Worthaus e. V.; Die Suche nach dem unverstellten Blick

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Der Sinn der Bergpredigt | 6.6.3

Worthaus@Freakstock 2016 – Allstedt: 28. Juli 2016 von Prof. Dr. Siegfried Zimmer

In diesem Vortrag geht es um das Gesamtverständnis der Bergpredigt. Siegfried Zimmer stellt fünf verschiedene Verstehensmodelle der Bergpredigt vor, die in den letzten Jahrhunderten eine bedeutende Rolle gespielt haben. Dabei erstaunt, wie unterschiedlich die Bergpredigt verstanden worden ist. Doch dennoch ist keines dieser Verstehensmodelle ganz falsch, alle enthalten wichtige Wahrheitsmomente und fordern heraus: Wo steht man selbst in Blick auf diese fünf sehr unterschiedlichen Auslegungen?
Im zweiten Teil des Vortrags macht Siegfried Zimmer deutlich, dass auch keines dieser fünf Verstehensmodelle ganz dem entspricht, wie der Autor des Matthäus-Evangeliums die Bergpredigt versteht. Die Worte der Bergpredigt stammen zwar von Jesus, aber Matthäus hat diese Worte zu einer großen Komposition geformt (Mt 5-7), sie mit Rahmenverse eingefasst. Durch diese Rahmenverse drückt Matthäus seine eigene Sicht der Dinge aus und ermöglicht dem Leser eine verblüffende Erkenntnis: Der Gesamtsinn der Bergpredigt wird erkennbar, wenn man die Rahmenverse der Bergpredigt als Schlüssel zu ihrem Verständnis entdeckt.