Ich werde heute zum ersten Mal in Wothaus auf meine eigene Biografie zu sprechen kommen. Eine knappe halbe Stunde, weil es geht bei diesem Thema nicht anders. Die Biografie ist bei diesem Thema sehr wichtig. Dann werde ich eine halbe Stunde lang das Thema die Geistesgaben bei Paulus aus der Sicht der Pfingstbewegung behandeln, in der ich ja jahrelang tätig war, auch als Bibelschullehrer. Ich war Bibelschullehrer einer Pfingstlichen Bibelschule und habe da jahrelang intensiv in dieser Welt gelebt. Ich war völlig integriert in die Pfingstbewegung und habe dann am Ende, hat man mir die Aussicht gemacht,
Bibelschulleiter zu werden, obwohl ich erst 27, 28 Jahre war. Und man hat aber gesagt, Sigi, also so drei, vier Jahre Gemeindeerfahrung brauchst du schon. Du solltest also erst mal jetzt, wo du mit der Bibelschule fertig bist, in die Gemeindepraxis gehen. Und dann kannst du zurückkommen und dann fädeln wir das alles so ein. Dieses enorme Angebot hat dann mich dazu gebracht, nächtelang mir zu überlegen, möchte ich in der Pfingstbewegung bleiben, vielleicht sogar als Bibelschulleiter? Oder möchte ich die Zukunft meines Lebens außerhalb der Pfingstbewegung zu bringen? Ich habe mich dann für das Zweite entschieden. Ich bin aber nach wie vor ein Pfingstler, auch heute noch. Ich bin ein Pfingstler, der in der Pfingstbewegung nicht leben kann.
So, jetzt... War da was zum Lachen? Ich weiß gar nicht. Jetzt mal zu meiner Biografie. Nach zehn Jahren Worthaus und über 100 Vorträgen habe ich mir gedacht, das darf ich jetzt mal. Ja, danke. Wart jetzt ab. Wart jetzt ab. Ja, also ich bin in Kindheit und Jugend säkular aufgewachsen. Ich hatte keine tieferen Kontakte zur Kirche, zur Religion, zu Gott. Das hat mich alles kaum interessiert. Hin und wieder vielleicht mal ein paar Gedanken, aber nichts Wesentliches. Wichtig ist jetzt im Rückblick, ich hatte eine sehr glückliche Kindheit. Meine Mutter vor allem war eine sehr zärtliche Frau, die mich gut ernährt hat mit ihrer Zuneigung
und viele Streichel-Einheiten mir gegönnt hat, von denen ich heute noch lebe. Ja, und mir ging es nicht schlecht. Ich war nicht in Not. Ich brauchte nicht irgendeinen Strohhalm, sondern ich war gut vernetzt. Ich hatte eine Freundin. Ich hatte gute Freunde. Ich habe Tennis gespielt, Turniertennis gespielt. Ich habe auch Turnierschach gespielt. Habe mal mitgemacht an den Württembergischen Jugendschachmeisterschaften. Da habe ich den geteilten siebten Platz gemacht. Ja, und dann habe ich mich vorbereitet auf die Aufnahme in der Musikhochschule Stuttgart. Ich war bei einer Konzertpianistin, die ich sehr geschätzt habe, Elsa Knaus. Und die hat mich in dieser Zeit vorbereitet auf die Aufnahmeprüfung. Nach dem Abitur wollte ich also Klavier studieren.
Mit 19 Jahren ist dann etwas unvermutet geschehen, ungeplant. Ich will noch mal kurz sagen, ich war nicht in Not. Ich war gut drauf. Ich war Klassensprecher. Es gab nichts, was mich jetzt... Es gibt nämlich die großen Theorien, wie Religion entsteht. Und da gibt es viele einseitige pauschale Thesen, die man leicht aufstellen kann und schwer widerlegen kann. Religion entsteht aus einer Mangelsituation, aus einer Notsituation. Die Verringerung der Unsicherheit und das Überfordertsein. Sondern geht man in die Religion. Also ich will nur sagen, das kommt mir alles komisch vor. Bei mir war das nicht so. Ich war weder in Not und ich habe auch kein Sinndefizit gespürt in der Zeit. Mit 19 Jahren kam ein Klassenkamerad neu in unsere Klasse.
Das war also relativ kurz vorm Abitur. Und der lud mich ein auf den Cannstatter Wasen, wo auch das berühmte Cannstatter Volksfest, ich glaube das zweitgrößte nach dem Münchner Oktoberfest, stattfindet. Da stand ein riesiges Zelt und dieser Mann, Schwäbisch, Manfred, dieser Mann sagte, Siggi, komm doch mal mit, das ist ein ganz anderer Gottesdienst und so. Und er nahm noch drei Leute aus meiner Klasse mit. Er hat einen VW-Bus gehabt und da sind wir also dann nach Cannstatt gefahren. Wir sind also auf den letzten Drücker gekommen. Das Zelt war knallvoll, schätze mal so vielleicht tausend Leute. Ich weiß das nicht mehr genau. Es war ein großes Zelt. Es waren nur noch in der ersten Reihe ein paar Stühle frei. Da mussten wir in die erste Reihe. Der Prediger, das war ein guter Freund von Billy Graham, der heißt William Cantillon.
Hab damals nicht gewusst, wer das ist. Ist also in Amerika, früher war das ein sehr bedeutender Erweckungsprediger. Der hat da gepredigt und wurde da simultan übersetzt. Und ich war wirklich baff, wie feurig und spannend, kein Papier. Ich habe gemerkt, der redet aus dem Herzen, der hat Feuer im Bauch. Und ich war fasziniert. Allein ich habe so was, höchstens mal in der Fan-Runde beim VfB oder so. Aber ich war also wirklich total positiv, überrascht. Und am Ende sagt er, schließt mal alle eure Augen, wer den Eindruck hat, dass Gott ihn jetzt sieht und ruft, ich kenne die Worte heute noch, der soll jetzt seine Hand heben. Dann habe ich meine Hand gehoben. Und dann wurde es immer schwieriger. Er sagte dann, die, die die Hand gehoben haben, die sollen jetzt nach vorne kommen.
Also das fand ich dann ein bisschen schoffel. Vor allem, ich wusste, die drei anderen, die kriegen alles mit aus meiner Klasse. Das war auch am nächsten Tag ein Gespräch. Der Zimmer ist in eine Sekte eingetreten oder so. Ja, und so ging es los. Und seitdem bin ich Christ. Und von der Überraschung, dass ich Christ geworden bin, habe ich mich bis heute nicht erholt. Ich vertrete heute nicht mehr diese Art der Evangeliumsverkündigung. Aber ich lasse sie stehen. Denn ich selber bin ja ein Beispiel dafür, dass man auf diese Weise auch langfristig anhaltende Wirkungen erzielen kann. Ich lehne überhaupt keine Episode meiner Biografie ab. Das gehört alles zu mir und ist ein Teil meines Lebens. Ja, dann, dieser Manne war ein Pfingstler.
Ich habe das Wort noch nie gehört. Und er lud mich dann in die Pfingstgemeinde in Schorndorf, das ist so im Remsdal, bisschen östlich von Stuttgart. Und da lud er mich ein. Die Gemeinde hieß Volksmission entschiedener Christen. Ich habe heute noch zahlreiche Kontakte zu Leuten. Mit dem ersten Vorsitzenden der Volksmission entschiedener Christen bin ich seit Jahren gut befreundet. Der hat auch völliges Vertrauen zu mir. Er kriegt das also nicht im falschen Hals, was kann ja auch manchmal ganz schön frech sein. Ja, und jetzt war ich also in der Pfingstgemeinde. Ich war tief beeindruckt. Diese Herzensfrömmigkeit, diese Gebete, das freie Beten, das Beten in Gruppen und auch diese relativ feurige Predigt. Also so wie der William Cantelon habe ich das dann nachher nicht mehr gehört, aber es gab da auch wirklich Predigten, die einem unter die Haut gingen.
Ich bin dann regelmäßig hingegangen, am Sonntag zweimal, ist das so üblich gewesen. Und in der Woche, am Dienstag war Gebetstunde und am Donnerstag oder Freitag war Chor. Und da bin ich regelmäßig hingegangen. Ich kann mich noch an ein Lied erinnern, das wir gelernt haben. Deutschland braucht Jesus, seine Millionen sinken hinab in das ewige Grab. So, und solche Lieder habe ich mit Inbrunst gesungen. Und ich kann mich erinnern, dass mal zwei Brüder im Herrn, die erfahrener waren als ich, Junger Steppke, zu mir gesagt haben, Siggi, du gehst jetzt mit ins Krankenhaus singen. Da gingen wir ins Schorndorfer Kreiskrankenhaus. Ich war im Tennisclub Schorndorf, ein relativ bekannter Mensch,
Turnierspieler, und da gibt's einen sehr mondänen Frauenarzt, Doktor sowieso, fährt mit Porsche und also wie man sich so einen eleganten Chefarzt vorstellt. Jetzt bin ich mit meinen zwei, drei Brüdern im Krankenhaus. Die haben eine Gitarre gehabt und wir, Jesus Name nie verklinge. Und jetzt mal geht die Tür auf und der Doktor sowieso kommt raus. Er sieht mich. Er, er. Und dann geht er weiter. Ich bin seitdem nie wieder ins Tennisclub gegangen. Ihr habt mich... Also das war so ein furchter Jesus Name. Schrumm, Schrumm nie verklinge. Septim, ewiglich bleibt er bestehen. Doktor Schwantz, der heißt nicht Schwantz, sieht mich.
Er kriegt kein Wort raus und geht. Also so bin ich manches Mal gestorben für den Herrn. Ja, dann kommt der Zivildienst. Ich habe Zivildienst gemacht in einem Stuttgarter Diakonissen Krankenhaus. Da muss ich jetzt einfach eine Anekdote erzählen, die ich dort erlebt habe. Ich bin also immer Mittwoch in die Bibelstunde in diesem Bethesda Krankenhaus. Und die Diakonissen waren todmüde. Die schaffen ja von morgens bis abends für Gotteslohn. Und abends in der Bibelstunde schlafen die teilweise. Und vor mir sitzt eine Diakonisse und pennt. Und am Ende der Bibelstunde setzt die Orgel ein. Und die Diakonisse schreckt auf und haut ihrer Nebensitzerin voll eine auf die Haube.
Sie wollte den Wecker abstellen. Ja, ja. Ja, dann wollte ich den Manne besuchen. Der hat auch Zivildienst gemacht bei Kreilsheim irgendwo in einem Jugenddorf. Und dann bin ich zu schnell gefahren. Mein Auto hat sich überschlagen. Ich bin gegen einen Baum geknallt, mit dem Kopf nach unten völlig eingeklemmt. Es war am Stadtrand von Kreilsheim und die Leute kamen her. Komm raus, das Auto explodiert. Ich werde den Benzingeruch nie wieder vergessen. Das ist wie wenn es gestern wäre. Ich habe also jede Sekunde mit einem Puff gerechnet, dass das Auto explodiert. Und dann kam ein Mann zu mir her und ich habe ihn nie wieder gesehen. Und er sagte, Herr Zimmer, Zähne zusammenbeißen. Ich bin Sanitäter. Ich hole sie da raus. Aber es wird sehr wehtun. Ich hatte einen offenen Trümmerbruch.
Ich konnte meine beiden Oberschenkelknochen aus der Haut herausragen sehen. Naja, und so hat er mich ins Krankenhaus gebracht. Ich war dann in Kreilsheim fünf bis sechs, fünf Monate, sagen wir mal. Und es war monatelang 50 50, ob ich es überleben werde. Der Chefarzt hat meiner Frau gesagt, ich habe eine traumatische Nervenschock gekriegt. Der ist absolut lebensgefährlich. Ich kann jeden Tag inkludieren und da kann man nichts machen. Und da habe ich aber so eine eigene Klingel gehabt. Und wenn ich meine Spezialklingel gedrückt habe, die habe ich jeden Tag ein oder zweimal gedrückt, kam sofort eine Schwester und gab mir eine Spritze. Also so ging das wochenlang. Ich wusste auch selber, dass ich am Scheideweg zwischen Leben und Tod bin. Ich habe in diesen Tagen, Wochen nur die Psalmen gelesen und habe alles.
Sie wussten noch nicht, was Martin Luther über die Promissio lehrt, über die Zusage. Ich habe alle Zusagen in den Psalmen rot unterstrichen. Und am Abend beim Vormeinschlafen habe ich nur noch die rot unterstrichenen Sätze gelesen. Mit dieser Nahrung habe ich gelebt und bin eingeschlafen wie ein Baby voller Geborgenheit. Ob ich hier aufwache oder dort. Da habe ich den Spruch von Bonhoeffer erlebt. Mit der Gefahr wächst auch das Rettende. Dann hat ein berühmter pfingstlicher Prediger, der war auch Vorsitzender der Pfingsbewegung, ich will seinen Namen mal nennen, weil ich ihm so viel verdanke, der heisst Reinhold Ulonska. Er ist vor knapp einem Jahr gestorben. Und der evangelisierte in Greilsheim. Ich habe ihn gebeten zu mir zu kommen und für mich zu beten.
Und dann müsst ihr wissen, der Reinhold Ulonska ist ein Bär. Und er hat eine Stimme, die hörst du den ganzen Flur entlang. Und jetzt hat er mit mir vollmächtig gebetet. Ich habe also Gefühle der Peinlichkeit gehabt, weil das hören jetzt 40 Leute. Als er aber fertig war, habe ich gespürt, ich bin gesund. Ich habe das ohne jeden Zweifel gespürt. Ich bin gesund. Und dann habe ich den Chefarzt gerufen und der war auch selber Christ. Und ich habe gesagt, Herr, sowieso, ich nehme jetzt keine Medikamente mehr. Heute hätte ich es vielleicht ihm zuliebe noch eine Weile genommen. Aber damals, Bekehrungsfundamentalismus, alles rigoros machen. Ich bin auch zu meiner Konzertpianistin hin und habe gesagt, Frau Knaus, ich kann jetzt nicht mehr Klavier spielen, ich folge Jesus nach.
Dann hat sie gesagt, ja, deswegen können Sie doch trotzdem Klavier spielen. Und ich sage, nein, das ist eine Götze, weil Jesus hat Platz 1 und da gibt es nichts anderes neben ihm. Da sagt sie nur noch ganz hilflos, Herr Zimmer, in welche Sekte sind Sie geraten? Also das war dann das Ende meiner Vorbereitung. Ich habe dann lange Zeit nicht mehr Klavier gespielt. Bekehrungsfundamentalismus. Ich würde heute im Rückblick sagen, das war gar nicht so schlecht. Also da ging es dann wirklich zur Sache. Und ich wollte keine Kompromisse. Also habe ich dem Chefarzt gesagt, nein, ich bin gesund. Ich würde es ihm nicht sagen. Ich war mir vollkommen gewiss und ich war auch gesund. Es ist nichts mehr gekommen, bis heute nicht. Ich habe keine Spritze mehr gebraucht, kein Medikament.
Ich habe auch Medikamente genommen. Ich habe also von der Sekunde an nichts mehr genommen. Und der Chefarzt hat gesagt, Herr Zimmer, das ist ein Wunder. So was nennen wir ein Wunder. Ich kann es nicht erklären, aber ich weiß, dass es so was gibt. Aber sie hätten vielleicht trotzdem das ein bisschen nehmen sollen, weil ich habe die Verantwortung. Na, ich sagte, tut mir leid, aber so ist es halt. Okay, ich habe in diesem Granden Heil Aufenthalt, den ich nie vergessen werde, Gott ein Versprechen abgegeben, wie das ja manche tun. Ich habe dann später gelesen, ach, der hat das auch gemacht und so. Und dann habe ich gelesen, Martin Luther hat das auch gemacht. Also ich habe dem lieben Gott versprochen, wenn ich das überlebe, dann gehe ich auf die Pfingstliche Bibelschule. Ich habe dann erst mal, weil die Bibelschule fängt immer nur am 1. Oktober an, im Sommersemester, ich wollte ja jetzt nicht mehr Klavier studieren, bin ich dann mit Manfred, habe ich Pädagogik, Lehramt für Grund- und Hauptschulen studiert
an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch-Münd. Und dann aber, als der Herbst kam, wollte ich jetzt ein Urlaubsemester an der PH machen und auf die Bibelschule gehen. Das habe ich meiner Mutter gesagt. Meine Mutter ist eine zärtliche, aber durchaus ehrgeizige Frau. Sie wohnte in Breslau, war in einem Professorenhaushalt eines sehr berühmten Professors, der die Hoffmann Scheröre erfunden hat. Der hieß Hoffmann, zwar einmal sogar Hitler bei ihm. Da mussten aber alles Dienstpersonal husch, husch weg. Und dieser Professor hat also meine Mutter immer mitgenommen in die Sinfoniekonzerte und jetzt musste ich Geige lernen. Die anderen haben Fußball gespielt und ich musste da Geige lernen. Also meine Mutter war durchaus ehrgeizig, kulturoffen, obwohl sie eine ungelernte Arbeiterin war wie mein Vater auch. Also meine Eltern sind ungelernte Arbeiter. Mein Vater hat nie ein einziges Buch besessen, nie.
Und es erzähle ich meiner Mutter, dass ich, wo gehst du hin, Pfingst, Bibelschule, was ist denn das? Also meine Mutter ist normale Volkskirchlerin, die geht vielleicht dreimal im Jahr in die Kirche, im Weihnachten vor allem. Aber das ist was ganz komisches. Und dann hat die losgelegt, weil sie hat nämlich im Dorf schon erzählt, dass ihr Sohn Chefarzt wird. Und jetzt sah sie alle Flöhe davon fliegen und legte, du bist nur zu faul zum Studieren, auf so eine Sektenschule, bist du Hirntod und so. Und dann hörte meine Mutter auf einmal auf. Sie hörte auf. Ihr Gesicht veränderte sich. Ich habe das, innerlich kann ich das noch sehen. Ich sehe also vor mir, wie meine Mutter ausgesehen hat. Und dann sagt meine Mutter auf einmal, Bub, so hat sie mich oft genannt, geh ruhig, geh ruhig.
Weißt du, mir ist etwas eingefallen, was ich seit 30 Jahren vergessen habe. Ich ging nämlich am Ende des Krieges durch Presslau und wollte einkaufen. Der Mann war im Krieg. Mein Vater war in Stalingrad, ist aber, weil er verwundet wurde, Gott sei Dank, ziemlich bald wieder rausgeflogen worden. Aber er war also im Russlandkrieg und ob er noch heimkommt oder fällt, wir haben keine Kinder, ich habe keine Kinder. Ich bin seit drei Jahren verheiratet. Mein Mann ist im Russlandkrieg. Und jetzt sagte meine Mutter, ich ging da also einkaufen. Da kam ich an einer Kirche vorbei. Die Tür stand offen. Es war sicher eine katholische Kirche. Ich ging rein. Es war niemand drin. Ich kniete mich auf die erste Bank und betete aus tiefstem Herzen zu Gott. Das ist ihr nach 30 Jahren eingefallen. Sie betete zu Gott, lieber Gott, lass mich Kinder kriegen und wenn einer Pfarrer wird.
Da hat also meine Mutter gedacht, naja, Zingsbibelschule, irgendwie ist das was ähnliches. Und als ich dann tatsächlich Pfarrer wurde und in Urbach meinem Heimatort ordiniert wurde, es hat meine Mutter gerade noch mitgekriegt, hat sie mich umarmt und musste weinen und hat gesagt, Siggi, der liebe Gott hat mein Gebet zu 100 Prozent in die Tat umgesetzt. Und etwas später ist sie gestorben. Ja, also so ging das los mit der Begegnung mit Realitäten, die man auf der Schule nicht lernen kann. Ich ging dann also auf die Bibelschule. Ich war gut integriert in Zungenbeten, in Zungen singen, prophetische Gaben, Bilder, die man sieht und die man interpretieren kann. Ich sah eine Mauer vor mir, da komme ich ja niemals drüber, was mache ich?
Und dann gehe ich auf die Mauer zu, im Gesicht und dann sehe ich, als ich davor stand, in der Mauer sind Löcher drin für meine Füße. Ich kann da ganz schön drübersteigen. Und das war für mich ein Wink von oben, mach dir nicht zu früh Sorgen, geh mal drauf zu und dann mal sehen. Also ich war in dieser Pfingstbibelschule völlig integriert, es war meine Welt, ich habe das geliebt, ich verdanke diesen Menschen wahnsinnig viel. Ohne sie wäre ich heute nicht der, der ich bin. Ja und dann kam dieses Angebot, der Bibelschulleiter und dann habe ich lange gebetet, ist ja ein tolles Angebot, das kriegt man nicht alle 20 Jahre, gell? Und dann habe ich gesagt, rief mich ein Mann an, Waldemar, Name will ich nicht sagen, der war Leiter der Frankfurter Pfingstgemeinde, einer der größten in Deutschland und der
sagt, Siggi, ich habe gehört vom Ludwig Eisenlöffel, den Namen will ich sagen, das war der Bibelschulleiter, ist vor kurzem erst gestorben, vor einem Vierteljahr, ich bin im hohen Alter, haben wir uns nochmal, sind wir begegnet, haben eine ganze Nacht durch die Geheimnisse unseres Lebens mitgeteilt. Dieser alte Pfingstliche Bibelschulleiter und der Siggi-Zimmer. Ja, das sind so Erlebnisse, die kann man nicht einfach so machen. Ja und dann habe ich zum Waldemar gesagt, Waldemar, ich habe mich entschieden, ich studiere Theologie, ja bei der Assemblies of God, da kannst du, nein, nein, ich bin kein Anti-Amerikaner, aber ich will in Mitteleuropa studieren, an einer staatlichen Uni, ganz normal, oh, du wirst vom Glauben abfallen und so weiter, gell? Ja, ich bin dann also zum Studium gegangen, in der Pfingstbewegung war ich schon jemand, aber dort kein Mensch hat mich gekannt. Ich bin zwar Volkskirchler, nie ausgetreten, aber das volkskirchliche Gemeindeleden kannte
ich gar nicht. Als ich dann Pfarrer war, hat der Mesner mir gesagt, also Herr Zimmer, einer, der die landeskirchlichen Gottesdienste so schlecht kennt wie Sie, so einen Pfarrer habe ich noch nie erlebt. Also da war ich ein echter Rekord, weil ich kann mit dieser volkskirchlichen Liturgie also wirklich nicht sehr viel anfangen. Ich überlebe in der Landeskirche in Alternativ-Gottesdiensten, aber da geht die Post ab. Ja, also auf jeden Fall, ich habe dann studiert, ich war Assistent bei Karl Ernst Nippow, einem berühmten Religionspädagogen, war fast täglich mit ihm zusammen, da habe ich zehnmal mehr gelernt wie im ganzen Studium und ich war in der Vorlesung von Oswald Bayer über Luther. Und diese Vorlesung von Oswald Bayer, ich habe vor kurzem ihm eine Mail geschrieben, wo er gesagt hat, Herr Bayer, durch Ihre, er hat nämlich einige Vorträge von mir im
Internet gehört und hat jemand gesagt, sapperlott, der Zimmer da, richtig lutherisch, was der sagt. Ja, und dann habe ich ihm geschrieben, dass ich das ihm verdanke, seit seiner Vorlesung bin ich in Luthers reformatorischen Grunderkenntnissen beheimatet. Etwas später, und damit ende ich mal diesen biografischen Teil, lud mich ein bekannter Pfingstpastor ein, in Stuttgart bei einer Konferenz einen Vortrag zu halten, und zwar 30 Bibelschullehrer aus Dänemark, Deutschland, Schweiz und Österreich, alle die deutschsprachig sind, alle Pfingstlichen Bibelschullehrer treffen sich einmal im Jahr, damals war das in Stuttgart. Und der Gastgeber hat zu mir gesagt, Siggi, halt doch mal einen Vortrag, warum ich kein Pfingstler mehr bin. Und den habe ich dann gehalten. Da war aber was los, sage ich euch.
Ja, warum bin ich kein Pfingstler mehr? Einerseits bin ich einer, aber diese Ängstlichkeit vor der Bildung, die Angst vor der wissenschaftlichen Theologie, die Angst vor Psychologie, Philosophie, wenn man studiert, dann halt Mathe oder Maschine, Schienenbau oder Musik, das geht, aber alles andere ist gefährlich. Dann war ich auch auf einer Teenager-Freizeit, wo so 13- bis 16-Jährige von einem amerikanischen Evangelisten abends bearbeitet wurde, also das war schlimmste Form der Manipulation. Ich habe dann dem Leiter gesagt, ich kann das nicht mehr, ich kann mit euch öffentlich nicht mehr auftreten. Das ist ein Verbrechen an den Teenagern, was ihr hier macht. Das hat mit Evangelium nichts zu tun. Also das war auch so ein Grund. Es gab also einige Gründe, warum ich dann die Pfingstbewegung verlassen habe. Ich kenne aber in der Tat beide Welten und ich blicke nicht im Zorn zurück, sondern
in großer Freude und Dankbarkeit. Erst auf eine Pfingst-Bibelschule gehen und dann an der Universität Theologie studieren, ist genau die richtige Mischung. Und zwar zuerst die Pfingst-Bibelschule und dann die Universität, nicht andersrum. Es wird nicht viel bringen. Also, das war die erste halbe Stunde. Jetzt die charismatischen Gaben in Sicht der Pfingstbewegung. Es gibt ja heute drei große Strömungen, die klassische Pfingstbewegung, aus der ich komme, die ist am Beginn des 20. Jahrhunderts an vier Stellen der Welt fast gleichzeitig entstanden. In Los Angeles, in Schweden, bei Kassel in Deutschland und in Indien sind diese Zungenrede, Gesichtekrankenheilungen aufgebrochen und hat sich dann sehr stark verbreitet.
Die Pfingstbewegung ist die am stärksten wachsende Bewegung in der Welt. Heute ist sie im dreistelligen Millionenbereich. Da sieht die Lutherische Kirche aber sehr klein aus, vor allem, weil in den Pfingstgemeinden kommen 85 bis 90 Prozent der Mitglieder in den Gottesdienst. Also selbst in der BRD, wenn man die Gottesdienstbesucher zählt, besuchen mehr Menschen einen Pfingstgottesdienst als einen lutherischen Gottesdienst. Ja, also wie sieht man das in der Pfingstbewegung? Zunächst mal möchte ich euch die neuen Geistesgaben, die Paulus kennt, will ich euch mal vorstellen. Ich versuche sie mal auswendig und du liest dann noch mal zur Kontrolle vor. Also ich wende mich jetzt zu dem Kapitel 12 des ersten Korintherbriefs und auch etwas Kapitel 14. In diesen beiden Kapiteln ist eine ganz schöne Textbasis, zwei Kapitel, erörtert Paulus
sehr intensiv die Frage der Geistesgaben. Also die Geistesgaben sind folgende. Das Wort der Weisheit, fängt erst mal so an, dann das Wort der Erkenntnis, die Gabe der Weisheit, die Gabe der Erkenntnis. Weisheit meint in der Bibel oder auch in der Charismenverständnis, das Klären grundsätzlicher Zusammenhänge über Gott und die Welt und den Menschen. Es gibt da viele tiefe Zusammenhänge und die kann man klären. Der Rabbi klärt. Die Aufgabe der Lehre ist es zu klären, die Dinge zu klären. Damit erledigt sich 50 Prozent aller Seelsorge. Durch eine gute Lehre kannst du die Hälfte der Seelsorge dir ersparen, weil die Dinge werden klar. Dann die Gabe der Erkenntnis, das ist ein spezifizierter Akt.
Die Gabe der Erkenntnis spricht in konkrete Situationen hinein und in verworrene Situationen und klärt sie. Also Weisheit sind die langen grundsätzlichen tiefen Zusammenhänge und Erkenntnis ist konkret in eine bestimmte Situation, vermittelt es eine Klärung. Dann gibt es die Gabe des Glaubens, wir sind zwar alle Glaubende, aber es gibt auch die Gabe des Glaubens, die manche haben, die einen ganz tiefen, kühnen Glauben haben, den man so normalerweise nicht hat. Dann gibt es die Gabe der Heilungen. Dann gibt es die Gabe der Wunderkräfte, also besser übersetzt die Gabe der Kraftwirkungen, weil das Wort Wunder sollten wir eigentlich gar nicht benutzen. Wunder heißt im Griechischen entweder Taumata oder Terratar und es wird von Jesus nie ausgesagt.
Diese Begriffe werden für Jesu-Taten vollkommen vermieden. Nicht ein einziges Mal heißen die Heilungen bei Jesus Wunder, sondern sie heißen Dynamais und das heißt Kraftwirkungen. Jesus predigte in Dynamis in Vollmacht, aber er heilte auch in Dynamis. Das heißt, seine Heilungen haben das gleiche theologische Niveau wie seine Predigt. In manchen bürgerlichen Kreisen der akademischen Theologie ist die Predigt gut, aber diese komischen Wunder, das ist ja peinlich und so. Nein, nein, diese erstaunlichen Taten Jesu sind genauso wichtig wie seine Predigt und stehen auf dem gleichen Niveau. Also die Gabe der Heilungen, die Gabe der Kraftwirkungen, die Gabe der Geisterunterscheidung, die Gabe des prophetischen Redens, die Gabe des glossolalischen Redens und die Gabe, die
Glossolalie auszulegen. Das sind die neuen Geistesgaben. Lies mal du vor, du hast die züricher Übersetzung. Dem einen wird nämlich durch den Geist die Weisheit Rede gegeben, dem anderen aber die Erkenntnisrede gemäß demselben Geist. Einem wird in demselben Geist Glaube gegeben, einem anderen in dem einen Geist die Gabe der Heilung, einem anderen das Wirken von Wunderkräften, wieder einem anderen prophetische Rede und noch einem anderen die Unterscheidung der Geister. Dem einen werden verschiedene Arten der Zungenrede gegeben, einem anderen aber die Übersetzung der Zungenrede. Ja, das sind die neuen Geistesgaben. Und jetzt in der Pfingstbewegung wird folgende Sicht vertreten mit folgenden Argumenten, die ich wirklich gut kenne, weil ich sie jahrelang selber vertreten habe und das war mein Leben.
Nämlich wir fangen mal an bei Vers 4 jetzt. Fangen wir mal an laut vorzulesen und ich interpretiere ein bisschen. Die uns zugeteilten Gaben sind verschieden, der Geist jedoch ist derselbe. Ja, ganz wichtig, habe ich auf der Bibelschule gelernt und dann auch selber vertreten. Der Geist ist in all diesen Gaben derselbe. Weiter. Die Dienste sind verschieden. Ja, aber. Der Herr aber ist derselbe. Jetzt kommt er auf die Dienste, die Jakunnai. Das sind also Ämter oder Dienste. Die Geistesgaben sind nämlich deswegen auch unter anderem so wichtig, weil sie zu den Diensten, zu den, man braucht diese Gaben für die Ämter. Ohne Geistesgaben gibt es keine Dienste. Ja, weiter. Das Wirken der Kräfte ist verschieden. Gott jedoch ist derselbe, der alles in allen wirkt.
Alles in allem wirkt Gott. Jedem wird die Offenbarung des Geistes so zuteil, dass es allen zugute kommt. Ja, ganz wichtig. Die Gaben des Geistes, warum sind die wichtig? Sie kommen allen zugute. Nicht dir privat, sondern uns allen sind gemeinschaftsbezogen. Weiter. Jetzt kommt Vers 8, jetzt kommen die Geistesgaben. Ah, jetzt kommt die Aufzählung. Also es wird jetzt vertreten in der Pflingsbewegung, alle diese Gaben, auch die Glossolalie, das Prophetischreden, die Gabe der Interpretation der Glossolalie, die Gabe der Geisterunterscheidung, die Gabe der Krankenheilung, ist alles der eine Herr, der eine Geist. Alle diese Gaben stammen aus der Weisheit Gottes und zu unserem gemeinsamen Nutzen. Wer den Sinn und die Bedeutung der Glossolalie bezweifelt oder der Prophetie, der zweifelt
an Gottes Weisheit, der sie ja gegeben hat zu unser aller Nutzen. Springen wir in Kapitel 14, Vers 3 glaube ich. Wer dagegen prophetisch redet, spricht zu Menschen. Er erbaut, ermutigt, tröstet. Also die Prophetie wird hier noch konkreter benannt. Durch das prophetische Reden werden wir ermahnt, wir brauchen Ermahnung, werden wir getröstet. Luther sagt, das Trösten ist das wichtigste Amt jedes Christen. Jeder Christ hat ein Trostamt. Wie geistlich du bist, kannst du an einem Kriterium sofort erkennen, nämlich wie gut du trösten kannst. Übrigens der Martin Hühnerhoff fällt mir gerade ein, wenn der Siggi Zimmer ganz angefochten ist, weil irgendwas nicht geklappt hat, sagt der Martin Hühnerhoff in seiner Gelassenheit,
Siggi, das ist doch nicht weiter schlimm. Also er hat die Garde des Tröstens. Ja und dann noch auferbauen. Okay, also und das heißt ja auch vom Zungenreden, wer in Zungen redet, baut sich selber auf. Ja brauchen wir das nicht alle. Musst du dich nicht selber aufbauen. Und wer prophetisch redet, der baut die Gemeinde auf. Aber auch sich selber aufbauen. Du sollst ja auch den Nächsten lieben wie dich selbst. Gehen wir mal kurz zum Begriff Zungenrede, der ist abscheulich, kann man aber nicht mehr ganz rauskriegen. Im Griechischen heißt Glossar sowohl Zunge als auch Sprache. Genauso wie Tang im Englischen. Das heißt Zunge und Sprache. Aber wenn es also um dieses glossolalische Reden geht, soll man nicht sagen Zungenreden, das klingt so albern, als ob da einer mit seiner Zunge da irgendwie da rumklappert.
Das hat damit überhaupt nichts zu tun. Es ist ja immer ein Gebet. In der Glossolalie reden wir zu Gott, ohne dass wir das verstehen, was wir reden. Sagen auch manche, was ist denn das für ein Blödsinn. Das ist überhaupt kein Blödsinn, weil dadurch kannst du dich auferbauen. Du spürst diese intensive Nähe zu Gott und du merkst an dir selber, dass der Verstand und das Verkopfte auch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Und es gehört zum Erholungswert der Glossolalie, dass man redet Geheimnisse mit Gott, ohne dass sie durch die Ratio kontrolliert werden können. Rudolf Bohren hat in seiner berühmten Predigtlehre gesagt, die Glossolalie ist der Frühling der Sprache. In der Glossolalie werden wir als sprachliche Wesen ernst genommen.
Das, was uns als am meisten prägt, ist die Sprache. In der Philosophie hat man gelehrt, der Mensch ist ein animalrationaler, er ist ein vernunftbegabtes Wesen. Das unterscheidet ihn vom Tier. Da hat schon Luther gesagt, nein, das stimmt nicht. Wir unterscheiden uns vom Tier durch die Sprache noch viel mehr. Also die Glossolalie setzt an der Sprache an. Ja, ach, das wollte ich noch sagen, man liest immer wieder heute nicht mehr so viel, aber früher waren die Vorurteile noch viel größer, dass das was Enthusiastisches wäre oder was mit Ekstase, das ist ein völliger Quatsch. Ein Glossolale, also einer der Sprachen gebet, der Ausdruck ist besser, Sprachen gebet, weil es ist immer ein Gebet, ist viel genauer, wie der Ausdruck Zungenrede.
Also im Sprachengebet haben wir eine ganz innige, glaubensstärkende Kraft. Es ist ein Akt der Hygiene meiner Seele und Gott wird mir selber dann sehr vertraut, wie man es mit anderen Mitteln nicht kann. Gut, jetzt also folgende weitere Argumente, die wichtig sind, wenn wir uns ein eigenes Urteil bilden wollen. Inessa, lies mal in 1. Korinther 12 den Vers 31. Das ist der letzte Vers in 1. Korinther 12, dann kommt das berühmte 1. Korinther 13, das hohe Lied der Liebe, das sicher nicht zufällig jetzt hier auf einmal kommt und dann geht es in 14 wieder weiter. Also 1. Korinther 12, 31 ist ein Überleitungsvers, der dann in 14, 1 wieder aufgenommen wird.
Nämlich das hohe Lied der Liebe ist ein sehr selbstständiger Text über die Liebe und dann geht es wieder weiter mit den Geistesgaben und der erste Vers in 14 knüpft direkt an den letzten Vers in 12 an. Jetzt wenden wir uns mal diesem 12, 31 zu. Ihr Eifert nach den größeren Gaben, dann will ich euch einen Weg zeigen, der weit besser ist. Ja, also die Züricher übersetzt, Eifert, das kann man sagen, aber das Wort Eifer ist noch ein bisschen negativ belastet. Strebet ist viel besser, also da kommt schon so ein gereizter Ton, das sind so Eifernde, das soll man fernhalten. Strebet nach den größeren Gaben, das ist ein interessanter Satz, denn zu den größeren Gaben gehört die Glossolali nicht. Und hier sagt er strebet nach den größeren Gaben. Und jetzt übersetzt die Züricher, schaut mal in eure Bibel rein und ich will euch einen
noch viel trefflicheren oder kostbareren Weg zeigen und jetzt kommt es über die Liebe, 1. Korinther 13. Das heißt, fast alle Bibelübersetzungen übersetzen das falsch, weil sie eben diese charismatische Würdigung, diese Kostbarkeit, die da drin steckt, nicht empfinden. Dieser Satz ist schwer zu übersetzen. Ich habe mit Griechischprofessoren, die also an der Universität Griechisch unterrichten, für Alt-Philologen, mit mehreren mir genau erklären lassen, also dieser Satz ist doppeldeutig. Man kann ihn so übersetzen wie die Züricher oder Luther oder Basis-Bibel, wie diese übersetzt wird, also strebet nach den größeren Gaben und ich will euch einen noch viel kostbareren Weg zeigen. Das wäre aber doch idiotisch, denn die Pfingstler merken, das kann nicht sein.
Da würde Paulus hätte einen wahnsinnigen Selbstwiderspruch. Was kann denn viel kostbarer sein als die Geistesgaben, die der eine Geist und der eine Gott zu unserem gemeinsamen Nutzen, aus dem die Diakoniei hervorgehen und auch die Gliedmaßen eines Leibes. Er vergleicht die Geistesgaben mit Auge, Ohr, Nase, Hand, Mund. Ja, das ist doch unverzichtbar. Was wären wir ohne Arme und Beine und Nasen und Ohren? So wichtig sind die Geistesgaben, auch die Glossolalie, völlig unverzichtbar. Und jetzt soll Paulus sagen, ich zeige euch aber jetzt noch einen viel besseren Weg. Ja, was Besseres wie Geistesgaben, ihr Lieben, gibt es nicht. Was soll denn das sein? Und Paulus selber klärt das auch, nämlich in 14.1. Jetzt haben wir also den ganzen Korinther 13, das hohe Lied der Liebe, die Liebe bläht
sich nicht auf, wunderschöner Text. Und aber wenn der Text fertig ist, kommt Paulus wieder in 14 auf die Geistesgaben zu sprechen. Und jetzt liest man 14.1. Bleibt auf dem Weg der Liebe, strebt nach den Geistesgaben, vor allem aber danach prophetisch zu reden. Ja, das wird nachher gleich wichtig. Also hier die Übersetzung sagt, bleibt in der Liebe, genau übersetzt muss man sagen, strebt nach der Liebe. Es steht nämlich hier das gleiche Verb im Griechischen wie in 12.31, strebt nach den größeren Gaben, strebt nach den größeren Gaben, strebt nach der Liebe. Das kann man doch nicht gegeneinander aus. Beides sollen wir erstreben. Und dann kommt noch ein Doppelauftrag, bemüht euch um die Geistesgaben. Da heißt es zunächst mal nur Geistesgaben, aber Paulus setzt dann fort vor allem die prophetische Rede.
Also diese Übersetzung kann einfach nicht stimmen. Es ist merkwürdig, dass das den Bibelanstalten nicht auffällt. Was soll es denn was köstlicheres geben als das, was Gott in seiner Weisheit zu unserem Nutzen gibt? Gibt es nichts. Also den Satz kann man auch ganz anders übersetzen. Der Satz ist eine Abreviatur. Er ist eine in sich verkürzte Redewendung, die man schwer übersetzen kann. Man kann sie auf zweierlei Weise übersetzen. Man kann übersetzen und ich zeige euch einen noch viel trefflicheren Weg. Aber man kann diesen Vers auch so übersetzen. Und ich zeige euch einen Weg, der mit diesem überaus trefflichen, das sind nämlich die Geistesgaben, übereinstimmt. Und das ist die einzig mögliche sinnvolle Übersetzung. Und ich zeige euch einen Weg, der diesem Kostbaren angemessen ist.
Darum geht es. Die Geistesgaben wollen in der Liebe praktiziert werden. Sie wollen nicht narzisstisch praktiziert werden. Kann man nämlich auch. Man kann auch angeben mit der Glossolanie, alles, man kann alles missbrauchen. Aber das entspricht diesen Geistesgaben nicht. Es entspricht den Geistesgaben, dass die Liebe das Anwendungsprinzip der Geistesgaben ist. Darum geht es. Nur die Liebe ist diesem Kostbaren angemessen. Also praktiziert die Geistesgaben aus der Liebe heraus. Dann gibt es also merkwürdige Vorurteile aus volkskirchlichem Hintergrund. Wie weit die heute noch umgeistern, das weiß ich im Einzelnen auch nicht. Dass man sagt, die Liebe ist doch die höchste Geistesgabe.
Das ist ein völliger Blödsinn. Die Liebe ist überhaupt keine Geistesgabe. Paulus nennt niemals die Liebe als Geistesgabe. Besonders er nennt sie in Galater 5 Vers 22. Sie ist eine Frucht des Geistes und zwar die zentrale, die grundlegende Frucht. Die Frucht des Geistes, das steht hier sogar singular, die Frucht des Geistes ist Liebe, Frieden, Freude, Sanftmut, Geduld, Selbstbeherrschung und solche Dinge. Das sind die Früchte des Geistes. Aber zwischen den Gaben des Geistes und den Früchten des Geistes ist ein riesiger Unterschied. Denn kein Christ hat alle Gaben. Nein, da sollen wir uns ja unterscheiden. Du bist Auge, ich bin Ohr und du bist Hand und du bist Fuß oder so. Also in den Gaben des Geistes unterscheiden wir uns. Aber die Früchte des Geistes, die brauchen wir alle. Jeder Christ braucht alle Früchte des Geistes.
Also wenn Paulus, sagen wir mal, einen Gast hat und er bringt ihn mit in die Gemeinde, dann könnte Paulus sagen, also hier sitzen die Glosualen, hier sitzen die prophetisch Reden, hier sitzen die mit der Heilungsgabe und hier sitzen die mit Kraftwirkungen. Aber Paulus könnte dem Gast nicht sagen, hier sitzen die sanftmütigen, da sitzen die freudigen und da sitzen die geduldigen. Völliger Unsinn. Und darin merkt man, das ist nicht Begriffsklauberei. Die Liebe ist die wichtigste grundlegende Frucht des Geistes, aber keine Gabe des Geistes. Dann wird in der Pfingstbewegung noch betont, dass Paulus in 1. Korinther 14 einmal sagt, ich danke Gott, dass ich mehr in Zungen rede als ihr alle. Lies mal diesen Satz vor. 14 Vers 8. Ja. Ich danke Gott, dass ich mehr als ihr alle in Zungen rede.
Dann gibt es auch noch einen Satz von Paulus, ich hätte gerne oder man kann auch sagen, ich wünschte, dass ihr alle in Zungen redet. 14 Vers 5. Ja. Ich möchte, dass ihr alle in Zungen redet. Ja. Also das wird in der Pfingstbewegung betont. Also wenn ein Theologieprofessor in eine Pfingstbewegung kommt und sagt, also bevor wir dann ein bisschen kritisch diskutieren, will ich euch vorneweg sagen, ich rede mehr in Zungen als ihr. Der Theologieprofessor könnte in der Pfingstbewegung Kritik üben. Das ist die richtige Voraussetzung. Ich rede ja mehr, ich weiß genau, um was es geht. Und in meiner Kirche, die ich im Traum, jeder braucht ja ein Traumbild von Kirche, also in meinem Traum von Kirche wird jeder zweite Theologieprofessor in Zungen reden. Und das wird seiner Theologie sehr gut tun. Außerdem würde ich es so regeln, dass jeder Theologieprofessor vier Wochen in Ostfriesland
oder in Pommern evangelisieren muss. Vier Wochen lang. Sonst kann man nicht Theologieprofessor werden. Diese Sonderwelt, diese Elfenbeinturmwelt mit ihrer Kunstgewerbe-Vokabular. Meine Frau hat gestern sechs Sätze aus einer Habilitation, habe ich ihr vorgelesen, die hat gesagt, also was ist denn das für eine Sprache? Das ist eine Imponiergehabe. Natürlich brauchen wir Fachsprachen schon, aber man hat es sich so angewöhnt, man redet so, dass drei Prozent der Menschen es verstehen. Ich bin allerdings der Meinung, dass die Sprache dazu da ist, dass wir uns verstehen. Gut, also Paulus, der darf die Pfingstler kritisieren, denn er redet selber mehr in Zungen als sie alle und er hätte gern, dass sie alle in Zungen reden.
Das wird dann auch genannt. Dann wird auch genannt ein Vorurteil aus den Großkirchen, wenn Gott mir diese Geistesgaben geben will, dann wird er mir schon sie eines Tages geben. Das klingt so demütig, ist aber nur scheinheilig. Das ist ungeheuer hochmütig. Ich lasse mich da bedienen von Gott. Der wird, nein, ihr Lieben, da kommt ihr nie in diese Bereiche, denn Gott will gebeten sein. Suchet, so werdet ihr finden. Klopft an, so wird euch aufgetan. So, und man muss auch in der Lehre diese Dinge wertschätzen. Wir haben in der Pfingstbewegung vielfach die Erfahrung gemacht, lehre diese Dinge, dann geschehen sie auch. Ohne dass man sie lehrt, geschehen sie nicht. Also da muss die akademische Theologie noch in ganz andere Zonen vordringen.
Es gibt aber, ich kenne einige Theologieprofessoren, die in Zungen reden. Ein guter kleiner Anfang, sollte aber sich ausbreiten. Dann sagen auch manche Vorurteile, diese Geistesgaben, Glossolalie, Grantenheilung, Wunder und so, Kraftwirkungen, ist mir alles zu riskant. Das kann so schnell schiefgehen. Das kann eskalieren und dann kriegt man das gar nicht mehr unter Kontrolle. Also das Ganze kann so schnell aus dem Ruder laufen, da lassen wir lieber die Finger davon. Da muss man sagen, der Hinweis auf den Missbrauch ist kein Argument gegen den richtigen Gebrauch. Der Hinweis auf den Missbrauch kann man schon machen, aber man muss dabei wissen, dass wenn man etwas Gutes boykottiert aus Angst vor Missbrauch, das ist selber der schlimmste Missbrauch.
Das ist der schlimmste Missbrauch. Etwas, was Gott uns gibt, weil wir uns dem nicht ganz so gewachsen fühlen, sondern verbieten wir es oder wir klammern es aus, das ist der schlimmste Missbrauch. Man kann, in diesen Dingen gibt es nur eine Lösung, Anleitung zum richtigen Gebrauch. Das ist die Lösung. Nicht Angst vor Missbrauch. Was hat Karl Barth gesagt, was man mit der Angst machen soll? Ihr ins Auge sehen. Angst ist kein guter theologischer Ratgeber. Wir gucken der Angst ins Auge, ja, alles kann missbraucht werden, die Geistesgaben auch, aber das ist kein Argument. Und dann gibt es auch noch das Argument, das hat man nur in der Urchristenheit gebraucht, in den ersten ein, zwei Jahrhunderten, heute brauchen wir das nicht mehr. Das ist vollkommen daneben. Die Glossolalie gab es durch alle Jahrhunderte in den Klöstern, in kirchenkritischen Bewegungen
wurde das Zungenreden durch alle Jahrhunderte praktiziert. Gut, also diese Argumente, die ich jahrelang gehört habe, in denen ich gelebt habe und die ich selber auch hundertfach vertreten habe, ich finde diese Argumente alle berechtigt. Die akademische Theologie muss sich warm anziehen, wenn sie meint, dass sie diese Gesichtspunkte, die ich jetzt genannt habe, dass sie die so irgendwie vom Tisch kriegen. Nein, die kriegt man nicht vom Tisch. Und deswegen bleibt es dabei, strebt nach der Liebe, bemüht euch um die Geistesgaben. Bemüht ihr euch, das ist ein apostolischer Auftrag. Ich fände es gut, wenn in der Zukunft in Wothaus diese Dimension irgendwie wiederentdeckt
werden kann. Wie, das gibt es keine Rezepte, aber das sind schon beachtliche Gesichtspunkte. Jetzt aber wechsle ich über zur heutigen modernen Bibelwissenschaft, in der ich ja beheimatet bin. Also ich lebe wirklich so in zwei Welten. Ich bin immer noch ein Pfingstler, aber ich bin auch beheimatet in der modernen Bibelwissenschaft. Beim ersten Hälfte, da mussten sich die Theologie, die Theologen, die universitären Theologen warm anziehen und mal lernen, dass man diese Argumente stehen lassen muss. Dass sie ihr Recht haben. Jetzt aber in der zweiten Hälfte müssen sich die Pfingstler und die Charismatiker vorsehen, dass sie jetzt nicht die Dinge, die ich jetzt sage, vom Tisch wischen. Das geht nämlich auch nicht. Die moderne Bibelwissenschaft hat auch Goldklumpen, so wie die Pfingstbewegung auch.
Und diesen Goldklumpen wenden wir uns jetzt mal zu. Also Pfingstler sagen gern, weil die gesamte Pfingstbewegung hat zu 99 Prozent ein fundamentalistisches Bibelverständnis. Das ist so eng miteinander verflochten, da kannst du nichts machen. Fundamentalistisches Bibelverständnis ist im Kern die Behauptung, die Bibel ist irrtumsfrei, hat keine Fehler, keine Widersprüche. Und das wird so stark betont, dass an diesem Punkt alles andere ist weniger wichtig. Das ist die große Tragik, weil diese fundamentalistischen Schwestern und Brüder sind feine Leute. Sie meinen es aufrichtig, sie meinen es ernst. Es ist eine echte Tragik. Ja, also in der Pfingstbewegung sagt man, steht doch in der Bibel. Steht doch in der Bibel. Man wird wohl noch die Bibel zitieren dürfen.
Das kann man so richtig ein bisschen penetrant machen. Ja, in der Tat, es steht in 1. Korinther 12 und es steht in 1. Korinther 14. Ja, es steht in der Bibel. Trotzdem ist diese Redeweise, es steht doch in der Bibel, sehr naiv. Einfach zu naiv. Es ist eine Form der Naivität, die uns nicht gut tut, die wir uns nicht leisten können. Überlegen wir mal ein bisschen umfassender. Wie ist die Textbasis der Glossolalie im Neuen Testament? Das muss man jetzt mal umfassend in den Blick nehmen. Und da fallen uns ein paar Dinge auf, die habe ich auf der Bibelschule nie, die werden nie thematisiert. Es gibt diese intensive Diskussion nur in Korinth. In keinem anderen Paulusbrief gibt es das nochmal irgendwo. Und auch in keinem der anderen Briefe, die nicht von Paulus sind, gibt es das.
Im Römerbrief gibt es zum Beispiel auch eine Liste der charismatischen Geistesgaben. Die sind aber völlig anders als die in Korinth. Also man muss jetzt hier ein bisschen aufpassen. Diese zwei intensiven Kapitel gibt es nur im ersten Korintherbrief, nirgendwo sonst in der Bibel. Ja, in der Pfingstbewegung sind ja Pfingstler, weist man auf die Pfingstgeschichte hin, Apostelgeschichte 2 und dann noch Apostelgeschichte 10 und 19. Apostelgeschichte 10 ist der Hauptmann von, wie heißt er? Cornelius, genau, ihr habt gerade Ladehemmung gehabt. Und 19 kommt es auch nochmal vor im Blick auf Jünger des Täufers. Nehmen wir mal die Pfingstgeschichte, da heißt es auch, es erscheinen Zungen, aber es läuft dort wesentlich anders.
Die, die in Zungen reden, reden ja zu Menschen. Es heißt ja hier, wer in Zungen redet, redet zu Gott und wer prophetisch redet, der redet zu Menschen. Aber in der Pfingstbewegung reden die ja zu Menschen. Das ist ja gar kein Gebet zu Gott. Und die Menschen verstehen sie. Das ist nämlich auch ein Hörwunder, dass sie das im Hören verstehen. Also die Pfingstgeschichte hat eine ganz eigene Welt. Hier geht es nicht um Sprachengebet, sondern es geht um missionarische Verkündigung und dass die Anwesenden aus allen möglichen Völkern sie hören können. Also es ist, man könnte fast sagen, primär ein Hörwunder. Und darum geht es ja bei der Glossolari gar nicht. Und dann die beiden anderen Stellen in der Apostelgeschichte, wenn ihr die mal ein bisschen neutraler anschaut, also nicht nur mit einer pfingstlichen Brille.
Ich habe die natürlich sechs, sieben, acht Jahre lang mit einer pfingstlichen Brille gelesen und habe nicht gemerkt, dass ich eine Brille auf der Nase habe. Wenn man aber die Brille mal versucht abzunehmen, dann merkt man, Lukas redet hier sehr stereotyp. Es sind im Griechischen ganz wenige Floskeln und immer die gleichen. Also Lukas wollte einfach klarstellen, der Heilige Geist ist über Israel hinausgegangen zu den Gojim, zu den Völkern. Sag nicht Heiden, das ist ein abwertendes Stigmat. Das soll man nicht sagen. Es sind die Völker, die Ethne. Gut, und er wollte eben sagen, der Heilige Geist selber, was sollen wir denn machen, wenn der Heilige Geist selber zu den Völkern jetzt geht? Und er brauchte da ein Signal und das war das Zungenreden. Und in der Apostelgeschichte ist tatsächlich das Zungenreden immer das Signal, dass der Geist auf die Leute gefallen ist. Und so war das auch bei uns auf der Bibelschule, die eng mit Assemblies of God zusammenhängt.
Da wird sehr dogmatisch gelehrt. Die Zungenrede ist der Eingangsritus in die Geistestaufe und in die ganze geistliche Welt. Das beginnt mit der Zungenrede und dann geht's los. Und da kann man Lukas, kann man da anführen. Aber Lukas redet so stereotyp gestanzt, dass man erkennen kann, er kennt das gar nicht. Die Art, wie Lukas über die Glossolalie redet, merkt man, dass er sie selber nicht kennt. Wenn einer, der das selber praktiziert, der hätte viel vitaler in immer wieder verschiedenen Wendungen, da würde Leben reinkommen. Aber er will einfach betonen, der Geist ist über diese Grenzen hinausgegangen. Und das merkt man an der Glossolalie. Daran liegt dem Lukas. Er wird also irgendeine Kenntnis gehabt haben, dass in der Frühzeit solche Dinge gab.
Also auch das kann man so hoch nicht gewichten. Also ich fasse mal zusammen. Ja, es gibt dann noch Markus 16,16 über die Schlangen treten und es wird ihn nicht. Sie werden in fremden Zungen reden oder in neuen Zungen. Das weiß ich jetzt nicht gerade auswendig. In der Pfingstgeschichte heißt es, glaube ich, in neuen Zungen und hier in fremden Zungen. Aber ist auch nicht so entscheidend. Ja, also das ist ein Satz, aber nur in Markus und zwar im sogenannten Markus Schluss. Dieser Satz steht in keinem der anderen Evangelien. Also wenn man mal die Statistik etwas umfassender anlegt. So breit ist die Textbasis gar nicht. Am auffallendsten ist diese intensive Diskussion gibt es nur in Korinth und sonst nirgends. Das ist schon ein starker Hinweis. Jetzt aber hast du gefunden diesmal.
Also Römer 12,4 bis 5. Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, die Glieder aber nicht alle dieselbe Aufgabe erfüllen, so sind wir, die vielen, im Christus ein Leib, im Verhältnis zueinander aber Glieder. Ja, also da kommt keine Klosolalie vor. Jetzt will ich auf den Hauptpunkt zu sprechen kommen, den ich durch die Kollegen und eben durch Bücher, Fachbücher an der Universität ist mir das klargeworden. Ich habe das früher nie, habe da gar keine Wahrnehmung gehabt. Gehen wir mal zu 1. Korinther 12. Der erste Satz in 1. Korinther 12 könnte man einmal sagen, ist die Überschrift über die ganze Abhandlung von 12 bis 14. Kann man sagen. Aber dieser erste Satz in 1. Korinther 12 ist mehr als eine Überschrift, weil er ist eine Antwort auf eine Frage, die die Korinther dem Paulus gestellt haben.
Der erste Korintherbrief ist nämlich verloren gegangen. Aber Paulus schreibt in 1. Korinther 5, wie ich euch doch geschrieben habe. Also es gab schon einen. Unser 1. Korintherbrief ist der zweite Korintherbrief und der antwortet auf Fragen. 1. Korinther 12.1, so wie Luther übersetzt, übersetzen 80, 90 Prozent aller Bibelübersetzungen. Über die Gaben des Geistes aber will ich euch Brüder und Schwestern nicht in Unwissenheit lassen. Gut, soweit. Sag ihn nochmal. Über die Gaben des Geistes will ich aber euch Brüder und Schwestern nicht in Unwissenheit lassen. Man merkt hier, die haben ihn wohl gefragt, wie ist es da? Kannst du das mal ein bisschen genauer sagen? Und jetzt antwortet er, ja, mache ich, will euch da nicht im Unklaren lassen. Es steht hier ein griechisches Wort, das eine doppelte Bedeutung hat und zwar Pneumatikoi.
Pneumatikoi kann, wenn dieses Wort neutrisch ist, also der, die, das, wenn es das ist, dann heißt es Geistesgaben. Aber man kann dieses Wort auch maskulin verstehen, dann heißt es Geistesmenschen. Dann geht es hier um Menschen. Und darum geht es hier. Das kann man ganz klar zeigen. Also Paulus sagt hier, was aber die Geistesmenschen betrifft, will ich euch nicht im Unklaren lassen. Manche übersetzen die Geistbegabten, das ist auch schon zu positiv, weil Begabung ist ja was Schönes. Tun wir mal das Wort gar nicht übersetzen, sondern sagen wir, was aber die Pneumatiker betrifft, will ich euch nicht im Unklaren lassen. So, wie wenn er sagen würde, was aber die Charismatiker betrifft.
Heute nennen sie sich Charismatiker. Das ist eine Selbstbezeichnung, die durchaus elitär verwendet werden kann und ausgrenzend. Wir sind die Geistesmenschen. Also das Wort muss man hier maskulin verstehen. Was aber die Pneumatiker betrifft, will ich euch nicht im Unklaren lassen. Dieses Wort Pneumatikoi verwendet Paulus noch ein paar Mal im ersten Korinderbrief, außerhalb nicht. Man merkt, es ist gar kein Wort der paulinischen Sprache. Er verwendet dieses Wort immer nur, wenn er die Pneumatiker anspricht und nennt sie dann Pneumatiker. Lies mal 1437. Wenn einer meint, er sei ein Prophet oder vom Geist erfüllt, der erkenne, dass es das Herrengebot ist, was ich euch schreibe. Wenn einer meint, er sei ein Prophet und jetzt kommt oder ein Pneumatiker.
Jetzt ist die Übersetzung ganz schlecht in der Zürcher. Also da stehen zwei Personengruppen. Wenn er meint, er gehört zu den Propheten oder er gehört zu den Pneumatikern. Und dann wird Paulus sehr kritisch. Oder schlag mal auf 1. Korinther 3, Vers 1. Und ich, Brüder und Schwestern, konnte nicht zu euch reden wie zu geistlichen Menschen, sondern wie zu fleischlichen, wie zu unmündigen Kindern. Ich konnte nicht zu euch reden wie zu Pneumatikern. So steht dieses Wort hier. Also, ihr Lieben, es gab in der Korinther Gemeinde eine Gruppe, nicht die ganze Gemeinde. Man kann nicht einfach sagen, die Korinther waren Charismatiker. Nein, das stimmt gar nicht. Es gibt in Korinth eine Gruppe, die nennt sich selber Wir sind die Pneumatiker. Und wir haben eine tiefere Erkenntnis und wir sind sozusagen ein bisschen die Elite Truppe.
Und Paulus setzt sich mit diesem Begriff, der nicht zu seiner Sprache gehört. Er nimmt diese Selbstbezeichnung auf und wird da ganz schön kritisch. Wenn er euch schon als Pneumatiker versteht, ich musste euch immer noch Milch geben, ihr komischen Pneumatiker. Also jetzt merkt man, wenn man erst Korinther 12, Vers 1, Personal übersetzt, führt das in eine völlig andere Interpretation. Ich habe die nie irgendwo in der charismatischen Bewegung oder Pfingstbewegung, nirgendwo jemals gehört. Was aber die Pneumatiker betrifft, jetzt liest mal den Vers 2, Kapitel 12, Vers 2. Es geht nämlich ganz komisch weiter. Ihr wisst ja, dass es euch, als ihr noch Heiden wart, mit unwiderstehlicher Gewalt zu den Stummen Göttern zog. Ist das 2?
Das ist 2. Ihr wisst ja, dass als ihr noch in den Völkern wart, Heiden soll man nicht sagen, hat es euch mit unwiderstehlicher Gewalt hingerissen. Es gab in Korinth tatsächlich Mysterienkulte, die sehr ekstatisch waren, Schaum vorm Mund, rauschhafte Zustände, Ektasis. Und da spielen so kleine Götterstatuen eine Rolle als Faszinosum. Und diese Mysterienkulte gab es wirklich in Korinth. Und diese merkwürdige Fortsetzung, die man überhaupt nur verstehen kann, wenn man Vers 1 personal übersetzt. Dann kommt man jetzt drauf, aha, ein guter Teil derer, die sich jetzt Pneumatiker nennen, Selbstettikation, waren früher in so Mysterienkulte. Und da ging es auch schon sehr ekstatisch und rauschhaft zu. Und die haben jetzt in die Korinther Gemeinde hineingefunden.
Das sind ja nicht alle Korinther, aber die, die sich Pneumatiker nennen, da hat wohl ein guter Teil vorher, vor ihrem christlichen Beginn, in solchen Mysterienkulten gelebt. Jetzt machen wir Vers 3. Darum tue ich euch kund. Keiner, der im Geist Gottes spricht, sagt, verflucht sei Jesus. Und keiner vermag zu sagen, Herr ist Jesus. Es sei denn im Heiligen Geist. Ganz komische Fortsetzung. Da muss man religionsgeschichtlich jetzt das damalige Umfeld kennen. Ist ein gutes Beispiel, dass wir die Texte nur aus dem Kontext heraus verstehen können. Es gab damals tatsächlich christliche Gruppen, Vorläufer der späteren Gnosis. Und es waren Sondergruppen, die Ophiten und andere. Die haben Folgendes gelehrt.
Jesus als Auferstandener ist überhaupt nichts körperliches mehr. Der auferstandene Christus ist Geist und keine Materie. Jetzt kommt ein ganz harter Dualismus zwischen Geist und Materie. Der Körper ist nicht viel wert. Bumsen tun die Tiere auch. Und als Jesus noch einen Körper hatte, da musste er aufs Klo gehen und andere unappetitliche Sachen. Aber der Auferstandene, der muss nicht mehr aufs Klo gehen. Also die Materie ist dunkel, böse und das Körperliche hat keinen hohen geistlichen Wert. Aber der Auferstandene Christus. Und Paulus selber sagt ja mal, das ist ein problematischer Satz von Paulus, aber er konnte ja nicht ahnen, was man aus diesem Satz machen kann. Paulus sagt einmal, wir kennen Christus nach dem Fleisch nicht mehr. Und genau das bauen die jetzt aus.
Christus nach dem Fleisch interessiert uns nicht. Wir ehren den Auferstandenen, indem wir den körperlichen Jesus verfluchen. Es gab tatsächlich Gruppen, die das gemacht haben. Du kannst den auferstandenen Christus im Geist dann am besten ehren, wenn du seinen körperlichen Zustand verfluchst, dann erst kommt der Auferstandene richtig zur Geltung. Es gab ja in Korinth eine Christus Partei, die wohl ganz in diese Richtung tendierte. Also es gibt da Merkwürdigkeiten. Und Paulus sagt jetzt, ich will euch offiziell bekanntgeben in Vers 3, das ist eine offizielle Redensart, wie eine offizielle Bekanntgabe. Ich will euch hiermit bekanntgeben. So reden kann nur ein autorisierter Lehrer. Ich will euch hiermit bekanntgeben, dass im Geist niemand Christus verflucht.
Wer das tut, ist nicht im Geist. Das ist jetzt harte Kritik. Das ist jetzt bei Paulus Schluss mit lustig. Und das Kriterium ist, ob du im Geist bist, dass du zu Jesus sagst, Kyrios Jesu, Jesus der Herr. Das ist richtig. Also jetzt im Unterschied zur Pfingstbewegung. Die Pfingstbewegung liest 1. Korinther 12 wie eine Handlungsanweisung. So Jüngerschaftsschulung. Wir machen mal ein Wochenende-Crashkurs und dann schulen wir euch mal richtig. Jüngerschaftsschulung. Ihr Lieben, Bildung ist mehr als Schulung. Sonst müsst ihr zu den Moschee Vertretern gehen. Die können geschult werden. Aber Christen können nicht geschult werden. Wir brauchen Bildung. Also in der Pfingstbewegung liest man das relativ naiv wie eine Handlungsanweisung.
Steht doch da und wir machen es so. Ja, Paulus gibt auch ordnende Hinweise. Die halten wir alle ein. Also 1. Korinther 12 bis 14 ist eine Handlungsanweisung, an die wir uns halten. Aber 1. Korinther 12 und 14 ist zwar schon auch eine Handlungsanweisung. Ja, das ist sie auch. Aber in dieser Handlungsanweisung wird ein Konflikt deutlich zwischen Paulus und den Pneumatikern. Nämlich in diesen Kreisen der Pneumatiker und ihren angrenzenden Gruppen wurde Folgendes gelehrt. Die Glossolalie ist die wichtigste Geistesgabe. Sie ist das Eintrittstor in die Geistestaufe und in all das, was dann später folgt. Und sie ist genauso wichtig wie die Prophetie.
Ja, mehr noch. Die Pneumatiker und ihre Gruppen, mit denen sie da in Verbindung sind, die Ophiten vor allem, die lehren, die Prophetie musst du von der Glossolalie her verstehen. Und jetzt wird es ganz gefährlich. Und da kämpft jetzt Paulus. Nein, die Prophetie steht weit über der Glossolalie. Die sind nicht auf gleicher Ebene. Die Prophetie ist viel wichtiger. Ich hätte gerne, dass ihr alle in Zungen redet. Ja, sagt er schon. Aber er setzt folgendermaßen weiter, aber viel mehr noch, dass ihr prophetisch redet. Und er sagt an einer anderen Stelle, mir ist viel wichtiger, zehn Worte im Verstand zu reden, wie 10.000 Worte in Glossolalie. Das würden die Pneumatiker nicht sagen. Also, ich fasse zusammen. 1. Korinther 12 und 14 ist keineswegs nur eine schlichte Handlungsanweisung.
In der Art, wie Paulus hier zur Handlung anweist, spielt sich ein tiefer Konflikt ab. Paulus baut goldene Brücken, denn er will die Pneumatiker nicht verlieren. Er ist ja selber der größte Zungenredner der Glossolalie. Aber er baut hier ganz klar eine Bremse rein. Er erwähnt die Glossolalie immer am Schluss. Er hat drei Listen, zwei in 1. Korinther 12, eine in 1. Korinther 14. Die Glossolalie ist immer relativ weit hinten. Er fängt immer erst mal an mit der Gabe, der Weisheit und der Erkenntnis. Ja, und was ist der Konflikt? Es gab in Korinth Menschen, die haben sich selber als die Pneumatiker bezeichnet.
Und das haben sie auch vor sich hergetragen. Und das hat die anderen Mitglieder in dieser Gemeinde genervt, offensichtlich. Denn sie fragen Paulus jetzt, sag mal, was hältst denn du von diesen Pneumatikern? Da wird eine richtige Spannung deutlich. Und da fängt Paulus mit seiner Korrektur an. Also 1. Korinther 12 und 14 ist auch Zeichen eines tiefen Konflikts zwischen Paulus und den Pneumatikern. Diese Ebene hat nur die Universitätstheologie entdeckt. Es hat niemand in der Pfingstbewegung auf dieser Ebene gefunkt. Abschlussgedanken. Wenn man so der Meinung ist, Glossolalie ist das entscheidende Eingangstor. Und alles, was danach folgt, kommt alles aus diesem Eingangstor. Dann entwickelt man eine Frömmigkeit, wo alles schnell übernatürlich wird.
Das Natürliche, denkt man an den Atem. Achte doch erst mal aufs Natürliche, bevor du ständig dieser geile Hang zum Übernatürlichen. Wenn du von der Glossolalie her alles aufbaust, dann kommt die Sensationsgier, das Wunderhafte. Nur nichts Normales. Nervenkitzel. Man betritt dann diese Ebene. Religion muss Nervenkitzel sein. Religion ist übernatürlich. Und dann fängt dieser ganze Kladderadatsch an, den wir heute unter den charismatischen Kreisen durchaus erleben. Also die Sicht der Pfingstbewegung hat ihre starken Argumente, die die akademische Theologie integrieren muss, anerkennen muss. Aber die Bibelwissenschaft hat ihrerseits ein Instrumentarium, wo man entdecken kann, hier geht es nicht einfach nur um technische Anwendung.
Wenn es so ist, dann machst du das und wenn es so ist, dann machst du das. Nein, das ist zu naiv. Ich schließe mit folgendem Wunsch. Es gibt in der Bibel zwei große Geist-Traditionen, zwei große Geist-Strömungen. Der erste große Strom ist der Geist der Gerechtigkeit. Jesaja 7, 9, 11, 42. Die Worte Jesu, wenn eure Gerechtigkeit nicht weitaus üppiger, selig sind die, die um der Gerechtigkeit willend verfolgt werden. Also bei Jesus war der Messias ist ja der Geist Träger. Niemand hat den Heiligen Geist so auf sich ruhend wie der Messias. Am Messias können wir ablesen, welche Wirkungen der Heilige Geist hat.
Das können wir nirgendwo so klar wie am Messias. Und da merkt man dann, er tritt ein für Recht und Gerechtigkeit, für die Armen, für die blinden, lahmen Tauben, für die Gefangenen. Der Täufer fragt Jesus kurz vor seinem Tod. Bist du der, auf den wir warten? Oder sollen wir vielleicht doch auf einen anderen warten? Na, sagt Jesus nicht, ich bin der, auf den ihr wartet, sondern er sagt den Jüngern von Johannes, geht hin und sagt ihm, was geschieht. Taube sehen, blinde, Taube hören, blinde sehen. Aussätzige werden rein und den Armen wird das Evangelium verkündigt. Sag ihm das. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Also diese Heilig Geist Tradition blüht heute in der Befreiungstheologie, in der sozialgeschichtlichen Exegese und in der feministischen Theologie.
Diese Geist Tradition löst hier sehr viel Inspiration aus. Hunderte und tausende Christinnen und Christen sind von dieser Geisteströmung so inspiriert. In der Befreiungstheologie, in der sozialgeschichtlichen Bibel Exegese und in der feministischen Theologie. Und es gibt noch eine zweite Geistströmung. Das sind die charismatischen Gaben bei Paulus, zu der Glossolalie prophetisch reden, Interpretation der Glossolalie, Krankenheilung, Geisterunterscheidung gehört. Das ist auch eine sehr wichtige Tradition. In der Zukunft der Christenheit sollen diese beiden Traditionen zueinander finden. Die Befreiungstheologen, die feministischen Exegesen und die sozialgeschichtlichen Exegesen haben kaum ein Gespür für diese charismatischen Gaben.
Und die charismatischen Gabenträger, die kriegen gleich Angst, wenn man die Gerechtigkeit betont, dass man Weltverbesserer ist. Ja, wir müssen ja auch die Welt ein Stück weit verbessern. Du hast heute Urlaubsanspruch, du hast bezahlten Urlaub, du kannst in Rente gehen, du hast Lohnverzahlung im Krankheitsfall, du hast Krankenhäuser und so weiter. Das hatten die alle vorher nicht. Aber du bedienst dich doch all dieser Dinge. Die sind nur gekommen, weil es Menschen gab, die vom Geist der Gerechtigkeit her gekämpft haben. Und deswegen in meinem Zukunftsbild der Kirche finden diese beiden Geistströmungen zueinander. Und ich sage euch, wenn die zueinander finden, dann entsteht nochmal etwas ganz Neues und Kostbares.
Nicht gegeneinander ausspielen, zusammenführen.
Die Geistesgaben bei Paulus – aus charismatischer und aus historisch-kritischer Sicht (1. Korinther 12–14) | 12.6.1
Zum ersten Mal in der Geschichte von Worthaus spricht Siegfried Zimmer in diesem Vortrag über sein eigenes Leben. Aus gutem Grund: Sein Leben führte ursprünglich in eine ganz andere Richtung, fernab von Theologie und Worthaus. Er hatte eine glückliche Kindheit und keine Ahnung von Kirche. Er spielte Tennis, Turnierschach und Klavier, wollte in diese Richtung studieren. Dann lud ihn ein Klassenkamerad zu einem Gottesdienst ein. Von der Überraschung, dass er dort Christ wurde, hat sich Zimmer bis heute nicht so recht erholt. Die Bekehrung war auch eine Kehrtwende in seinem Leben. Er wurde Pfingstler, änderte wieder die Richtung, studierte Theologie und hat damit heute die besten Voraussetzungen, über ein schwieriges Thema der Bibel zu sprechen: die Geistesgaben. Pfingstler streben danach, Theologen analysieren sie. Zimmer erklärt, was es mit diesen Gaben auf sich hat, warum sie ganz viel mit anderen und wenig mit einem selbst zu tun haben und warum man bei dem Thema sowohl Charismatikern als auch Wissenschaftlern gut zuhören sollte.