UNSERE GESCHICHTE

Worthaus bemüht sich um eine verständliche Darstellung zentraler Aspekte des christlichen Glaubens. Dies geschieht auf der Basis von fundierten theologischen Erkenntnissen. Aus heutiger Perspektive werden Zugänge zu den Wurzeln des christlichen Glaubens geschaffen und gleichzeitig gefragt, ob und wo sich wesentliche Bezüge für die heutige Lebenswelt herstellen lassen. Es geht also sowohl um die Vermittlung von Einsichten der modernen Bibelwissenschaft als auch um die Grundfragen des christlichen Glaubens und des Lebens an sich.

Dazu organisieren wir Vortragsveranstaltungen, die in der Regel mehrtägig sind und bieten dort auch Raum für Rückfragen und zur Diskussion. Außerdem nutzen wir sie, um die Vorträge für unsere Mediathek aufzuzeichnen.

WORTHAUS 1

Weimar: 6. – 10. April 2011

Jesus aus Nazareth
Leben + Wirken

Das erste Worthaus findet vom 6. bis 10. April 2011 in Weimar statt. Diese kleine Stadt in Thüringen ist aus vielerlei Hinsicht ideal. Zum einen entspricht ihre geografischen Lage fast der Mitte Deutschlands. Zum anderen steht Weimar als ein Zentrum der Künste und der Wissenschaft für die Tradition des freien Denkens, an die Worthaus nahtlos anknüpft.
Der Charakter von Worthaus 1 lässt sich insgesamt auch als recht »studentisch« bezeichnen. Und das liegt nicht nur an dem experimentier- und entdeckungsfreudigen Ansatz von Worthaus! Denn die meisten Veranstaltungen finden in dem kleinen Hörsaal des Anna Amalia Studienzentrums statt und wie in den meisten Studiengängen inzwischen leider üblich, ist auch die Teilnehmerzahl von Worthaus 1 auf 50 Personen limitiert. Doch der positive Effekt ist, dass es so eine intime Veranstaltung wird, in der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit haben untereinander und mit dem Referenten Prof. Dr. Siegfried Zimmer intensiv ins Gespräch zu kommen.
Inhaltlich setzt sich Worthaus 1 mit dem Leben von dem Mann aus Nazareth auseinander auf den sich der christliche Glauben gründet.

WORTSPITAL

Öhringen: 11. – 13. November 2011

Die Zeit zwischen Worthaus 1 und Worthaus 2 ist einfach zu lang. Deshalb findet vom 11. – 13. November 2011 eine Wochend-Worthaus-Veranstaltung statt. Also nicht so lang, nicht so groß, nicht so aufwendig wie fünf Tage in Weimar und deshalb auch eher eine Art Wohnzimmer-Veranstaltung, die es aber trotzdem in sich hatte. Nach dem Anna Amalia Studienzentrum im thüringischen Weimar, verschlägt es uns in die Spitalkirche ins hohenlohische Öhringen. Da Worthaus quasi so direkt ins Spital eingeliefert wurde, hat sich der Name Wortspital durchgesetzt. Und passenderweise steht auch der Ursprung des Dauerpatienten unter den abendländischen Festtagen auf dem Programm: Weihnachten, der Geburtstag von Jesus aus Nazareth.
Im Mittelpunkt der Vorträge von Siegfried Zimmer stehen die altbekannten Weihnachtstexte, die ja schon so altbekannt sind, dass es schwer fällt sich vorzustellen, dass man diesen Texten noch Neues oder Anderes abgewinnen kann. Vor allem wenn man bedenkt mit welchem Wust von Tradition diese Texte alljährlich ausgerollt werden.

WORTHAUS 2

Weimar: 6. – 10. Juni 2012

Jesus aus Nazareth
Tod + Auferweckung

Worthaus soll ein Ort sein, an dem eine seriöse Auseinandersetzung mit den Wurzeln des christlichen Glaubens ohne Denk- und Sprechverbote stattfindet. Worthaus will Theologen ein Forum bieten, die gründlich über ein Thema nachgedacht haben und sich allgemein verständlich ausdrücken können. Gerne kontrovers, gerne inspirierend. Aber nie unreflektiert oder religiös verblendet. Sondern immer am Puls der Erkenntnisse der theologischen Forschung.
Das hat automatisch zur Konsequenz, dass es nicht die eine Worthaus-Meinung gibt. Der Anspruch von Worthaus ist es, eben nicht der nächste Verein zu sein, der »die Wahrheit« verkündet und Hüter einer bestimmten christlichen Lehre ist. Der Anspruch ist es, Anregungen zum eigenen Nachdenken und Nachforschen zu geben. Denn nichts ist besser, als sich selbst mit einer Sache näher zu befassen. Und wenn einem selbst dann deutlich wird, dass manche Sachverhalte gar nicht so einfach, sondern mitunter recht komplex sind, dann macht das das Leben nicht unbedingt einfacher, aber ehrlicher und echter. Denn bei genauerer Betrachtung sind die meisten Dinge, mit denen wir es zu tun haben, eben nicht einfach, sondern ziemlich komplex. Und das gilt auch ganz besonders für die biblischen Texte und den christlichen Glauben. Wer das bestreitet, ist bei Worthaus falsch. Doch wer ahnt, dass das Thema um den Mann aus Nazareth durchaus vielschichtiger ist als dies landläufig suggeriert wird, und bereit ist auch mal gelassen zu schauen, was sich links und rechts am Wegesrand so finden lässt, der ist bei Worthaus goldrichtig.
Worthaus 1 hat sich mit dem Leben und den Themen von Jesus aus Nazareth beschäftigt. Worthaus 2 setzt sich mit dem Sterben und der Auferweckung dieses Menschen auseinander und beleuchtet die Deutung und Relevanz für den christlichen Glauben. Mit dieser Thematik geht es um nichts weniger als um das Zentrum des christlichen Glaubens! Aber auch hierbei zeigt sich, dass nicht nur eine Deutung dieser Berichte denkbar und zulässig ist. Es ist gut, wenn man das erkennt. Man muss nicht in allem einer Meinung sein und man sollte sich seine Meinung selber bilden und sie nicht einfach übernehmen. Und genau dazu regen die Vorlesungen von Worthaus 2 an.

WORTHAUS@FREAKSTOCK 2012

Borgentreich: 2. – 4. August 2012

Premiere! Mit Worthaus@Freakstock debütiert Worthaus bei Freakstock. In drei Worthaus@Freakstock-Sessions wird versucht einen unverstellten Blick auf die Bibel, biblische Botschaften und fromme Standardsätze zu erhaschen. Fernab aller Tradition und ideologischer Annahmen geht es hier um eine bewusste Reflexion von Glaubenssätzen und Auseinandersetzung mit der Bibel im Spiegel der Erkenntnisse der theologischen Forschung.
Die drei Sessions werden jeweils von Siegfried Zimmer mit einem provokanten Grundsatzreferat eröffnet und gehen in eine garantiert intensive Diskussion über.

WORTHAUS 3

Weimar: 29. Mai – 2. Juni 2013

Die schönste Erzählung der Bibel
Adam und Eva und das Geheimnis des Lebens (Genesis 2 & 3)

In bester Worthaus-Tradition greift Worthaus 3 ganz am Anfang an. Der uralte Text, der heute zum Lieblingsschlachtfeld des internationalen Kreationismuses verkommen ist, ist in Wahrheit eine der schönsten, wenn nicht sogar die schönste Erzählung der Bibel: Die orientalische Erzählung von Adam und Eva und dem Geheimnis des Lebens aus dem ersten Buch der Bibel.Aber kann man sich mit 49 Versen wirklich fünf Tage beschäftigen, ohne das Langeweile aufkommt? Unser Hauptreferent Prof. Dr. Siegfried Zimmer sagt mit einem verheißungsvollen Lächeln: „Man kann!“. Und er legt sogar noch seine berüchtigte „Darüber könnt Ihr mal den Rest Eures Lebens nachdenken“-Garantie obendrauf. Denn er ist sich sicher, dass er dem Text so viel Neues und Hintergründiges abgewinnen kann, dass sich allen Teilnehmern neue Horizonte erschliessen werden. Wer Siegfried Zimmer näher kennt, weiß, dass er hält, was er verspricht, und er weiß, dass man Diskussionsmöglichkeiten, die eine Worthaus-Veranstaltung bietet, nicht missen möchte.

WORTHAUS@FREAKSTOCK 2013

Borgentreich: 2. – 3. August 2013

Comeback! Nachdem unsere ersten Worthaus@Freakstock Sessions im letzten Jahr ein sehr positives Echo erlebet haben, sind wir dieses Jahr auch wieder dieses Jahr mit von der Partie. Denn die Worthaus-Mission einen unverstellten Blick auf die Bibel, biblische Botschaften und fromme Standardsätze zu erhaschen, passt einfach gut zu Freakstock. Und unser Hauptreferent Siegfried Zimmer hat sich im letzten Jahr quasi in Freakstock verliebt.
Er ist ein ganz großer Bibel-Fan und ein fröhlicher Professor der Theologie, der – trotz massivem physischen Sehkraftverlust – biblische Zusammenhänge so klar durchblickt wie wenig andere. Außerdem ist er ein erfahrener Redner und Autor des spannenden Buches »Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben? Klärung eines Konflikts«.

WORTHAUS 4

Heidelberg: 18. – 22. Juni 2014

Die Bibel
Eine Bestandsaufnahme

Die Bibel – kein Buch wurde öfter aufgelegt. Kein Buch gibt es in so vielen Sprachen. Und vielleicht wurde und wird auch kein Buch so kontrovers erlebt: tröstend, befreiend, inspirierend, orientierungs- und sinnstiftend, aber eben auch befremdlich, einengend und unterdrückend. So ist der Umgang mit der Bibel und ihren Texten äußerst vielfältig. Auf Basis der Bibel werden unterschiedlichste Ansprüche formuliert. Das Argument »Das steht so in der Bibel!« erfreut sich im christlichen Umfeld – und darüber hinaus – nach wie vor großer Beliebtheit, um die unterschiedlichsten Meinungen zu legitimieren. Wahrscheinlich wird kein anderes Buch häufiger missverstanden und instrumentalisiert. Oftmals begleitet von einer interessengeleiteten Deutung und verblüffender Unkenntnis ihrer Entstehungsgeschichte – überraschenderweise sowohl bei Gegnern der Bibel als auch bei ihren Freunden!

An dieser Stelle setzt Worthaus 4 mit dem Versuch an, einen unverstellteren Blick zu gewinnen. Es geht darum, die Bibel als ein Buch ernst zu nehmen, unabhängig von verklärenden Sichtweisen: Wo kommt sie her? Wie ist sie zu dem geworden, was sie ist? Gibt es »richtige« und »falsche Deutungen« der biblischen Texte? Kann man die Bibel einfach lesen und verstehen? Oder benötigt man umfangreiche Begleitliteratur oder gar ein Theologiestudium, um ihre Botschaften zu verstehen? Und welche Relevanz haben ihre alten Sätze und Gedanken für das Hier und Jetzt?

WORTHAUS 5

Heidelberg: 22. – 26. Mai 2015

Das Prophetische
Gesellschaftsanalyse, Opposition, Inspiration

Eine der Kernfragen von Worthaus lautet: Was sind die roten Fäden, die großen Linien der Bibel und des christlichen Glaubens? Bei der Suche nach Antworten rückt unweiger- lich »das Prophetische« ins Blickfeld. Das überrascht. Denn das Prophetische kommt heute in vielen christlichen Gruppen eher am Rande vor. Wenn es vorkommt, wird der Begriff »Prophetie« bevorzugt und zwar in zwei unterschiedlichen Bedeutungen: Entweder ist eine Gottesbotschaft an einzelne Menschen beziehungsweise Gruppen gemeint, oder es geht um Apokalypse – die Offenbarung des Johannes, das Buch Daniel oder ähnliche biblische Texte –, Endzeit und Weltende. Dabei wird die Offenbarung des Johannes gern als Blaupause für Weltuntergangsspekulationen genutzt. Die Propheten werden zu »Vorhersagern«. Prophetie wird zur Hellseherei. Die Gegenreaktion besteht dann darin, dass Prophetie als etwas Exotisches und Skurriles eingestuft wird, das im normalen (kirchlichen) Alltag nicht gebraucht wird. Doch ist »das Prophetische« das Gleiche wie »das Apokalyptische«? Bei einem umfassenderen, unverstellteren Blick auf die biblischen Texte treten andere Aspekte ins Blickfeld. Es wird deutlich: Das Prophetische ist wesentlich älter als das Apokalyptische. Die ersten Propheten waren Oppositionelle, Kritiker der Herrschaftseliten in Israel. Ihre Gesellschaftsanalyse wurde von den Mächtigen als Frechheit empfunden, als Angriff auf die Gesellschaftsordnung und auf die israelitische Staatsreligion. Die prophetische Offenbarung und Inspiration rückten die Themen »Recht und Gerechtigkeit« in den Vordergrund. Das störte und es stört noch heute. Auf der Basis dieser Gesellschaftsanalyse fragten die Propheten dann auch nach den besseren Alternativen, nach »dem Neuen«, das von Gott kommt. Dieses Prophetische zeigt sich bei Jesus aus Nazareth in mehrfacher Hinsicht und an entscheidender Stelle. So gesehen gehört das Prophetische zum unverzichtbaren Markenkern des biblischen Glaubens. Es gehört zum Profil der biblischen Botschaft. Dieses Profil darf nicht weich gespült werden, auch oder gerade nicht durch ein »frommes« Gewand. Vielmehr muss das Prophetische in seiner ursprünglichen Bedeutung wieder freigelegt, seine Glaubwürdigkeit und seine unversiegbare Kraft muss spürbar werden. An dieser Stelle setzt Worthaus 5 an. Dabei wird es eben nicht darum gehen das Rad neu zu erfinden, sondern das, was verschüttet ist, wieder ans Licht, in unsere Zeit zu holen. Was ist das Prophetische? Welches Gewicht hatte es bei den Entwicklung des jüdischen Glaubens? Welche Bedeutung hat es für die Welt des 21. Jahrhunderts?

WORTHAUS POP-UPS

Tübingen: 7. Februar 2015
Prof. Dr. Siegfried Zimmer und die schwule Frage

Köln: 17. Oktober 2015
Prof. Dr. Klaus von Stosch und die Trinität und die Frage nach der der einen Wahrheit

Tübingen: 12. Dezember 2015
Prof. Dr. Siegfried Zimmer und die Kunst und Bedeutung des Erzählens

WORTHAUS@FREAKSTOCK 2015

Allstedt: 30. + 31. Juli 2015

Prof. Dr. Siegfried Zimmer und das Gleichnis vom Sämann und das Thema »Sexualität und Ehe«

WORTHAUS 6

Heidelberg: 13. – 17. Mai 2016

Die Reformation und ihre Schlüsselfigur
Erkenntnisse, Veränderungen, ungenutzte Potenziale

Kein anderes kirchengeschichtliches Ereignis hat die abendländische Christenheit so sehr verändert wie die Reformation. Ihre Auswirkungen haben weltgeschichtliche Bedeutung. Wenige historische Ereignisse haben nachhaltig so viel verändert wie die Reformation. Diese epochale Erneuerung war nicht möglich ohne grundlegende Kritik am Bestehenden. Worthaus 6 nähert sich dem komplexen und spannenden Gebilde Reformation, indem es sich im Schwerpunkt mit ihrem ersten und grundlegenden Protagonisten auseinander- setzt, mit Martin Luther. Dabei interessiert weniger der biographische Werdegang Luthers und auch nicht die Betrachtung Luthers aus konfessioneller Perspektive, sondern Luther als Lehrer der gesamten Christenheit. Martin Luthers wegweisende Entdeckungen und Erkenntnisse stehen im Vordergrund: Sein Verständnis des Wortes, der Rechtfertigung und des Glaubens – Hat der Mensch gegenüber Gott (k)einen freien Willen? Dabei wird es darum gehen, Luther zu verstehen, nicht darum, ihn zu idealisieren. Unabhängig von kirchlichen Interessen fragen wir auch kritisch: Inwiefern sind Luthers Erkenntnisse bis in unsere Gegenwart maßgeblich? Wo müssen wir sie heute ergänzen oder korrigieren? Dabei werden auch die Probleme des »späten Luther« erörtert (seine Aussagen über Juden, Türken und »Wiedertäufer«). Auf diese Weise will Worthaus einen unverstellten Blick auf Luther fördern, noch bevor im Jahr 2017 das große offizielle Reformationsjubiläum – 500 Jahre nach Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 – gefeiert wird. Schließlich kommt auch Luthers Wirkungsgeschichte ins Spiel. Sie enthält Licht und Schatten. Luthers Vision war die Erneuerung der Christenheit. Es kam aber die lutherische Kirche. War sie das, was Luther wollte? Letztlich geht es in den Tagen in Heidelberg aber auch darum, nach vorne zu schauen und zu fragen: Welche Reformen sind heute unverzichtbar, wenn wir eine Erneuerung der Christenheit für notwendig erachten und uns für sie einsetzen wollen?

WORTHAUS@FREAKSTOCK 2016

Allstedt: 28. – 30. Juli 2016

Prof. Dr. Siegfried Zimmer und einige Verse aus dem Matthäus-Evangelium
Prof. Dr. Thorsten Dietz und Geschlechter-Fragen.

WORTHAUS 7

Weimar: 28. April – 2. Mai 2017

Die Entstehung Gottes im Kind
Christliche Erziehung und ihre Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung

Mit dem Thema »Die Entstehung Gottes im Kind« widmen wir unsere Jahrestagung erstmals einer religionspädagogischen Thematik und das aus sehr wichtigen Gründen: • In der Botschaft des Mannes aus Nazareth haben Kinder eine einzigartige Bedeutung. Gott steht zu Kindern in einer besonderen Beziehung. • Gerade in religiösen Dingen sind die ersten Erfahrungen und Beeinflussungen oft schicksalhaft. Sie können in positiver Weise Grundlagen schaffen, die sich im gesamten späteren Leben bewähren. Sie können aber auch in problematischer Weise Weichenstellungen vollziehen, die sich später nur noch schwer verändern lassen. Wie wird Gott durch die Erwachsenen den Kindern vermittelt? Als Gott der Liebe, der Geborgenheit schafft, Freude weckt, zum Guten und zur Verantwortungsbereitschaft motiviert? Oder als strafender Gott, der Gehorsam verlangt, damit man nicht in der Hölle landet? Welche Rolle spielen Angst, Schuldgefühle, schlechtes Gewissen, Abgrenzungsmentalität und Schwarz-Weiß-Denken? Welche Rolle spielen Entdeckerlust, Faszination, Zuversicht, Empathie und Verbundenheitsgefühl mit allen Geschöpfen Gottes? Es kann nicht darum gehen, jede Art von christlichem Glauben zu fördern. Auf der Tagung fragen wir gezielt nach einem Glauben, der zu einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung beiträgt. Wie unterscheidet sich eine gute von einer schlechten christlichen Erziehung? Das Etikett »christlich« allein genügt nicht und besagt nicht viel. Es ist keine Garantie für Qualität. Was können Erwachsene tun, um Kindern eine gesunde Glaubensentwicklung zu ermöglichen? Worauf kommt es in der frühen religiösen Bildung in Familie, Kindergarten und Schule an? Wie lässt sich religiöse Enge und das Entstehen abwertender Vorurteile gegenüber Andersdenkenden möglichst von Anfang an vermeiden? Wie lässt sich ein ungezwungener, vertrauensvoller und lebensfroher Glaube fördern?

WORTHAUS Pop-Up

Tübingen: 1. + 2. Juli 2017

Prof. Dr. Siegfried Zimmer und Martin Luther

WORTHAUS SOMMERAKADEMIE

Hilchenbach: 26. – 30. Juli 2017

Das gute, selbstverantwortete Leben
Christliche Ethik in der Moderne

Die Sommerakademie ist ein neues Angebot von Worthaus. Für einen überschaubaren Teilnehmerkreis (circa 40 Personen) wird es ein Programm geben, das eine Mischung aus Vorträgen und Seminaren ist. In den Seminaren geht es vor allem um Diskussion und auch darum, gemeinsam wichtige Texte zu lesen. Die Sommerakademie beschränkt sich also nicht nur auf Vorträge, wie es sonst bei Worthaus-Veranstaltungen üblich ist, sondern eröffnet auch die Möglichkeit intensiver ins Gespräch zu kommen. In der Sommerakademie 2017 stehen grundlegende Fragen der Ethik im Mittelpunkt. Die Ethik soll klären, welches Handeln moralisch empfehlenswert beziehungsweise vertretbar ist – und welches nicht. An welchen Leitperspektiven und Werten können und sollen wir uns orientieren? Ethik umfasst viele Teilbereiche: Rechtsethik, Wirtschaftsethik, politische Ethik, Sozial- und Individualethik, Ethik der Lebensformen und der Sexualität et cetera. Aber bei allen Teilbereichen geht es immer um das gute, selbstverantwortete Leben im Zusammenhang mit dem Allgemeinwohl.