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Johannes der Täufer – ein prophetisches Phänomen | 5.6.1

Worthaus 5 – Heidelberg: 26. Mai 2015 von Prof. Dr. Siegfried Zimmer

Siegfried Zimmer widmet sich in diesem Vortrag einer eigenartigen und einzigartigen Gestalt des Neuen Testaments. Der Lebensstil und die Botschaft Johannes des Täufers passen nicht so Recht in die damalige theologische Landschaft. Und auch für den heutigen Betrachter wirkt die Szenerie reichlich bizarr und trägt Züge einer Freakshow.
Interessanterweise verbindet sich der Mann aus Nazareth auf bemerkenswerte Weise mit diesem Sonderling und Zimmer zeigt auf, welche Rolle dieser Mann für den christlichen Glauben spielt. Der Vortag ist – wie üblich – gespickt mit geschichtlichen, gesellschaftlichen und geographischen Details, die einen soliden Rahmen für die eigentliche Botschaft dieses Rufers aus der Wüste geben: Das Gericht kommt – und zwar für alle. Keine Abstammung, kirchliche Tradition oder sonst wie gearteten religiösen Pfunde taugen bei Johannes etwas. Es gibt auch keinen Armen- oder Unterschichtsbonus – alle sind fällig und stehen erstmal, im eigentlichen und übertragenen Sinne, auf der falschen Seite (des Flusses) – das rettende Ufer ist drüben. Das war damals und ist wohl auch heute noch eine erschütternde Botschaft, wenn man sie hört und an sich heranlässt. Aber es gibt Hoffnung!
Der Weg zur Vergebung steht offen – und zwar auch allen. Hier wird nicht diskriminiert und es gibt keine Vorbedingungen. Das Bild der Taufe erklärt auf hervorragende Weise und zugleich auf körperlich erlebbare, emotional spürbare aber auch intellektuell valide Art worum es geht – Umkehr, Rettung, Neuanfang, Leben. Phänomenal.