont und der Rest Jerichos gibt zugrunde. Sie wird also komplett ausgerottet. Und das ist der Punkt, der zu den Punkten gehört, die im Jusorbuch beim Lesen ärgerlich sein können. Also diese Totalfernichtung der Bewohner Kanaans, die da bei der ersten eroberten Stadt Jericho vielleicht in der intensivsten Form durchexerziert wird, die wir im Jusorbuch überhaupt dann finden werden, das ist ein Punkt, der beim Lesen herausfordert, der ärgert und vielleicht auch abschreckt und der auf jeden Fall genauer erklärt werden muss, was ich mir für einen späteren Punkt aufheben möchte, das noch mal

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hermeneutisch einzuordnen, wie man mit so einem Text umgehen kann. Ja und nach Jericho ist noch eine zweite Stadt dran, Ai. Die ist viel kleiner als Jericho und viel schwächer, also sollte kein Problem sein. Die nehmen wir sofort. Jusor 7. Es zeigt sich, es gelingt nicht. Die Stadt kann nicht erobert werden. Israel scheitert vor den Toren von Ai. Und dann ist ein Kapitel voller Fragen. Warum? Und man muss es erst mal aufdecken und die Antwort ist dann, ja da hat jemand, ein Israelit aus der Stadt Jericho, was mitgenommen, was er nicht hätte mitnehmen dürfen. Das hätte, muss ja alles zerstört werden oder es musste alles zerstört werden, was in der Stadt ist und nur das, was man nicht zerstören kann, also irgendwelche Metallgegenstände, die müssen Gott übereignet werden. Aber der hat es für sich geklaut und unter seinem Zelt versteckt. Der heißt Achan und ist eigentlich, ist ein schöner Stammbaum von fünf Generationen, von dem Achan, wo man merkt, der ist also quasi

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seit Adam und Eva buchstäblich, der war immer von Israelit gewesen, von seiner Abstammung her. Der aber dadurch, dass er einen göttlichen Befehl übertritt, eigentlich aus dem Volk heraus rückt und danach ausgeschlossen werden muss und sozusagen die Übertretung ausgeglichen werden muss, dass Israel dann in einem zweiten Anlauf tatsächlich vor Ai Erfolg hat und die Stadt erobern kann. Das ist wieder eine schiefe Grenze. Wir hatten bei Rahab die schiefe Grenze, das war die Fremde, zumindest dem äußeren Anschein nach, den Label auf ihrem Kopf, die Fremde, die aber dann sich rausstellt, die gehört zu uns eigentlich. Die redet wie wir, die denkt wie wir, die können wir gut integrieren. Und dann haben wir die Gegenfigur Achan, das ist eine, die immer schon zu uns gehört hat, der Israelitisch ist durch und durch. Aber dann doch die Art und Weise, wie er handelt, nämlich gegen die Thora zu handeln, es sich eigentlich außerhalb des Volkes steht. Die inneren Einstellungen stärker gemacht werden als vielleicht der Stammbaum. Und das ist ganz

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spannend, dass Super auch wieder mal die Grenze, nicht da läuft, wo man sie vermutet, also wo uns das Joshua-Buch mit Grenzen erst mal in die Irre führt und uns dazu bringt nachzudenken, was sind eigentlich unsere Grenzen, wo sind wir und was sind wir nicht mehr. Und an diesen beiden Figuren, die dann auch jeweils einen Namen haben, in einem sonst weitgehend namenlosen Erzählzusammenhang Rahab und Achan, kann man eben dieses Spiel mit den Grenzen sehr gut festmachen. Und das ist ein spannender Zug im Joshua-Buch, den man sich ja lesen muss. Man muss viele Kapitel lesen, aber es lohnt sich. Ja, und das achte Kapitel endet mit einer sehr interessanten Szene, nämlich dass Joshua plötzlich mit dem ganzen Volk mitten im Land auftaucht auf dem Berg Karizim im Zentrum des Landes, dort vor dem ganzen Volk Israel die Torah vorliest, den Text der Torah auf Steinsäulen schreibt, also quasi die Torah so zu einem Gesetz im Land und für das Leben im Land macht. Und man

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hat den Eindruck, eigentlich ist jetzt schon alles passiert, oder? Jetzt sind wir in der Mitte des Landes angekommen, die Torah gilt als Gesetz im Land. Wenn das Buch hier endet, würde mir fast nichts fehlen, habe ich so den Eindruck. Bestimmt nicht ganz. Ich habe erst das erste Titel des Buches geschafft, aber man hat den Eindruck, wir sind schon da. Wir sind schon da, stimmt auch, aber die anderen sind auch noch da. Also die Völker kann er uns. Und nachdem Israel in Jericho und letztendlich auch in Ai so überzeugend gewonnen hat und jeweils die ganze Bevölkerung vernichtet hat, dieser beiden Städte, stellt sich für die anderen eigentlich die Frage, ja, wie entgehen wir der Vernichtung? Und es gibt zwei Optionen, die dann auch durchgespielt werden in den Kapitel 9 bis 11, nämlich entweder ich muss schauen, dass ich zu irgendeiner friedlichen Einigung komme mit denen, die da ins Land hineingekommen sind, dass sie mich eben nicht umbringen, oder wir müssen uns zu großen Koalitionen zusammentun und versuchen, die zu besiegen mit

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möglichst vereinter Kraft und Stärke. Und beide Varianten werden durchgespielt. In Joshua 9, die Variante, wir müssen versuchen, als Kananäer mit Israel zu einem friedlichen Zusammenleben zu kommen. Da gibt es die Erzählung von einer Gruppe, die Gibioniter genannt wird, aus der Stadt Gibia kommt, die mit einem kleinen Blick, der auf den ersten Blick eher unmoralisch wirkt, es schaffen, einen Vertrag mit den Israeliten zu schließen, also einen Friedensvertrag oder eigentlich Angriffsvertrag. Und als sich dann rausstellt, naja, die sind gar nicht so weit weg her gewesen, die gehören zu den Völkern dieses Landes und sind nicht von jenseits des Meeres buchstäblich, die kommen, revidiert man diesen Vertrag trotzdem nicht, weil man auf die Idee kommt, naja, eigentlich haben wir schon in der Thora so eine Lücke und Leerstelle von Menschen, die nicht aus Israel sind, aber sich zumindest so weit an die Thora halten und an die Weisungen Gottes halten, dass sie für uns

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zu keiner gefährdung werden, zu keiner religiösen Gefährdung, und die wir integrieren können. Und dann wenden wir das halt auf die an und alles ist gut, wo sich herausstellt, ja, Fremde sind integrierbar, also es muss nicht die Vernichtung sein. Und die andere Variante wird in Joshua 10 und 11 erzählt mit großen Koalitionen, in Joshua 10 eine Koalition von mehreren Städten im Süden des Landes rund um den König von Jerusalem und Kollegen aus dem Süden, die mit vereinter Macht Israel angreifen und in einem großen Feldzug besiegt werden und die Städte dann auch erobert und zerstört werden. Und das gleich dann in Joshua 11, 1 bis 14 mit einer Koalition rund um den König von Hazor, einer Stadt ganz im Norden des Landes, der eher so die Königinnen der nördlichen Hälfte des Landes dann umfasst, und auch die werden von Joshua besiegt und die Städte zerstört.

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Und dann ist das ganze Land tatsächlich in Israels Hand und am Ende von Kapitel 11 finden sie noch ein Summarium, das ihnen das nochmal ganz eindeutig einschafft, alles erobert, ich lese den Text in einem späteren Zusammenhang nochmal vor, in etwa 30 Minuten und eine Liste aller Könige, die Israel umgebracht hat. Und das sind 31 und man hat den Eindruck, das war jetzt ein ganz heftiges Gemetzel am Ende von Joshua 12. Den Eindruck müssen sie sich bewahren, weil er stimmt dann irgendwann gar nicht so lange später nicht mehr so ganz, wenn man weiter liest, dazu komme ich gleich. Aber wir könnten nach Joshua 12 erstmal kurz Luft holen. Und dann fängt der zweite Hauptteil an, in dem es darum geht, dieses jetzt in Besitz genommene Land tatsächlich auch in die Städte Israels zu verteilen. Joshua 13 bis 21. Und dieser Abschnitt beginnt eigentlich wie das ganze Buch, auch mit einer Gottesrede, in der zwei wichtige Infos gegeben werden oder zwei wichtige Impulse,

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nämlich einmal, dass Gott sagt, diese Zeit der Landmame ist vorbei. Also er nimmt in gewisser Weise Joshua und Israel das Schwert aus der Hand. Also wenn jetzt noch Völker da sind, werdet nicht ihr die Gewalt vertreiben, sondern bestenfalls werde ich, also Gott spricht, Gott wird es tun. Und der zweite Impuls ist, jetzt Joshua verteilt dieses Land an die Stämme. Damit ist sozusagen der Befehl gesetzt, der dann im folgenden zweiten Hauptteil des Buches umgesetzt wird. Der Befehl lautet ganz genau, dass Joshua an neuneinhalb Stämme das Land Canaan als Erdbesitz geben soll, nicht zwölf. Die fehlenden zweieinhalb Stämme, die haben nämlich schon einen Erdbesitz östlich des Jordan. Das sind Gebiete, die schon zur Zeit des Mose erobert wurden und Mose hat diese Gebiete

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schon dem Stamm Ruben, dem Stamm Gath und der Hälfte des Stammes Manasseh gegeben. Und diese Gebiete werden jetzt in Kathedrale 13 nochmal aufgezählt. Vielleicht um so eine Art Vollständigkeit zu imaginieren, wir haben an alle gedacht. Aber vielleicht stärker auch, wenn man das Buch als Ganzes im Blick hat, so mit dem Impetus, ja wir haben hier ein Muster und ein Modell, an dem wir uns orientieren können. Das Modell des Mose. Mose hat schon mal Land verteilt an Stämmen. Und so wie es Mose gemacht hat, so können wir es jetzt auch machen. In Joshua 14, das nächste Kapitel, wird diese Landverteilung dann auch noch vorbereitet, in gewisser Weise organisatorisch vorgespurt, würde man heute sagen, indem eine Art Kommission installiert wird, die dann die Verteilung des Landes tatsächlich umsetzt. Und in Joshua 15 bis 19 finden Sie dann tatsächlich die Beschreibung der Stammesgebiete. Und das ist ein Textabschnitt, der wahrscheinlich zu den Herausforderungen des Joshua-Buches gehört, weil es sich für mitteleuropäische Lesegewohnheiten absolut

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nicht spannend liest. Das sind Texte, die geprägt sind dadurch, also durch Listen und auf dem ersten Blick sehr langatmig wirkende Beschreibungen. Also es beginnt in Joshua 15 und in Joshua 16 und 17 damit, dass zwei große Stämme oder Stammesgruppen, nämlich in Kapitel 15 der Stamm Judah und in Kapitel 16 und 17 die Joseph-Stämme, die Stämme Ephraim und Manasseh, beschrieben werden hinsichtlich ihrer Stammesgebiete. Und in diesen beiden Blöcken finden Sie ausführlich Beschreibungen von Grenzverläufern, von Außengrenzen dieser Stammesgebiete. Sie finden ausführliche Listen von Siedlungen und Ortschaften innerhalb dieser Stammesgebiete. Beim Kapitel 15 auch noch schön geografisch und regional strukturiert und geordnet. Und Sie finden zwischen diesen Texten, die für unsere Lesegewohnheiten sehr langatmig und erst einmal schwierig zu lesen wirken, auch ganz kurze

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Anekdoten und Erzählungen, die in fast so etwas wie Eindrücke aus dieser Landeroberungzeit oder dieser Landverteilungszeit geben, aber vielleicht auch so grundsätzliche Einstellungen in diesem Land spiegeln, die vielleicht mustergültig oder vielleicht auch in manchen Fällen gar nicht so mustergültig sind. Auf jeden Fall Sie irgendwie anspornen, sich mit dieser Thematik von Land und Land bis jetzt ein bisschen auseinanderzusetzen. Also in Joshua 15 und 16 und 17 mit dem Stamm Judah im Süden und den Stämmen Ephraim und Nasse im Zentrum oder im Norden des Landes, zwei große Stämme oder Stammesgruppen. Und in Joshua 18 und 19 kommen dann, es fehlen immer noch sieben Stämme, die anderen, aber deutlich knapper und kleiner gehalten, aber auch mit diesen konstitutiven Elementen von Grenzbeschreibungen und Städtelisten oder Listen von Ortschaften, die zu diesen Stammesgebieten gehören. Und obwohl das so, wie soll ich sagen, standardisiert und

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irgendwie monoton wirkt aufs Erste lesen, wenn man das zweite oder dritte Mal gelesen hat, können Sie feststellen, wie man mit diesen sehr starr wirkenden Gestaltungselementen, Grenzbeschreibungen und Ortslisten liest sich wie Telefonbuch auf Valium, also auf den ersten Blick ganz langweilig, wie man da Variation reinbringen kann. Und der Text ist trotzdem schafft, irgendwie so was wie Besonderheiten der einzelnen Stämme herauszuarbeiten, dass die Stämme auf den ersten Blick eigentlich alles gleich türmt, gleich so filmt. Jeder Stamm irgendwie seinen eigenen Charakter und seinen eigenen Stil bekommt. Und wenn man sich mal diese Texte eingelesen hat, sie tatsächlich ungeheuer spannend sein können. Und ich sage auch dazu dem Wirkespannenden der Texte später nochmal einen kurzen Gedanken. Wenn Sie den Text lesen, haben Sie das Gefühl, vor Ihren Augen entsteht über der Landschaft des Landes Israel, also der Geographie und Topographie, die Sie gar

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nie wirklich beschrieben bekommen, eigentlich eine soziale Größe Israel im Land. Nach den Abstammungsgruppen, also den Stämmen nach der genealogischen Struktur des Volkes geordnet. Also das Land Kana an wird wirklich das Land Israel in diesem Kapitel. Ja, und dann fehlt aber noch was. Es fehlen noch die Kapitel 20 und 21 und da werden jenseits davon, dass kleinere Teile und größere Teile des Landes halt an die einzelnen Stämme vergeben werden, bis das ganze Land so mehr oder weniger aufgeteilt ist. Noch zwei Institutionen installiert, die das ganze Land betreffen und die jetzt nicht auf einen Stamm spezifisch, sondern auf das ganze Volk Israel bezogen sind. Und das ist einmal die Einrichtung von Asylstädten in Joshua 20, also Städten, in die jemand fliehen kann, der jemand anderen umgebracht hat. Um sich erst einmal vor der nicht für legitim erachteten, aber wohl irgendwie erwarteten Blutrache der Angehörigen und

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Hinterbliebenen des Todesopfers in Sicherheit zu bringen. Aber gleichzeitig auch einen Ort und Rahmen dafür zu schaffen für ein Gerichtsverfahren. Denn an diesem Asylort, der den, der einen anderen getötet hat, erst einmal vor Verfolgung Blutrache schützt, findet ein ordentliches Gerichtsverfahren statt. Das klärt, ob da ein Mord oder Totschlag vorgelegen hat, also eine Tat, die in irgendeiner Weise auch mit Intention verbunden war, oder ob es wirklich ein völlig unbeabsichtigter Unfall war. Also ob da jemand am Ende auch bestraft werden wird für diese Tötungshaurung oder eben nicht. Also eine Installation, die im Grunde so etwas vorspurt, was wir modern einen Rechtsstaat bezeichnen würden, weil es sozusagen Selbstjustiz, Blutrache und sozusagen eigenverantwortete Gewalt verhindert, dem Volk das Schwert aus der Hand nimmt und einer Institution, die in Anführungsstrichen

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staatlich ist, zentral ist, einer zentralen Justiz das Schwert in die Hand geben soll. Das ist noch kein moderner Staat, aber es ist ein guter Schwert. Und die zweite Installation, die das ganze Land betrifft, sind Priester- und Levitensstädte, die so 21, denn Priester und Leviten müssen irgendwo wohnen, aber sie haben kein Erbbesitz und kein Land bekommen wie die anderen Stämme, weil ja Gott ihr Erbbesitz ist, also sprich die Tätigkeit am Heiligtum, die Grundglauben ihres Erwerbes und ihres Naseins ist. Weil sie trotzdem irgendwo wohnen müssen, werden ihnen Wohnrechte in den Städten der Stämme zugesprochen, den Priester und den Angehörigen des Stammes Levi, und zwar quer wird das Land verteilt in allen Stämme. Also gerade nicht an einem zentralen Heiligtum fokussiert und gebündelt, sondern wirklich in die Fläche des Landes, als ob das ganze Land sozusagen die

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Heiligkeit des Zentrums hätte und nicht nur ein Heiligtumsort. Und wenn Sie jetzt im Kopf haben, ja der Heiligtumsort müsste Jerusalem sein, dann muss ich sagen, nein, in Joshua noch nicht. Jerusalem kommt im Joshua-Buch im Grunde gar nicht vor, und wenn dann als eine Stadt, die sozusagen auf der Seite der Gegner Israel steht, in Joshua 10, oder als eine Stadt, von der wir nicht genau wissen, ob sie schon zu unserem Territorium gehört oder nicht. Auf jeden Fall nicht als Kultort, und das Heiligtum steht zu Joshuas Zeiten, wie wir in Joshua 18 erfahren, in Shiloh, nicht in Jerusalem. Aber spannend ist auch, dass die Priester und die Witen nicht in Shiloh wohnen, also direkt am Heiligtum, sondern im ganzen Land, und so diese Heiligkeit des Zentrums eigentlich ausstrahlt in das ganze Land hinein. Ja, wenn jetzt alle Stämme ihr Territorium haben und diese allgemein israelitischen Größen von Asylstädten und Priester-Lebiden-Städten

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installiert sind, dann ist eigentlich alles geschafft. Jetzt muss man nur noch ein Ende hinkriegen. Und das Ende sind die Kapitel 22 bis 24 mit drei Schlüssen. In 22 gibt es einen kleinen Konflikt um die Frage, gehören diese zweieinhalb Stämme, die da östlich des Jordan leben, außerhalb des verheißenen Landes, leben? Gehören die eigentlich zu uns? Oder ist Israel das, was in Kanan siedelt? Also Kanan ist falsch, Kanan heißt ja jetzt Land Israel, also alles, was in Land Israel ist, zwischen Mittelmeer und Jordan siedelt. Und die Antwort, die dann in diesem Kapitel erarbeitet wird, ja, die gehören zu uns, ist eigentlich so etwas wie eine theologische Grundlage einer Diaspora, eines jüdischen israelitischen Lebens außerhalb des verheißenen Landes. Und wenn es so etwas braucht wie ein einigendes Band, das die zusammenhält, die im Land leben und die, die außerhalb des Landes leben, dann kann es nicht das Land selber sein,

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sondern dann muss es ein anderer Bezugspunkt sein. Und das, was J. 22 herausarbeitet, ist, dass die gemeinsame Verehrung des Gottes Israels auf Grundlage der Torade aus einigem Demand des Volkes ist und eben nicht ein Territorium. Es war noch wichtig, glaube ich, am Ende eines Buches, in dem es um Land geht, dass in gewisser Weise das Land auch eine Relativierung bekommt. Es ist nicht das, was uns zu Israel macht, aber es kann zentral sein für israelitische Identität. Und dann kann das Buch enden mit zwei Schlüssen. J. 23, ich würde mal sagen, eine persönliche Abschiedsrede des Josua, in der Josua zusammenfasst, was in diesem Buch wichtig war und es auf den Punkt bringt. Alles, was wir gewonnen haben in der Zeit der Landnahme, haben wir gewonnen, weil wir Gott treu waren. Wenn Israel weiterhin Gott treu bleiben wird, dann wird es gut sein. Und wenn Israel die Torade an Gott vergisst, dann wird und

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kann alles verloren gehen, was jetzt gewonnen wurde. Also eigentlich so eine wiederaufnehmende Idee vom ersten Kapitel von dem Text, den ich vorhin vorgelesen habe, zumindest diese Idee, die Torade ist eigentlich die Grundlage unseres Erfolgs. Und Josua bekräftigt an Englisch wird es auch weiterhin so sein. Also ein gutes Leben im Landes auf Grundlage der Torade möglich und nicht anders. Das wäre ein schöner Schluss, wenn Josua jetzt sterben würde, tut er aber nicht. Es kommt noch ein Kapitel. Und das wirkt auf den ersten Blick wie ein Doppel und hat aber eine ganz andere Perspektive. Ein viel weiterer. Josua fasst nochmal alles zusammen. Wir haben eine Szene, wo ganz Israel bei Josua versammelt ist in Sihem und Josua rekapituliert die ganze Geschichte und zwar wirklich die ganze. Nicht nur seine, sondern die von Anfang der Israelgeschichte an. Also er beginnt bei den Erzeltern und erzählt in einem großen Erzählbogen

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bis in seine eigene Gegenwart. Also bis zum Ende der Inbesitznahme des Landes Kanan und der Umformung dieses Landes Kanan in ein Land Israel. Und dieser Geschichtsrückblick leitet Josua ab, dass die einzige konstruktive Größe in Israels Geschichte immer Gott war. Und alle anderen Götter, die eventuell am Wegesrand standen, völlig irrelevant waren. Woraus zu folgern ist, dass wir nur diesen einen Gott immer verehren werden. Und die Bekräftigung dieser Alleinverehrung des einen Gottes, das ist dann das große Thema des Kapitels, wird am Ende in einem Bundesschluss auch ratifiziert. Und dann kann das Buch wirklich zu Ende gehen. Und Josua stirbt und wird begraben. Auch der Priester zu Josua Zeiten, der hohe Priester Eliasar, stirbt und wird begraben. Haben wir schon zwei Gräber am Ende des Buches. Und weil drei schöne, das heißt zwei, brauchen noch ein drittes. Und das dritte Grab ist das Grab des Josef. Einer der zwölf Söhne Jakobs,

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einer der Stammväter der zwölf Stämme Israels, der eigentlich am Ende der Genesis schon gestorben ist. Das ist schon ganz lange her, auch im Buchseiten schon ganz lange her. Der aber am Ende der Genesis stirbt mit dem Wunsch, dass er, bitteschön, wenn Israel aus Ägypten gehen wird, nicht dem Land Ägypten als Leiche zurückbleiben möge, sondern dass man ihn mitnehmen möge. Was Mose übrigens in Exodus 13 tatsächlich tut, in einem ganz kleinen eingeschobenen Vers. Und dann verlieren wir den toten Josef wieder aus den Augen, bis er uns am Ende des Josua Buches wieder begegnet und dort durch Zentrum des Landes beerdigt wird. Also eigentlich ein ganz großer Erzählbogen, der vom Ende der Genesis über ein kleines Aufblitzen im Exodus Buch bis zum Ende des Josua Buches reicht. Wohingen das Josua Buch am Ende nochmal so den Impuls mir gibt. Es genügt gar nicht, mich alleine zu lesen. Wenn du mich lesen willst, lese mich zusammen mit der ganzen

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Thora, also mit Genesis Exodus, die Viticusnummer und dann lese ich. Also soll ich es jetzt nicht überfordern. Ich will ja Werbung für das Josua Buch machen in gewisser Weise. Aber das Buch stellt tatsächlich eine gewisse Lektüre lasten, als Anspruch an sie am Ende. Ich stehe gar nicht allein da. Ich bin Teil von was Größerem. Ja, das war das Josua Buch. Und ich habe jetzt auf drei größere Themen vielleicht schon mal so ein bisschen hingetippt, die ich jetzt nur mal markieren möchte, um sie dann später im Detail noch mal anzuschauen. Die Themen waren die Bedeutung des Landes und das Land überhaupt als großes Thema des Josua Buches. Das war dieses durchgehende, ich habe immer wieder von der Thora gesprochen, von der Betonung der Wichtigkeit der Thora in den Texten des Josua Buches. Da lohnt es sich vielleicht nochmal kurz hinzuschauen. Und der vielleicht drängendste Punkt, weil das der Punkt ist, der ärgert, wenn moderne Menschen das Josua Buch lesen, moderne Mitteleuropäische

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Menschen das Josua Buch lesen, ist diese Gewalt im Buch. Und vor allem auch diese theologische Begründung der Gewalt und diese Totalität der Gewalt. Wir rocken ganze Völker aus, komplett, ohne irgendjemanden am Leben zu lassen. Und das Ganze ist auch noch göttlich legitimiert. Das ist ein Punkt, den kann man nicht überspringen, wenn man über das Josua Buch etwas sagen will. Und diese drei Punkte, Land, Thora und Gewalt, die würde ich gerne in einen dritten Teil schieben und dort noch genauer besprechen. Und hier noch einmal kurz vormarkieren. Bevor ich dahin komme, jetzt ein zweiter Teil, der von diesem stark Synchronen lesen. Ich habe jetzt einfach nur mal das Josua Buch durchgegangen und ich bin das kanonische Josua Buch, so wie der hebräische Text es bietet, mehr oder weniger kapitelweise abgeschritten und habe versucht, in den großen Bögen, den großen Blöcken, die wichtigen Inhalte darzustellen. Das ist sozusagen das, was ich lese,

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wenn ich lese. Wenn ich jetzt sozusagen den Text versuche, auch als eine gewachsene und historische Größe wahrzunehmen, dann muss ich die Perspektive ein bisschen verändern. Und das soll eigentlich der Fokus des zweiten Teils dieses Vortrages sein, ein eher historischer Fokus. Und da ist diese historische Frage, die möchte ich eigentlich für mich in drei Teile gliedern, die miteinander zusammenhängen, die ich aber unter drei Überschriften packen will. Das ist einmal die History hinter der Story. Das Josua Buch hat eine Story, es erzählt uns vom Werden Israels im Land oder von der Ankunft Israels im Land. Was ist da die History dahinter? Das ist die erste Frage. Also beschreibt das Josua Buch was, was historisch war oder eher nicht und wie verhält sich das? Erster Punkt. Zweiter Punkt, das Josua Buch ist ein Text mit Geschichte, der ist geworden. Den hat nicht irgendwann mal jemand einfach so geschrieben, wie wir ihn heute lesen,

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sondern er hat eine längere Entstehungsgeschichte, die ich nicht in Detail, aber in groben Zügen darstellen will. Und nachdem das Buch fertig war, hat es immer noch eine Geschichte. Und die kann ich noch weniger im Detail, aber vielleicht ein, zwei Stiftpunkte andeuten. Das sind eigentlich drei Ebenen von Geschichten, die in gewisser Weise hier eine Rolle spielen. Die erste Ebenen. Wie historisch ist das Josua Buch? Da wären jetzt zwei Wissenschaften relevant, nämlich die Geschichtswissenschaft und die Archäologie. Und wenn man die befragt, was sie eigentlich weiß von Werden Israels im Land, Kanaan oder einer Entstehung Israels, dann gibt es da einen, wie ich finde, relativ guten Forschungsstand. Und der ist erst einmal relativ erschreckend, nämlich komplett anders als das Josua Buch, es erzählt. Wenn Geschichtswissenschaft und Archäologie die Anfänge Israels im Land beschreiben will, dann taucht irgendwann immer so eine grobe Jahreszahl 1200

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vor Christus auf. Das ist der Übergang von der Bronze zur Eisenzeit in der Gegend, in der die biblische Geschichte spielt. Und die Geschichtswissenschaft beschreibt eine Geschichte Kanans in der Zeit, die ungefähr so geht. Kurz vor dem Jahr 1200 oder in der Zeit vor dem Jahr 1200, also in der zu Ende gehenden Bronzezeit, wenn sie sich da in das Land beamen würden und mit der Zeitmaschine hineinreisen würden, würden sie wahrscheinlich in ein Land kommen, in dem die allermeisten Menschen in relativ wenigen Städten in den Ebenen leben. Also es sind Stadtstaaten, die in sich hierarchisch strukturiert sind, die einen ganz starken Fuß in der Ökonomie in Richtung ausdifferenzierten Handwerk und Fernhandel haben. Die Städte liegen von internationalen Handelswegen, die Syrien, Mesopotamien auf der einen Seite, Ägypten auf der anderen und Südarabien nochmal auf der anderen Seite verbinden und quer durch den Alten Orient laufen. Wer da handelt, reibt gut. Und das tun die kananischen Stadtstaaten. Wie gesagt, es sind arbeitsteilige, hierarchisch

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strukturierte Gesellschaften mit Handwerk und Fernhandel. Und grob um das Jahr 1200, kurz nach 1200 bricht eigentlich nicht nur in Kanahans, in dem ganzen Alten Orient mehr oder weniger auf einmal in einer Kaskade von Prozessen, die wir gar nicht alle richtig verstehen und noch nicht richtig zusammenbringen können, eigentlich die ganze Welt zusammen. Also die großen Machtzentren des Alten Orients kollabieren oder erleiden schwächere Phasen, manche Pädihetiter verschwinden für immer. Der Fernhandel bricht zusammen und auch die Stadtstaaten Kanahans können eigentlich ihr Lebensmodell, das sie im Moment fahren, nicht weiter praktizieren, denn die leben von Handwerk und Handel und der funktioniert und der ist nicht mehr. Das heißt, bleiben zwei Möglichkeiten, entweder in der Stadt verhungern oder die Stadt verlassen, in das bislang mehr oder weniger unbesiedelte Bergland zwischen den Städten ziehen und sich

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dort versuchen, durch Umschulen auf Landwirt am Leben zu erhalten. Und es ändert sich sehr markante Siedlungsstruktur so in dieser Zeit kurz nach 1200, statt weniger großer Städte, in der die meiste Bevölkerung lebt, viele, viele kleine, dörfliche Siedlungen, quer über das Bergland verstreut, also in bislang unbesiedelten Gegenden, in denen die Menschen leben, nicht mehr arbeitsteiligen, hierarchischen Gesellschaften, sondern egalitären, landwirtschaftlichen Gesellschaften und die einzelnen Dörfer vernetzen sich dann regional und verschwägern und verbrüdern sich und bilden Großfamilienverbände, Sippen, also wir haben eigentlich ein tribales, egalitäres, auf Landwirtschaft basierendes Sozialmodell und eben nicht mehr die Stadt und den Stadtstaat mit arbeitsteiliger Gesellschaft. Also ein kompletter Wandel sozusagen in den sozialen Formen, nicht so sehr wohl in der Kultur. Und die Forschung, die Geschichtswissenschaft und die

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Archäologie würden sagen, die sozusagen ehemaligen Händler, die jetzt da auf Landwirt umgeschult haben und diese Dorfstrukturen besiedelt, das ist so die Größe, aus der Israel dann später entsteht. Also nicht von außen her kommend, das Land erobernd, sondern in Umschichtungsprozessen im Land sich konstituiert haben. Eine ganz andere Geschichte und ich weiß nicht, wie ich die mit dem Josua-Buch auf den ersten Blick zusammenbringen soll, das sind völlig konträre Erzählungen. Und da könnte ich jetzt natürlich sagen, ja, dann da lügt doch jemand. Also entweder lügen die Geschichtswissenschaftler oder das Josua-Buch lügt. Ja, das Josua-Buch würde lügen, wenn sein Anspruch wäre tatsächlich eine objektive Beschreibung der historischen Anfänge der Größe Israel im Land

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zu geben. Aber ich glaube, das will das Josua-Buch auf dieser objektiv-geschichtswissenschaftlichen Ebene erstens nicht und zweitens könnte es das nicht. Denn als das Josua-Buch entsteht, sind vermutlich schon so zwischen 600 und 900 Jahre seit diesem ominösen Jahr 1200, was ich gerade so als Zeitmarko gesetzt habe, vergangen. Da gibt es keine großen Quellen mehr, wo man sagen kann, ich kann das rekonstruieren. Und wie gesagt, ich glaube, es ist nicht der Anspruch. Das Josua-Buch hat einen anderen. Das Josua-Buch geht von etwas aus, was zu der Zeit, als es entsteht, einerseits selbstverständlich und andererseits angefragt ist. Nämlich einer religiös motivierten Bindung Israels an das Land, in dem es lebt oder vielleicht gerade nicht mehr lebt. Also dieses Wissen, eigentlich ist dieses Land, auch nicht nur sozusagen aus pragmatischen Gründen, sondern auch aus religiösen und kulturellen Gründen, für uns wichtig.

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Aber das Land ist uns nicht sicher. Denn als das Josua-Buch entsteht, das ist die späte Königszeit und die Zeit des Exils, ist Israel vielleicht noch im Land, als die ältesten Texte des Josua-Buches entstehen, aber dort nicht mehr souverän, sondern wird von fremden Großmächten aus Mesopotamien beherrscht. Oder es hat danach das Land schon in der Exilszeit verloren und etliche von uns im Exil in Babylon. Und die, die im Land geblieben sind, sind nicht die Herren des Landes, es ist nicht unser Land. Also wo sozusagen diese Spannung sich auftut zwischen dem, ja eigentlich ist das Land wichtig für uns. Für uns ist es so zentral, auf der anderen Seite, es ist uns nicht sicher. Wir sind dabei, es zu verlieren. Wir sind nicht souverän, wir haben es vielleicht schon verloren und müssen uns umso zentraler die Frage stellen, welche Bedeutung hat ein Land, das eigentlich nicht mehr unseres ist, mit dem wir uns aber verbunden fühlen, für uns?

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Und das sind vielleicht Fragen, die das Josua-Buch viel kompetenter beantworten kann, weil es sozusagen nicht nur Anfänge Israels im Land beschreibt, sondern auch theologische Deutungen für diese Anfänge liefert. Also nicht wir sind zufällig ins Land gekommen, sondern wir sind in dieses Land gekommen, weil Gott eine Verheißung an unsere Vorfahren damit eingelöst. Wir sind im Land nicht, weil wir so stark, so mächtig, so tugbar und so gute Militärs und Strategen hatten, sondern weil Gott uns das Land gegeben hat und weil Gott uns befähigt hat, auch Gegner, die stärker waren als wir selbst zu besiegen. Also wo sozusagen der Landbesitz mit göttlicher Hilfe und einer göttlichen Verheißung, die vorausläuft, begründet wird. Und damit einerseits die Wichtigkeit des Landes eingeschärft wird, andererseits aber auch ein Deut, der Ansatz sich auftut, so die Erfahrung von Verlust oder Unsicherheit des Landes zu bewältigen, weil es theologisch begründen kann,

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okay, wir sind jetzt im Land instabil und wir haben es schon verloren, vielleicht weil wir Gott nicht so treu waren wie zu Josuas Zeiten. Und vielleicht hätten wir dann sogar eine Chance, wenn wir klug nachdenken, es wiederzubekommen, weil wenn wir in so Texten wie dem Josua-Buch lernen, das Landbesitz und Thora treu in einem direkten Zusammenhang stehen und wir feststellen, vielleicht verlieren wir gerade dieses Land oder wir haben es verloren, weil wir Gott und der Thora nicht treu waren, dann wäre doch das das Rezept für die Zukunft, oder? Wir können es umdrehen, indem wir zu Gott und zur Thora zurückkehren, Fragezeichen. Also man kann aus dieser Theologie auch Hoffnungspotenziale entwickeln. Und wenn man das Josua-Buch unter dieser Perspektive liest, dann sind es eigentlich Diskurse um die theologische Bedeutung des Landes für das Volk Israel und seine religiöse und auch kulturelle Identität, die in der Zeit des Exils und in der nachexilischen Zeit in Israel geführt werden, die sich im Josua-Buch manifestieren und die in den fiktionalen Erzählungen des Josua-Buches verhandelt und diskutiert werden.

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Und dann ist das Josua-Buch tatsächlich eine historische Quelle, aber nicht eine historische Quelle für die Anfänge Israels um das Jahr 1200 vor, sondern eigentlich eine historische Quelle für theologische Debatten innerhalb Israels in den Jahren zwischen 600, 500, 400 oder vielleicht bis 300 vor. Da liegt die Historie dieses Buches. Und ich glaube, wenn man diesen Fokus verschiebt, dann muss man sich gar nicht ärgern, dass die Historiker und die Archäologinnen ein ganz anderes Bild von den Anfängen in Israels zeichnen als das Josua-Buch, weil das Josua-Buch im Grunde in eine andere Zeit und vielleicht sogar von einer anderen Zeit spricht als von dem Jahr 1200. Das wäre so eine Perspektive, die ich zu dieser Frage geben will. Und jetzt bin ich eigentlich schon mehr oder weniger fließend zu diesem Punkt gekommen,

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dass ich die Frage stellen muss, wie ist das Buch geworden? Ich habe schon ein paar Jahreszahlen genannt. 600 und 300. Also 600 ist so ganz grob das babilonische Exil eigentlich von 85, aber egal. 600 kann man sich gut merken. Und der Text des Josua-Buches, den wir heute haben, der entsteht, der Großteil dieses Textes entsteht in der Zeit des Exils und in der Zeit danach. Was nicht leugnet, dass es vielleicht die ein oder andere Urkunde, den einen oder anderen Text, die eine oder andere Quelle oder Tradition gibt, die in die Königszeit vor dem Exil zurückreicht. Wenn ich mich frage, wie das Josua-Buch entsteht, gibt es vielleicht drei auffällige Beobachtungen, die mir helfen, das zu strukturieren. Die erste ist, ganz viele Texte des Josua-Buches lehnen sich in ihrer Theologie, in ihrer Sprache und Diktion an das Deuteronomium an.

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Das gilt für das erste Kapitel und das Kapitel 23, also Anfang und einen Teil des Schlusses. Und das gilt für viele Texte, vor allem im ersten Hauptteil des Buches. Im zweiten Hauptteil des Buches finde ich aber auch Texte, da vor allem gehäuft Texte, wenn es darum geht, Grenzen des Landes zu beschreiben, Grenzen einzelner Stämme zu beschreiben, die Verteilung des Landes zum Thema zu machen, die an briserliche Texte aus der Torah, vor allem aus dem Buknumerih ganz stark erinnern und auch in Sprache, Diktion und theologischer Vorstellungswelt Anschlüsse haben zu diesen Texten. Und ich habe zwei unterschiedliche Schlüsse. Das ist eine dritte Auffälligkeit, von denen der erste nur das Josua-Buch beschließt und nur das Geschehen der Josua-Zeit im Blick hat. Und der zweite eigentlich eine Gründungsgeschichte Israels von den Erz-Eltern bis in die Josua-Zeit, die einen viel größeren Geschichtsrahmen spannt.

65:02
Und ich glaube, die drei Beobachtungen, wenn man gut zusammenlegt, kann man so etwas wie ein grobes Modell zur Entstehung des Buches zeigen. Es ist so, dass zur Entstehung des Josua-Buches es ungeheuer viel Forschung gibt und auch im Moment sehr, wie soll ich sagen, sehr fein ausgearbeitet und auch sehr differenzierte Modelle, die diskutiert werden und auch publiziert werden. Also in meinen Augen das Filigranste. Ich rede gerade im Herbst 25, liegt in schon drei Bänden vor und ist noch gar nicht fertig. Also es hat noch nicht gar nicht das ganze Josua-Buch und es hat natürlich eine Filigranität, die ich hier nicht darstellen kann. Also wo der zeitliche Rahmen nicht passt und die auch argumentativ, also je filigraner sie werden, umso argumentativ fragiler wird das natürlich aus. Das heißt, die Anfragen werden mehr, je filigraner sie werden und deswegen versuche ich hier ein ganz simples Modell zu skizzieren. Das manchmal vielleicht auch ein bisschen grob ist, aber ihnen eine grobe Idee geben kann, wenigstens eine grobe, wie man sich die Entstehung vorstellen kann.

66:04
Ich lehne mich so ein bisschen an Eckhart Otto an. Und zwar mit der Idee, vielleicht beginnt das Josua-Buch mit Texten, die wir heute als Teile von Josua 2 bis 9 lesen in der späten Königszeit. Mit Erzählungen, die uns erklären, wie wir ins Land gekommen sind, auch schon theologisch deutend erklären. Und diese Erzählungen, die wir vielleicht in dem genauen Text umfangen, nur schwer greifen können, die werden dann offensichtlich im Exil, als Israel das Land auch wirklich verloren hat, erst einmal, nochmal aufgenommen und mit einem Rahmen versiegen, einem Rahmen, der aus Josua 1 und aus Josua 23 oder Vorstufen dieser beiden Texte besser gesagt besteht. Und einen Rahmen, der schon diesen Thora-Bezug ganz explizit setzt, also der Thora, wie Horst und Mann das Land bis jetzt miteinander verknüpft. Und dann eben in der Exil-Zeit auch so etwas wie eine Idee geben kann, warum haben wir das Land eigentlich verloren? Naja, weil wir vielleicht die Thora nicht gehalten haben, oder? Und wie könnten wir es wieder kriegen, indem wir vielleicht wieder Thora erhalten?

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Also wo in gewisser Weise Theorie C getrieben werden kann, erklärt werden kann, warum hat uns das Land genommen? Und auch ein Hoffnungspotenzial entwickelbar ist, wie könnten wir es vielleicht wieder bekommen? Und dieses exilische Josua-Buch wird dann so die Idee mit dem Deuteronomium verbunden, was auch gut erklären kann, warum diese starken Einflüsse in Theologie und Sprache vom Deuteronomium her im Buch, vor allem in den Rahmen und Texten und im ersten Hauptteil so massiv darstellt. Ein weiterer Ausbauschritt besteht dann darin, dieses Doppelwerk Deuteronomium plus Josua in Anführungsstrichen mit einem anderen Werk, das auch Israels Gründungsgeschichte erzählt und stärker durch priesterliche Theologie geprägt ist, also die Vorstufen von Genesis bis Numeri zu verbinden. Und diese Redaktion, die sie beiden Textblöcke verbindet, die wäre dann auch dafür verantwortlich, die stärker priesterlich geprägten Textpassagen im zweiten Hauptteil des Josua-Buches einzutragen,

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eben um da so eine Klammer zu schaffen, die dann das Ende von Deuteronomium plus Josua mit dem davor geschalteten Werk in Anführungsstrichen Genesis bis Numeri verbinden kann. Und dann erklärt sie auch der zweite Schluss, oder? Denn der zweite Schluss ist ein Schluss, der wirklich ein ganz dezidierter Schluss ist dieses dann gewachsenen Werkes, das im Grunde den Text, den wir als Genesis lesen, bis zu dem Text, den wir heute als Josua-Buch lesen, in sich vereint und in Josa 24 ein Abschlusstext ist, der genau diesen Erzählfaden nochmal aufnimmt und im Schluss einen zentralen Aspekt pointiert herausnimmt, diese ganze Geschichte zeigt, ihr müsst dem einen Gott treu bleiben, der eure Geschichte so gestaltet hat. Ausrufezeichen, ausrufezeichen, ausrufezeichen. Also ein Schluss eigentlich eines Buches aus unserer Wahrnehmung sechs Rollen, Genesis, Exsul, Serviticus, Numeri, Deuteronomium,

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so fünf, was Josua ist, sechs. Das ist ein Hexateuch in der Diktion der Forschung. Ist noch kein Josua-Buch. Wenn ich ein Josua-Buch haben will, muss ich das irgendwie von der Thora wegschneiden. Also sprich dafür, dass es fünf Bücher Mose und ein Josua-Buch gibt. Und das wäre dann ein Schnitt, der sozusagen als letzter passiert in der Textgeschichte, die sogenannte Pentateuch-Redaktion, die dann dafür sorgt, dass das Josua-Buch abgetrennt wird, die vielleicht noch so ein, zwei Texte im Josua-Buch verantwortet, aber nicht mehr die große Masse dieses Buches. Und dann tatsächlich am Ende eine Thora liegt aus fünf Büchern, die Thora des Mose, die dann sehr schnell zu dem unbestrittenen Grundlagenwerk aller Judentümer in Anführungsstrichen der persischen und jihadistischen Zeit wird. Also des Judentums in Jerusalem, des Judentums in Samaria, des Judentums in der syrischen und babilonischen Diaspora und auch irgendwann dann gut anerkannt des Judentums in Ägypten und einer weltweiten Diaspora

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oder weltweites Gutröhnung im Mittelmeer, einer Röhnungsmittelmeergelegenheit im Diaspora. Und zumindest in Jerusalem liegt neben dieser Thora die das jüdische Grundlagewerk, schlechthin ist es Josua-Buch, so etwas wie ein erster Kommentar zu dieser Thora, also Kommentar gerne in Anführungsstrichen, also ein Buch, das die Thora begleitet und in gewisser Weise Werbung für sie macht und zeigt, wie wichtig diese Thora ist für jüdisches Leben und jüdische Selbstvergewisserung. Genau, das ist also sozusagen die Grundlage, also eine Grundidee, wie das Buch entstanden sein könnte. Noch ganz kurz zur Textgeschichte. Also das Buch hat eine Geschichte, bis es zu uns kommt. Diese Geschichte ist für uns schwer zu enthüllen, aber sie ist in mancher Hinsicht konkreter

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angreifbarer als diese Entstehungsgeschichte, also die Geschichte vor dem fertigen Buch, weil wir da wenigstens materielle Zeugnisse dafür haben, also konkrete Handschriften, die wir in Beziehung zueinandersetzen können und die wir als materielles Zeugnis beforschen können. Und von daher kann man dafür Konjunktiv stärker in den Indikativ wechseln als bei den Fragen der Entstehungsgeschichte des Buches, wo der Konjunktiv immer noch die angemessenste Form ist, weil wir über Vermutungen, Mutmaßungen und Anschlüsse einfach nicht hinauskommen und nicht in die materielle Evidenz hineinfinden können. Zwei, drei Highlights der Textgeschichte danach. Was wir aus den Handschriften, die wir haben, den ältesten Handschriften ablesen können, sind eigentlich zwei Sachen. Offensichtlich ist das Josua-Buch, auch nachdem es fertig ist, irgendwie noch nicht so ganz fertig.

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Wir finden in den antiken Textzeugen, befundet dafür, dass das Josua-Buch in relativ unterschiedlichen Textfassungen kursiert. Also jetzt nicht ganz grob unterschiedlich, da fehlen ganze Kapitel, Plus oder Minus. Aber in vielen kleinen Details doch relativ unterschiedlich, was man daran messen kann, dass der hebraische Text, der dem heutigen im Mittelalter letztendlich in die endgültige Form gebracht vom asurätischen hebraischen Text zugrunde liegt, sich doch ein bisschen unterscheidet von dem hebraischen Text, der die Vorlage der griechischen antiken Übersetzung, der Sceptre Ginter gewesen sein muss. Und wir haben in Qumran die Überreste von zwei Rollen des Josua-Buches. Es wäre 4Q Josua A und 4Q Josua B oder, wer lieber die Nummern hat, 4Q 17 und 4Q 18. Die sind wirklich erbärmlich wenig Text davon übrig geblieben. Es tut fast weh, wie wenig Text tatsächlich überlebt hat von diesen Rollen.

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Aber das Wenige genügt schon, um zu sehen, dass es sich sowohl von dem Text, der vermutlich der griechischen Übersetzung zugrunde gelegen hat, als auch von dem Text, der unserem heutigen masurätischen hebraischen Text zugrunde liegt, wieder noch mal unterscheidet in einzelnen Buchstaben, Wörtern oder auch in der Positionierung einer ganzen Perikope. Denn die Geschichte, die wir heute in unseren Bibelzählungen aus Josua 8, 30 bis 35 lesen, die wir am Ende des Kapitels 8 platziert, das Josua ganz Israel versammelt und auf dem Berg Garitz im Titorat vorliest, diese Geschichte finden Sie in einer dieser beiden Josua-Qumran-Rollen, 4Q Josua A, am Ende von Kapitel 4 oder vor Kapitel 5. Die ist also gewandert offensichtlich. Auch in Sceptor Glint ist es nicht so markant an anderer Stelle, nur ein paar Verse in Kapitel 9 hineingerutscht, aber eigentlich auch verschoben gegenüber dem masurätischen Text.

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Also man merkt, da gibt es eine Perikope, die ihre wirkliche Heimat schwer findet, die in unterschiedlichen Textzeugnissen wandern kann. Und jeweils auch an dem Ort, wo es dann zu liegen kommt, für sich immer ein bisschen anderen Sinn macht, aber Sinn macht. Also man merkt, die Textzeugnisse sind ungeheuer bunt. Uns heute begegnet das Josua-Buch im Kanon natürlich etwas eingehegter. Wir haben das Josua-Buch ganz selbstverständlich als Teil des hebräischen Kanons, der in materieller Form für uns sich abbildet in den masurätischen Kodizes des frühen Mittelalters des 10. und 11. Jahrhunderts, wo wir tatsächlich vollständige Kodizes haben, die die ganze Bibel umfassen. Und da wo wir das haben, ist natürlich das Josua-Buch dabei. Und es ist völlig naheliegend, dass das Josua-Buch auf die Thora folgt, weil es einfach die Fortsetzung des Erzählfadens der Thora ist. Josua kann keinen sinnvollen anderen Platz im Kanon finden als direkt nach der Thora.

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Aber das Spannende ist so, in der Gruppstruktur eines hebräischen Kanons ist dann doch auch eine markante Zäsur gesetzt. Denn der hebräische Kanon hat drei Teile, die Thora, die Propheten und die Schriftbuch. Und Josua ist das erste Buch der Propheten und eben gehört nicht zur Thora, sondern das erste Buch eines zweiten Kanons, der von der Systematik des Kanons her so etwas wie eine Verhäutigung vergegenwärtigende Interpretation, der überhaupt ganz zentral grundlegend Thoraler ist. Also Josua als erster der Propheten vom hebräischen Kanon. Und das ist vielleicht auch noch mal so eine Wahrnehmungsverschiebung gegenüber, vor allem so wie wir es christlich lesen, aber ein ganz markanter Punkt. Und wenn ich jetzt schon sage, wie wir es christlich lesen, dann kann ich auch gleich zu einem christlichen Kanon kommen. Der christliche Kanon baut ja im Grunde auf dem sogenannten Septuagintakanon auf, also einen Kanon,

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der zurückgeht auf eine griechische Sprache, jüdische Antike-Übersetzung, die aber dann auch zu der ersten christlichen Bibel geworden ist. Und wenn man von einem Kanon spricht, den man auch materiell irgendwie nachvollziehen kann, dann ist man eigentlich schon in der Zeit des Christentums angekommen, denn die vollständigen Handschriften, das ist die ganze Bibel und das ist dann auch eine Bibel, die einen Ent hier umfasst, enthalten sind die großen Pandeckte aus der frühen Reichskirche, wie Kodeks Alexandrinus, Kodeks Sinaiticus, Kodeks Vatikanus und so weiter, die dann tatsächlich mehr oder weniger die ganze Bibel umfassen, wo man auch sagen kann, wo Josua seinen Ort findet. Und natürlich ist der Josua selbstverständlich drin, also auch keine christliche Bibel ohne Josua. Oder vielleicht dann besser gesagt, weil wir jetzt ja griechisch unterwegs sind, ist es das Buch Jesus. Also Josua heißt in der griechischen Bibel Jesus und so gibt es auch ein Buch Jesus in der griechischen Bibel,

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nicht im Neuen, sondern im Alten Testament. Das ist der Namenspatron sozusagen des Neu-Testamentlichen Jesus. Und wer dieses Buch im Rahmen dieser christlichen Septuagintakodizes liest, der wird sehr stark aus ein geschichtliches Buch wahrnehmen, als Anfang einer Erzählung von der Israelgeschichte, die dann in der Reihenfolge der Bücher alle geschichtlichen Bücher umfasst bis in die Maccabea-Zeit hinein, wenn sie sozusagen die richtige Handschrift vor sich haben, die dann auch bis zu vier Maccabea-Bücher umfasst, von denen immerhin noch zwei dann in den modernen katholischen Kanonen enthalten. Und dieser Ort als Anfang von Geschichtsbüchern, als Anfang einer Israelgeschichte, das ist auch der Ort, den sie dann in den modernen christlichen Bibel-Ausgaben, ob sie jetzt reformiert, evangelisch oder katholisch lesen wollen, also Luther, Zürcher Bibel oder die verschiedenen katholischen Übersetzungen, ist es im Grunde immer der gleiche Ort. Also Josua ist Geschichtebuch.

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Das ist unser Fokus, den wir christlich durch den Kanon trainiert haben. Das war mein zweiter Teil, die Historie. Und jetzt fehlt noch ein dritter. Und in diesem dritten Teil habe ich vorhin schon markiert, fehlen eigentlich drei große Themen, die es sich lohnen, nochmal theologisch zu beleuchten, weil es da auch in die Frage geht, was heißt, also welchen Sinn können wir diesem Buch abgewinnen? Hat das für uns noch eine Bedeutung? Und zum Teil auch, wie können wir dieses Ärgern, dieses Buch ist die Gewalt, religiös begründet, die Gewalt irgendwie auffangen? Oder wie können wir damit umgehen? Das sind jetzt noch drei Punkte, die jetzt zum Folgenden kommen. Ich fange mit dem Land an. Dass das Land Israel das große Thema des Josua-Buches ist, glaube ich, muss ich nach dem, was ich schon erzählt habe, nicht mehr nochmal wiederholen. Und wenn Sie selber sich an das Projekt wagen, ich lese das Josua-Buch, wozu ich Sie nur ermuntern möchte, dann werden Sie immer wieder und immer wieder auf das Land gestoßen,

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das war immer wieder unter einer ganz speziellen Brille, die Ihnen im Zusammenhang mit dem Land durchgehend aufgesetzt wird und die schon in Josua 1 Ihnen auf die Nase gesetzt wird, und sie sich dann durchzieht, nämlich die Brille, dass das Land, von dem die Rede ist, immer das Land ist, das dort den Vätern Israels verheißen hat. Also nicht irgendwie ein beliebig zufälliges, sondern eines, das Ziel einer langen Beziehungsgeschichte zwischen Gott und Israel und Gegenstand einer göttlichen Zusage an Israel ist. Das ist also der Kern und Nukleus eigentlich einer Landtheologie des kanonischen Josua-Buches, wenn Sie das Buch als Ganzes lesen, so wie Sie es in Ihrer Bibelausgabe vorfinden. Wie gesagt, das ist ganz am Anfang gesetzt und Sie könnten auch nochmal ganz oder relativ vom Schluss, vom Ende von Kapitel 21, ein Vers hören. Den lese ich vor, wo nochmal dieser Fokus ganz klar betont wird. Da heißt es, und so gab Adonai an Israel das ganze Land.

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Und das ist resümierend eigentlich alles, was bis Ende von Kapitel 21 im Buch erzählt worden ist. So gab Adonai an Israel das ganze Land, das zu geben, er geschworen hatte ihren Vätern, und sie nahmen es in Besitz und sie wohnten darin. Also dieser Geschwur Gottes an die Väter, an die Vorfahren Israels und dieser Aspekt, dass es eine göttliche Gabe, keine zufällige Eroberung oder so etwas ist, das ist zentral. Und wenn man sich jetzt das Buch, wenn man jetzt so die Präsentation des Landes im Buch anhört, in den Details, dann ist man vielleicht verwundert. Weil wenn ich erfahre, ich habe hier ein Buch, in dem das Land ganz wichtig ist, dann würde ich vielleicht modern erwarten, dass ich da fast so ein bisschen Reiseführer-Literatur oder irgendwie was wie Geographie bekomme, oder? Also Erdkunde. Das heißt, dass mir das Land beschrieben wird in seinen Topographien, mit seinen Bergen, Tätern, Flüssen, Hügeln und so weiter. Oder mit seinen wirtschaftlichen Ressourcen, seinen landschaftlichen Schönheiten, seinen Highlights, seinen Wegen und Straßen.

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Mit Siedlungstopographien und so weiter. Aber ich bekomme nichts davon oder fast nichts. Das ist nicht das Thema. Ich habe kein Bild von einem Land vor mir, das ich eher auf eine Postkarte malen könnte, wenn ich das Josua-Buch lese. Ich kriege Bilder auf einer ganz anderen Ebene. Und die andere Ebene ist vielleicht folgende. Eine ganz wichtige Idee ist, dass das Land ein Memorialort ist. Ein Ort, der uns an Israels Grundlegendes erinnert. Ich habe vorhin, als ich das Buch so versucht habe nachzuerzählen, relativ ausführlich erzählt davon, dass Israel, nachdem es durch den Jordan gegangen ist, direkt auf der anderen Seite 12 Steine mitgenommen hat. Aus dem Jordan und die dann aufstellt. Und da ein Denkmal schafft. Und das im Text auch so gesprochen wird. Das ist ein Ort, wo sich die nachfolgenden Generationen wundern sollen, warum da stehen die Steine, ihre Eltern fragen sollen, die Eltern sollen ihnen eine Antwort geben,

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die diesen Ort erklärt aus seiner Entstehungsgeschichte heraus. Nämlich, dass es der Ort ist, wo wir über den Jordan gegangen sind, weil uns Gott hier in das Land gebracht hat und so weiter. Also wo sozusagen im Land Markierungen gesetzt werden, die an die Gründungsgeschichte erinnern. Und zwar in dem Fall an das hineinziehen ins Land. Ein Wunder, das seinerseits wieder erinnert an das noch größere Wunder. Auch ein Wasserwunder, wie Israel aus Ägypten zog, wo auch das Wasser die Staudien Israel auf trockenem Boden durch ein Gewässer ziehen konnte. Wo also sozusagen diese Rettungs- und christlich, wir haben es Heilsgeschichte nennen, sozusagen hier erinnerbar wird. Also die Heilsgeschichte, die zurückreicht bis an die Anfänge Israels, eben bis zum Exodus, die einen Erinnerungsort bekommt. Und dieser Ort wird aufgeladen mit der Erinnerung an oder mit dem Vollzug der Bescheidung, einem erneuten Vollzug der Bescheidung, die an den Bund Gottes mit den Erzältern erinnert mit Abraham.

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Und der Bund, von dem ja auch Israels Landbesitz irgendwie abhängt und mit dem ja auch Israels Landbesitz als Grabe Gottes, weil Gottes und Väter verheißen hat, ja verbunden ist. Also die Beschneidung und die Zeil der Erzältern wird sozusagen verortet, mit einem Memorialort versehen im Land. Es wird dort das Pessach gefeiert, also der Exodus verortet sich hier im Land. Es gibt ganz viele andere Steinsetzungen, die Jusa noch vollzieht, die an einzelne Ereignisse der Landnahmezeit erinnern, die aber auch weiterhin an grundlegendes Vor der Landnahmezeit erinnern, zum Beispiel wenn Joshua auf dem Berg Garitzim die Torah verkündet, sie auf Steinstehlen streitet und die Steinstehlen dann dort stehen bleiben. Also die Torah und die Grabe der Torah als weiteres grundlegendes Ereignis und weiterer grundlegender Akt Israels, ein Ort im Land bekommen.

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Das Land ist eine Memoriallandschaft, das heißt, wenn Sie mit dem Joshuabuch in der Hand durch das Land gehen, dann wird das Land letztendlich transparent lesbar auf das eigene Begründen derchen, also das, was die eigenen religiösen und kulturellen Identitäten Israels grundlegt und begründet, das repräsentiert sich für mich im Land. Das ist wie so eine Schicht, die ich über die Topographie und Biografie des Landes hinüberlege, eine theologisch bedeutungsragende Schicht, die das Eigentliche des Landes ausmacht. Und diesen zusätzlichen Layer, den gibt es noch in einer zweiten Dimension, wenn Ihnen im zweiten Teil des Buches das Land als Siedlungsgebiet der Stämme präsentiert wird. Ich habe vorhin diese vielleicht beim ersten Lesen wirklich zutreffende Umschreibung gegeben, dass es ein Telefonbuch auf Valium ist, also etwas, was auf den ersten Blick ungeheuer langweilig wirkt, mit ganz vielen Gebietbeschreibungen und Listen.

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Ich kann nur einladen, sich das zuzumuten und es trotzdem zu lesen. Und wenn Sie es tun, wenn Sie sich darauf schlossen, dass es ein spannendes Momentum gibt, das Sie beobachten können, lesen Sie, wie die Grenzen beschrieben werden. Die Grenzen werden beschrieben so, dass ganz viele Bewegungsverben vorkommen. Also die Grenze ist nicht statisch, sie ist hier Punkt, hier Punkt, hier Punkt, und jetzt sie im Kopf verlinien, du hast die Grenze, so ist es nicht. Es wird so beschrieben, als ob die Grenzen durchs Land laufen. Sie ziehen dorthin, sie laufen von dort nach Osten fort, sie machen Klär an dieser Stelle, sie laufen hinauf, es gibt auch eine dritte Dimension, es geht nach oben an einer Stelle, es geht nach unten und macht Klär an einer anderen. Fast so, als ob ein topographisches Relief, das Sie gar nicht sehen können, sich vor Ihren Augen aufzutun in 3D, wo sich die Grenzen durchziehen. Und diese Grenzen dann eben in sich schon bewegliche Größen sind

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und die Grenzen aber gleichzeitig auch definierende Größen, sondern die bestimmen sozusagen die konkreten Territorien der einzelnen Stämme. Und in diesen mobilen Grenzen, die durch das Land laufen, bildet sich damit eigentlich ein Volk Israel ab, das sich von seiner Herkunft her als eine genealogisch definierte Größe, also eine Größe, die sich durch Abstammungsverhältnisse und die Herkunft von einer Gründungsfamilie, die mit Gott ein enges Bündnis hat, erklärt und definiert. Und dieses geworden sein Israels als eine Größe, die aus einem Ursprung kommt, aber sich genealogisch ausdifferenziert, dies legt sich sozusagen als ein schichtaftes Land und bildet sich ab in den Grenzstrukturen dieses Landes, das dann mit Siedlungen und Gehöften gefüllt wird. Also wo sozusagen die soziale Struktur Israels auf das Land aufgeprägt und dem Land eingeprägt wird. Also eine weitere Geschichte, die sich über dieses Land hinüberlegt und das Land formt. Und am Schluss wird das ganze Land auch mit Leviten und Priesterstädten geprägt,

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die dann grundlegende Strukturen der Thora auf das Land übertragen. Also die Thora, die soziale Gestalt Israels und sozusagen die in den Memorialorten, in das Land gebrachte Israelgeschichte sind die Größen, die tatsächlich die Kontur dieses Landes gibt. Das ist das Land tatsächlich als eine Israelgröße im wahrsten Sinne des Wortes. Und das macht das Joshua-Buch, wenn man es liest, ungeheuer spannend, weil jemand in diesem Buch offensichtlich oder viele Generationen in diesem Buch ganz stark nachgedacht haben, was macht eigentlich uns aus. Und das, worauf sie gekommen sind, mit dem Land korreliert haben und das Land als Abbild dessen präsentieren in diesem Buch. Das heißt, mit dem Joshua-Buch können sie das Land als ein Israeldenkmal lesen. Wenn sie im Land sind und mit dem Buch durch das Land gehen, würde das so funktionieren, oder würde das Joshua-Buch vorstellen, dass es gut funktioniert.

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Und wenn sie jetzt nicht im Land sind, weil sie im Exil sind, dann ersetzt ihnen das Buch in gewisser Weise das Land. Es repräsentiert im Lesen das nicht so gängige Land für sie und macht es zu einer Größe ihrer Gegenwart, die für sie konkret erreichbar ist. Es kann also auch Landverlust und Exil kompensieren, helfen. Und das ist eine sehr geniale Gestalt, die das Buch da annimmt. Über die Thora, das ist der zweite Punkt, den ich hier anstrengen will, habe ich im Wesentlichen schon gesprochen. Eine grundlegende Ideologie, in Anführungsstrichen, des Joshua-Buches ist, Thora halten ist Erfolg und Thora vergessen ist Misserfolg. Und wenn ihr ein Misserfolg seid, haltet die Thora, dann geht es euch wieder gut. Das mag einfach klingen, aber es ist etwas, was sich durch das Buch durchzieht und wirklich immer wieder eingehämmert wird. Sie finden ganz oft Formulierungen, dass Joshua etwas so tut, wie es in der Thora steht oder dass Joshua etwas nach dem Vorbild des Mose, also das Mister Thora in Anführungsstrichen, tut.

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Dass das Handeln und Agieren des Joshua im Joshua-Buch durch die Thora und das Vorbild der Thora und die Maßgaben der Thora durchgehend geträgt ist. Dass Joshua an manchen Stellen Gottes Reden hört, aber Gott eigentlich immer in den Worten der Thora spricht. Alle langen Gottes Reden sind eigentlich mehr oder weniger Kompilationen aus Phrasen, die sich innerhalb der Thora finden. Fast so, als ob Gott aus dem Buch heraus zu Joshua sprechen würde. Sie haben so eine durchgehende Omnipräsenz, die, wie ich vorhin schon gesagt habe, sie eigentlich, wenn sie sie ernst nehmen, am Schluss dazu zwingt zu sagen, okay, jetzt habe ich das Joshua-Buch gelesen, aber jetzt weiß ich, jetzt muss ich eigentlich die Thora dazulesen. Also wenn das Ihre Schlussfolgerung wäre und wenn das bei Ihnen tatsächlich einschlagen würde, dann hätte das Buch wahrscheinlich seinen letzten Zweck und sein letztes Ziel erreicht. Das ist das, was das Buch bei Ihnen bewirken will. Am Schluss haben Sie Lust, ich muss jetzt Thora lesen. Also sollten Sie das Joshua so ein herzliches Gekunst, super, dann hätte das Buch seinen

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letzten Sinn. Trauen Sie sich ruhig, es ist eine Lesung. Und der letzte Punkt, auf den ich eingehen will, der hat auch etwas mit der Thora zu tun. Und das ist das Gruselige, das ist dieser Cherem. Cherem ist der Terminus, der im Hebraischen steht für diesen Bann, für diese Totalvernichtung der Völker, Canaans, Angefangenheit, Freiereshoch, dass man also, wenn man eine Stadt erobert, alle umbringt, wirklich alle komplett. Sogar das Vieh, also alle Menschen ohnehin, das Vieh und so weiter. Also ein ganz ungeheuer brutales Vorgehen, das aber immer theologisch begründet wird. Und ich lese Ihnen da gerne so einen letzten Satz oder einen letzten Abschnitt des ersten Hauptteils vor, in dem das nochmal ganz kurz auf den Punkt gebracht wird. So was wie ein Summary der Eroberungen des Joshua, den Joshua 11. Und da spitzt es sich am Ende genau auf diesen Cherem, auf diese Totalvernichtung, diesen Vernichtungsbann zu. Da heißt es, nicht viel fort ein Wort von allem, was befohlen hatte, der ewige Demose.

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Joshua nahm dieses ganze Land ein, das Bergland und den ganzen Nägeln von das ganze Land Roschen und die Shefela und die Araber und das Bergland Israels und seine Shefela vom Berg Halach, der nach Seir hin ansteigt, bis nach Bar-Hegad in der Ebene des Libanon unter dem Berg Hermon. Also, wenn Sie die Landschaften nicht kennen, das ist einmal von Süden nach Norden das ganze Land zwischen Mittelmeer und Jordan, so grob. Also das ganze Land. Und all ihre Könige ergriffen und töteten sie. Viele Tage hatte Joshua mit all diesen Königen Krieg geführt und es gab keine Stadt, die Frieden geschlossen hätte mit den Söhnen Israels. Außerdem hewitterte er in Gibion und alles hatte sich in Krieg genommen, denn es war von Adonai her ihre Herzen zu bekräftigen zum Krieg gegen Israel, damit der Bann an ihnen vollstreckt würde, also diese Totalvernichtung, dass ihnen keine Erbarmen gewährt würde, sondern dass sie ausgerottet würden, so wie Adonai dem Mosel gefohlen hat.

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Also der Schlusssatz, und ich glaube, das ist der Satz, der der Nachhalt auch gerade für mitteleuropäische Ohren ist, dass sie ausgerottet würden, so wie Adonai es dem Mosel gefohlen hat, wie der ewige Mosel gefohlen hat. Also ein Völkermord im Auftrag Gottes. So könnte man es kurz runterbrechen, wenn man dem Text wenig wohlgesonnen und so die Spitze dieses Textes aufhängt. Und der Text arbeitet mit Totalitäten. Das ganze Land, der über alle Könige besiegt, dass sie haben ganz oft so Wörter wie ganz und alles jetzt in diesen paar Zeilen Text gehört. Und am Schluss eben spitzt sich diese Totalität so auf alles umgebracht. Und zwar auf göttlichen Befehl hin. Und wenn da von göttlichem Befehl die Rede ist, dann ist wohl vor allem an zwei Texte aus der Thora gedacht, nämlich an Deuteronomen 7, 1 bis 5 und an Deuteronomen 20, 15 bis 18, wo tatsächlich genau diese Anweisung auch zu finden ist, alle Völker Karlans umzubringen. Wenn man das Land im Besitz nimmt. Und ich könnte das jetzt glaube ich relativ flott, ich gebe mir jetzt eine Minute aus

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der Welt schaffst du das Problem. Indem ich ihnen ganz einfach sage, naja, sie müssen den Text genau lesen. Also die beiden Thoratexte erst einmal. Da ist diese Anwendung alle umzubringen. Aber diese Anwendung ist ganz spezifisch eine Sonderregel formuliert, die nur in der Zeit der Landnahme gilt und nie in einer anderen Situation. Und die nur gegenüber den sieben Völkern Karlans, die in Deuteronomen 7 netterweise alle drei nachher ausgezählt werden, dass ich auch ganz genau weiß, wer der Opfer sein darf oder die einzigen legitimen Opfer sind. Nur da darf ich es anwenden. Und wenn ich jetzt natürlich weiß mit etwas Geschichtswissen im Hintergrund, dass diese Zeit der Landnahme nicht nur schon ewig lang vorbei ist, sondern eigentlich nie gewesen ist und zweitens ich auch weiß, dass diese sieben Völker Karlans einfach eine Fiktion

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der Bibel sind und dass die nicht nur, dass es gar nicht stimmt, dass die schon lange verschwunden sind, sondern dass es sie eigentlich auch nie gegeben hat. Da muss ich eigentlich zu dem Punkt kommen, dass dieser Karem eigentlich eine Größe ist, die nur im Text, also diese Totalfernichtung, eine Größe ist, die nur im Text existiert in einer fiktionalen Vergangenheit aufgehoben ist, die auch keine Gestaltungskraft auf Zukunft hin beansprucht, weil ich darf sie nur während der Landnahme, die vorbei ist oder nie war, und nur gegenüber den sieben Völkern, die vorbei sind oder nie war, anwenden. Und ich darf es in keiner Zukunft anwenden. Das heißt, es ist eigentlich auch die Gefahr des Missbrauchs gebannt, dass jemand sagt, ja, ich mach das jetzt mal. Ich legitimiere einen künftigen Krieg damit. Und ich weiß nicht, ich glaube, die Minute habe ich jetzt nicht geschafft, aber es ging jetzt relativ flott. Und damit hätte ich es historisch glatt gebügelt. Das ist schon mal nicht schlecht, glaube ich. Aber ich hoffe, Sie sind noch nicht ganz zufrieden mit dieser Erklärung, weil diese Erklärung, die stößt auch in die Schwäche sozusagen einer nur historischen Apologetik.

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Die kann natürlich nicht die einentscheidende Frage stellen, fiktiv oder nicht, warum? Also warum setzt sich in einen Text eine solche Grausamkeit? Und vielleicht, wenn ich mir dann bewusst werde, ja, das ist gar keine Handlungsanweisung für mich heute oder für irgendeine Zukunft, dann ist die Frage vielleicht noch virulenter. Warum dann diese Grausamkeit, wenn sie gar, wenn sie auf gar nichts oder vermeintlich gar nichts hinzieht? Also was ist der Sinn von so was? Das ist doch die Frage, die dann anschließen muss. Und die Antwort auf diese Frage muss eigentlich aus einer sozusagen kanonischen Lektüre des Textes und Text meint hier Josua, Brustora, eigentlich herauswachsen, die Pragmatik dieses Literaturwerks, also als ganzes Versuch zu verstehen, wenn es um diese Frage geht, warum erzählen die diese Bildstory von diesem Kerim und vielleicht dann zugespitzt durch den Historiker, der dann sagt, das war ja gar nicht. Um diese Frage zu beantworten, muss ich vielleicht nochmal kurz in die Toilette springen.

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Und zwar vielleicht lohnt es sich sozusagen das grundlegende Recht anzuschauen oder einen dieser Rechtstexte anzuschauen, auf die Josua verweist mit der Formulierung, ja, der Bahn ist vollstreckt worden, so wie Gottes dem Mose befohlen hat. Also die Stelle, wo Gottes dem Mose befiehlt, die lohnt sich genauer anzuschauen. Und das wäre, ich würde jetzt mal Deuteronomen 7 hernehmen, Deuteronomen 7, 1 bis 5 und den Vers 6. Der Text, glaube ich, hilft uns, dem nahe zu kommen, bis man jetzt so. In meinen Augen ist der Text für sich ungeheuer spannend. Und zwar, ich lese ihn mal vor. Wenn dich bringt der ewige dein Gott in das Land, in das du kommst, es in Besitz zu nehmen, und er viele Völker vertreibt vor deinem Angesicht, nämlich, und jetzt kommen sieben Völker, sie können mitzählen, die sieben Völker Kanahans, nämlich den Hethiter und den Geraschiter und den Amoriter und den Kanahmiter und den Pergesiter und den Hibiter und den Jebusiter, ihr habt es geschafft.

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Sieben Völker zahlreicher und mächtiger als du. Und wenn sie der ewige dein Gott vor dich gibt und du sie schlägst, dann bahnen, bahnen sollst du sie, also total vernichten sollst du sie. Und dann geht der Text aber weiter. Du sollst mit ihnen kein Bündnis schließen und du sollst dich ihrer nicht erbarmen und du sollst dich mit ihnen nicht verschwägern, nämlich deine Tochter sollst du nicht geben seinem Sohn und seine Tochter sollst du nicht nehmen für deinen Sohn. Denn ihr werdet abweichen lassen, deinen Sohn von hinter mir weg und sie werden anderen Gottheiten dienen. So dass ein Brennendwetter zur Anadonais gegen euch und dich schnell zugrunde richten wird. Was ich an dem Text spannend finde, ist natürlich, sie haben diesen Herren am Anfang, sie haben die sieben Völker, von denen ich vorhin schon gesprochen habe und sie haben aber noch andere Anweisungen. Denn nachdem ich die sieben Völker alle umgebracht habe, darf ich kein Bündnis mehr mit ihnen schließen und ich darf sie auch nicht wechselweise heiraten. Das ist spannend, oder?

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Weil eigentlich dürfte gar niemand mehr da sein zum Verträgen machen oder zum Heiraten. Wo der Text offensichtlich selber davon ausgeht, dass dieses Herrengebot irgendwie so aus wie eine Zuspitzung ist, sozusagen die idealste Form einer guten Idee, dass die aber gar nicht realisierbar ist. Weil der Text selber eben wie gesagt davon ausgeht, dass am Schluss immer noch genügend rumlaufen, die ich theoretisch heiraten könnte oder mit denen ich verschiedene Verträge machen könnte. Also Bündnisse schließen und Bündnis schließen, das kann alle Ebenen von Vertrag mit anschließen. Was dem Text aber wichtig ist, ist offensichtlich sozusagen, dass in dem Moment, wo Israel auf andere trifft. Also Israeler Völker, die anders sind als wir, in Anführungsstrichen, und die durch ihre Andersartigkeit vielleicht auch eine Verführung oder eine Gefährdung darstellen können, weil sie uns dazu bringen könnten, von dem was für uns und für unsere Identität

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zentral ist, die Verehrung des einen Gottes, das Leben nach der Torah, das irgendwie aufzuweichen, Kompromisse zu machen, nachzugeben oder Fremdes in unsere Religiosität zu integrieren. Dass an der Stelle, wo wir sozusagen auf eine Grenze treffen, dass wir da wissen, wer wir sind und dass wir Instrumente schaffen sozusagen im Kontakt mit den Fremden unsere eigene Identität so zu sichern, dass das Fremde für uns keine Gefährdung wird. Deswegen zum Beispiel hier keine Bündnisse und keine Ehe, weil die Ehe ja sozusagen wie der Text es darstellt ja direkt der Importweg ist sozusagen für die fremde Kultur, die fremde Religiosität, wie dann unsere Kultur und Religiosität verwässert. Also das ist sozusagen das eigentliche Anliegen, dass der Text hat Identitätssicherung und ein Bewusstmachen, dass Identitätssicherung für uns ein zentraler Punkt ist und sozusagen eine Input zu setzen, überlegt euch Wege. Und natürlich der Weg alle umzubringen, die eine Gefahr für uns sein könnten, das ist

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so die radikale Zuspitzung, die der Text hier bietet, die aber gleichzeitig wieder dadurch relativiert, dass er danach eigentlich davon ausgeht, dass wir doch niemanden umgebracht haben und theoretisch alle noch heiraten könnten, von denen die wir dann doch nicht ermordet haben und das dann nicht tun sollen. Und Spannung ist jetzt, dass Joshua das durchzieht. Also nicht sozusagen den realistischen Weg, sondern erst einmal den idealen radikalen Weg. Jetzt, Joshua-Buch tut so, als ob man diesen Befehl, ihr bringt alle Völker, keiner ans Komplettum, machen könnte. Und so startet das Joshua-Buch. Und schaltet in Kapitel 2. Weil das erste Opfer dieser Zutatvernichtung auf das Israel trifft und das in Bucher Rolle spielt, ist die Figur der Rahab. An der wir lernen, okay, die erfüllt alle Kriterien, dass wir sie umbringen könnten. Sie ist keine Annäherin, sie ist eine fremde potenzielle Kotführerin und so weiter. Ich kann den ganzen Katalog nochmal aufzählen, so not könnten wir sie auch noch heiraten,

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was ich auch alles nicht darf. Und es stellt sich heraus, sie ist fremd, ja, nach Abkunft und Herkunft und Abstimmung. Aber so wie sie spricht und redet, ist die eine von uns, die bekennt sich zu dem einen Gott Israels, die versteht Gottes Geschichtswirken und die handelt deswegen uns gegenüber solidarisch. So jemanden können wir doch nicht umbringen. Also das wäre ja eigentlich nicht gemäß, sondern gegen dieses Gesetz, wenn wir der was anhalten. Und so bleibt die Rahab am Leben. Und wir lesen weiter und treffen in Kapitel 7 auf einen Judea Achan, der natürlich zu uns gehört nach Abstammung und Abkunft, aber so handelt wie ein Fremder. Und am Ende wird Achan fällt unter den Bann, obwohl der Bann doch für die Fremden und nicht für uns vorgesehen ist. Und in Kapitel 9 haben wir die Gibeoniter, die auch um den Bann herum kommen und trotzdem dieses Gebot nicht verletzen. Und zwischendurch haben wir viele Erzählungen, wo der Bann angewandt wird auf verschiedenste

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Völker. Mit der spannenden Beobachtung, da müssten ganz viele weg sein nach Kapitel 12. Und in Kapitel 13 bis 21, wenn die Stammesgebiete Israels beschrieben werden, tauchen die alle wieder auf, weil wir immer die Sätze haben am Schluss der Stammesgebietbeschreibung. Da und da sind aber übrigens noch keine näher übrig geblieben. Also zum Beispiel, Sie erfahren in Joshua 10, dass der König von Jerusalem einer der Anführer einer Koalition ist, die versucht, Israel anzugreifen und aus dem Land zu treiben und dann von Joshua besiegt wird. Und dabei natürlich auch der König von Jerusalem getötet wird. Und Sie erwarten ja, dann ist Jerusalem aber auch zerstört, eingenommen und gehört zu uns. Und im letzten Vers des Kapitels 15 erfahren Sie nein, Jerusalem ist keiner näher geblieben. Es liegt am Rand des Stammesgebietes von Judah, aber es gehört auch zu uns.

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Und so weiter. Also alle, die wir eigentlich hätten umgebracht hätten können, von uns umgebracht werden hätten sollen. Sie können sich jetzt nicht den Konjunktiv selber überlegen. Die sind am Ende, im zweiten Teil des Joshua-Buches irgendwie wieder da, wo das Joshua-Buch diese Totalität, die es imaginiert. Am Ende eigentlich auch wieder aufweicht. Und was ich dann am Ende des Joshua-Buches lerne, sind eigentlich zwei Informationen. Diese Radikalität und Totalität. Wir robben alle aus, um unsere Identität zu sichern. Die funktioniert aus ganz vielen Gründen nicht. Und das lerne ich im Joshua-Buch. Das zeigt mir das Joshua-Buch, weil sozusagen diese einfache Aussage alle umbringen, viel zu unscharf ist, weil das Leben viel bunter ist. Das sind die Beispiele Raha und Achan. Also Leute, die eigentlich dann adäquat am besten behandelt werden, wenn man sie nicht nach den Buchstaben dieses Gesetzes behandelt, sondern vielleicht nach seinem Sinn. Und ich lerne aber noch was zweites.

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Und das darf man auch nicht vergessen. Das ist ein ganz wichtiger Impuls des Joshua-Buches. Wenn Gewalt keine Lösung ist, bleibt trotzdem der Impetus, der Thora bestehen. Da wo er in Kontakt mit dem Fremden und mit nicht israelitischer Kultur und Religiosität und nicht israelitischen Identitäten trete, müsst ihr euch auch bewusst sein, eure eigene Identität, eure religiöse und kulturelle Identität zu kennen und zu wissen, wie ihr sie bewahren könnt, dass ihr euch nicht verliert in Kontakt mit dem anderen, dass ihr hier bleibt. Also sozusagen eine gewisse Grenzkultur, ein Grenzmanagement, ich muss oder ein Identitätsmanagement, muss meine eigene Identität bewahren und passende Wege finden. Und das ist ein Impuls, der aus diesen Herrengeboten der Thora herauskommt und der dann am Ende auch als Ausrufezeichen im Joshua-Buch stehen bleibt. Also nicht das Wortwörtliche, aber die Grundidee, die bleibt wichtig. Aber die Gewalt ist nicht der passende Weg dazu.

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Das lernt man im Joshua-Buch. Das heißt, es ist eine sehr differenzierte Hermeneutik dieses Herren, die das Joshua-Buch bietet. Und zwar dadurch, dass es einfach damit anfängt, es radikal durchzuziehen und uns im Leseprozess vorführt, wie wenig das so funktioniert und wie wichtig, umgekehrt, andere Wege zu diesem Ziel sind. Und das ist natürlich etwas, wo ich sagen würde, das macht das Joshua-Buch dann doch wieder spannend und relevant, weil es einen ganz wichtigen Punkt, der für uns heute auch bis ins Hagelschau hinein immer noch eine Relevanz hat, nämlich die Frage nach religiös legitimierter und fundierter Gewalt anpingt. Aber was das Joshua-Buch gleichzeitig so schwierig macht, ist natürlich, dass es da nicht einfach eine, ja sozusagen in einem Satz oder ein Tweet, ich glaube hakebare, einfache Lösung bietet. Die Lösung ist, und jetzt habe ich 120 Buchstaben, um die Lösung zu sagen. Das ist nicht das, was das Joshua-Buch bietet, sondern es hat einen anspruchsvollen Weg in

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der Geschichte über 24 Kapitel, in der Sie auf diese Lösung kommen können. Nicht, weil Sie müssen entdecken und auspacken und für sich selber integrieren. Das ist eine große Herausforderung, aber es kann natürlich auch spannend sein für alle, die sich aus dem Weg machen, diese Entdeckung zu machen. Und da bin ich eigentlich schon bei der Relevanz des Buches angekommen, oder? Also das Buch Joshua bearbeitet Themen, die heute in der Tagesschau vorkommen können. Und das macht das Buch irgendwie relevant. Also das Thema Land, Land Israel, das kommt verlässlich in der Tagesschau immer wieder. Jetzt gerade Herbst 25 ist diese Ausnahme hier. Als ich das einspreche, hat Trump gerade den Geiseldil einigermaßen auf trockenem Boden gebracht, soweit dass die israelischen Geiseln Gott sei Dank aus Gras heraus sind. Die Zukunft kenne ich nicht, aber ich bin mir ziemlich sicher. Das Land ist nicht aus den Nachrichten verschwunden.

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Auch zu späterer Zeit, wenn Sie dieses Video sehen oder hören werden. Die Frage religiöser Gewalt überhaupt oder religiös fundierte Gewalt ist ein Thema, das uns aktuell beschäftigt. Das Thema Identität und Grenzen ist ein Thema, das uns immer wieder umtreibt, weil das das sozusagen auch innenpolitisch eine gehrende Sache ist. Wir streiten um Grenzen, wir reden um Identitäten, um religiöse, auch um nationale Identitäten. Oder wir wollen gar nicht drum ringen, weil das Thema irgendwie unangenehm ist. Aber wir müssen. Und das sind die Themen, die das Joshua-Buch behandeln. Und ich will jetzt nicht sagen, nehmen Sie einfach die Lösungen des Joshua-Buches, weil die passen auf unsere Zeit natürlich nicht. Aber Sie können das Joshua-Buch tatsächlich lesen, das ist ein Buch, das genau diese Themen behandelt. Die Frage, wer sind wir eigentlich? Was macht uns aus? Wo sind unsere Grenzen? Wie verhalten wir uns zu diesem Land, diesem neuralgischen, schwierigen Land?

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Und wie ist unsere Positionierung zur Gewalt? Und es kann ungeheuer relevant und spannend sein, da einfach biblische Stimmen und biblische Ideen zu hören. Und wie gesagt, es ist nicht passend, zu sagen, okay, ich nehme die einfach und wende sie heute an. Und das lernen Sie auch schon im Joshua-Buch. Das Joshua-Buch macht das Gleiche. Es sagt auch, okay, ich nehme diesen Kern aus der Torah und tue mal so, als ob ich ihn anwenden könnte und stell fest, naja, ich kann ihn nicht wörtlich anwenden. Aber ich kann sozusagen versuchen, Ideen herauszuziehen, die mir vielleicht weiter helfen für meine Gegenwart und für die Debatte meiner Gegenwart oder wichtige Impulse herauszuziehen. Und das ist natürlich, gerade wenn wir als Christinnen und Christen das lesen, machen wir schon unangenehm. Oder? Und wir werden es das Joshua-Buch, also nicht nur, dass es uns an die schwierigen Passagen der Tagesschau ständig erinnert, sondern dass es uns auch an Schattenstellen christlicher Theologie führt. Also Israels Identität ist das Thema.

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Und das ist ja nicht mit dem Ist-Gleichzeichen christliche Identität. Also wir wissen, Israels Identität hat mit uns was zu tun. Und trotzdem ist der Unterschied, wir Christinnen und Christen sind nicht Israel. Wir hängen an Israel dran. Dieses Verhältnis ist aber ungeheuer schwierig. Seit 2000 Jahren ein echtes Problem für uns. Die theologische Relevanz des Landes, das für Israel völlig unstrittig ist und das im Joshua-Buch breit bearbeitet wird, ist für uns ein offenes Desiderat. Wir wissen einfach nicht, wie wir uns diesem Land, das wir das Heilige nennen, weil wir es auch mit Jesu leben verbinden, das ist mit einem anderen Joshua übrigens in der Bibel, wie wir das richtig einordnen sollen. Und die Thora ist für uns seit der späten Zeit der Geschammationszeit, eigentlich seit Paulus auch irgendwie so eine offene Wunde. Wie verhält sich die Weisung an Israel zu unserer Religion? Wie bestehen wir dazu? Ist es was Fremdes für uns, was es eigentlich nicht sein kann? Und so ganz eigen ist es uns auch nicht. Also das Lesen des Joshua-Buches mit seinen großen Themen führt uns eigentlich an die

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Punkte unserer christlichen Selbstvergewisserung und unserer christlichen Glaubensstruktur, die wir am liebsten im Dunkeln lassen, weil wir nicht recht wissen, wie wir damit umzugehen haben. Und vielleicht ist das Joshua-Buch gerade deswegen, wenn wir es jetzt für uns oder kann es spannend sein, weil es uns in gewisser Weise zwingt, uns mit Dingen auseinanderzusetzen und mit Fragestellungen auseinanderzusetzen, die wir am liebsten, so ich würde mal nach Freud sagen, ganz tief in unser Unterbewusstsein hinweg ins Dunkel gedrückt sehen wollen, aber die uns dann natürlich nicht guttun, wenn sie da unten liegen, sondern die auch mal hoch ans Licht gehören. Und das Joshua-Buch ist ein Buch, das christlichen Leserinnen und Lesern helfen kann, sozusagen diese dunklen Stellen eigener Religionsidentität hochzuholen und sich damit auseinanderzusetzen. Und das Schöne ist, Sie müssen da auch keine fertigen, dogmatischen Antworten finden, die

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morgen im Katechismus stehen können, sondern es lohnt einfach nur, dieses Buch zu lesen, sich von der Fremdheit und gleichzeitig irgendwie der Tagesaktualität dieses Buches beeindrucken zu lassen. Und die Fremdheit, wenn Sie das Buch lesen, werden Sie spüren in den Listen, in den Gewaltdarstellungen, in dem Telefonbuch auf dem Halium, das aber dann vielleicht an manchen Stellen doch spannend ist. Und ja, wie gesagt, ich kann Sie nur ermuntern, lesen Sie dieses spannende Buch. Und ich hoffe, dass Ihnen dieser Vortrag in gewisser Weise auch Wege in dieses Buch hinein eröffnet hat oder einige Impulse eröffnet hat, wo Sie gerne einsteigen würden und fangen Sie vorne an bei User 1. Ich wünsche Ihnen damit viel Freude und ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Aufmerksamkeit. Ihnen eine gute Zeit und auf Wiedersehen.

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Josua | 15.13.1

Worthaus Pop-Up – Freiburg: 17. Oktober 2025 von Prof. Dr. Matthias Ederer

Eigentlich würden wir es in unserer modernen Zeit ganz gern ignorieren, irgendwie schämen wir uns auch ein bisschen dafür. Und als Christen verweisen wir sowieso viel lieber auf das Neue Testament, auf die weisen und liebevollen Worte Jesu, auf den himmlischen Vater und die Vergebung.
Aber: Zum Neuen Testament gehört das Alte. Und darin stehen nun mal all die Geschichten, in denen man das Schluchzen und die Schmerzensschreie, das Poltern, Krachen und Bersten geradezu hören kann, wenn die Israeliten in Städte einfallen und an allen, Männern, Frauen und Kindern »den Bann vollstrecken«.
Noch ein Aber: War es denn so? Der katholische Theologe Matthias Ederer wagt sich hier in das Buch Josua vor, er erzählt, wie Geschichtswissenschaft und biblische Überlieferung kollidieren, wie gläubige Christen mit blutigen Geschichten und öden Namenslisten umgehen können und damit, dass das Land Israel nicht nur im Josua-Buch, sondern auch in der Tagesschau immer wieder vorkommt.