Worthaus e. V.; Die Suche nach dem unverstellten Blick

Historie > Worthaus 2 (2012)

Worthaus soll ein Ort sein, an dem eine seriöse Auseinandersetzung mit den Wurzeln des christlichen Glaubens ohne Denk- und Sprechverbote stattfindet. Worthaus will Theologen ein Forum bieten, die gründlich über ein Thema nachgedacht haben und sich allgemein verständlich ausdrücken können. Gerne kontrovers, gerne inspirierend. Aber nie unreflektiert oder religiös verblendet. Sondern immer am Puls der Erkenntnisse der theologischen Forschung.

Das hat automatisch zur Konsequenz, dass es nicht die eine Worthaus-Meinung gibt. Der Anspruch von Worthaus ist es, eben nicht der nächste Verein zu sein, der »die Wahrheit« verkündet und Hüter einer bestimmten christlichen Lehre ist. Der Anspruch ist es, Anregungen zum eigenen Nachdenken und Nachforschen zu geben. Denn nichts ist besser, als sich selbst mit einer Sache näher zu befassen. Und wenn einem selbst dann deutlich wird, dass manche Sachverhalte gar nicht so einfach, sondern mitunter recht komplex sind, dann macht das das Leben nicht unbedingt einfacher, aber ehrlicher und echter. Denn bei genauerer Betrachtung sind die meisten Dinge, mit denen wir es zu tun haben, eben nicht einfach, sondern ziemlich komplex. Und das gilt auch ganz besonders für die biblischen Texte und den christlichen Glauben. Wer das bestreitet, ist bei Worthaus falsch. Doch wer ahnt, dass das Thema um den Mann aus Nazareth durchaus vielschichtiger ist als dies landläufig suggeriert wird, und bereit ist auch mal gelassen zu schauen, was sich links und rechts am Wegesrand so finden lässt, der ist bei Worthaus goldrichtig.

Worthaus 1 hat sich mit dem Leben und den Themen von Jesus aus Nazareth beschäftigt. Worthaus 2 setzt sich mit dem Sterben und der Auferweckung dieses Menschen auseinander und beleuchtet die Deutung und Relevanz für den christlichen Glauben. Mit dieser Thematik geht es um nichts weniger als um das Zentrum des christlichen Glaubens! Aber auch hierbei zeigt sich, dass nicht nur eine Deutung dieser Berichte denkbar und zulässig ist. Es ist gut, wenn man das erkennt. Man muss nicht in allem einer Meinung sein und man sollte sich seine Meinung selber bilden und sie nicht einfach übernehmen. Und genau dazu regen die Vorlesungen von Worthaus 2 an.