Worthaus e. V.; Die Suche nach dem unverstellten Blick

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Das Gleichnis vom reichen Kornbauern (Lukas 12, 16–20) | 5.6.2

Worthaus 5 – Heidelberg: 26. Mai 2015 von Prof. Dr. Siegfried Zimmer

Willkommen auf einer kurzen Reise in die Lebenswirklichkeit eines von Gott gesegneten Menschen, dem es erst richtig gut und dann noch viel besser geht. Dieser Mann, der im Leben nichts falsch und in der beschriebenen Geschichte alles richtig macht, ist wirklich zu bedauern – schließlich wird sein Leben am Ende von ihm gefordert. Man fragt sich die ganze Zeit, warum er am Ende eine so fette Rechnung präsentiert bekommt? Es ist unbegreiflich und irgendwie auch verstörend.
Der Gleichniserzähler aus Nazareth gibt sich redlich Mühe, diesen Kornbauern als guten Typen darzustellen. Er hat seinen Reichtum nicht auf krummen Wegen erlangt. Er wird unverdient und ohne sein Zutun geradewegs von Gott mit einem immensen Wohlstand überschüttet. Und dann handelt er auch noch ökonomisch weise und weitsichtig. Geht’s noch besser? Und hatte er überhaupt eine andere Wahl?
Siegfried Zimmer gibt am Ende des Vortrags unzweifelhaft zu Protokoll, dass er jederzeit genauso handeln würde wie dieser Bauer. Ist es deshalb nun an der Zeit über ein fortgeschrittenes Stadium von geistiger Umnachtung des Referenten zu spekulieren? Oder ist es tatsächlich möglich, dass man im Leben in jedem einzelnen Schritt richtig rechnet und am Ende das Gesamtergebnis doch nicht stimmt? Wer hierauf eine Antwort haben möchte, sollte genau die Ohren spitzen. Denn in diesem Vortrag gibt es sie.